Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesweiter Workshop "Stoffwechsel der Pilze"

14.09.2004


Die Fachhochschule Lausitz ist vom 16. bis 18. September 2004 Gastgeberin eines bundesweiten Workshops zum Thema "Stoffwechsel der Pilze". Vor allem junge Wissenschaftler aus Forschungseinrichtungen werden ihre Forschungsergebnisse in sowohl 13 Vorträgen als auch auf 26 Postern am Studienort Senftenberg der Hochschule im Medienzentrum "Konrad Zuse" präsentieren und sich der Diskussion stellen. Ein solcher Workshop findet mit Unterstützung der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. einmal im Jahr an einer deutschen Forschungseinrichtung statt.



Senftenberg wurde von Dr. K.-Peter Stahmann als Tagungsort vorgeschlagen. Der Professor lehrt an der FH Lausitz Technische Mikrobiologie, betreibt ein Forschungslabor, in dem der Stoffwechsel von industriell eingesetzten Pilzen untersucht wird und versucht regionale Firmen für gemeinsame Projekte zu gewinnen. Veranstalter der Tagung sind der Fachbereich Bio-, Chemie und Verfahrenstechnik der FH Lausitz, die an der Hochschule ansässige Lausitzer Technologie Transferstelle und Lausitzer Biotech - Initiative zur Förderung der regionalen Biotechnologie e.V.



Vier Vorträge bilden inhaltliche Schwerpunkte der Tagung. Dr. Eckhard Thines von der Universität Kaiserslautern wird über Funktionen von Sekundärmetaboliten berichten. Der bekannteste pilzliche Sekundärmetabolit ist das Penicillin, dass nach wie vor an der Spitze der in der Humanmedizin eingesetzten Antibiotika steht. Einblick ins Innere der Pilzzelle wird Prof. Dr. Hanspeter Rottensteiner von der Ruhruniversität Bochum geben. Er beforscht in der Bäckerhefe, die zur Lockerung des Teigs oder bei der Herstellung von Wein und Bier eingesetzt wird, den Abbau von Fettsäuren. Dr. Hans Visser von der Universität Wageningen berichtet über Bemühungen, mit Pilzen Astaxanthin herzustellen. Dieser Farbstoff wird zum Beispiel in der Nahrung von Lachsen benötigt, damit deren Fleisch sich charakteristisch rötet.

Als ein Höhepunkt wird der Vortrag der Privatdozentin Dr. Martha Merrow erwartet, die an der Universität München die Innere Uhr bei einem Pilz untersucht. Interessanterweise werden Tag-Nacht-Rhythmik nicht nur bei Mensch und Tier von einem endogenen Oszillator gesteuert sondern auch bei Mikroorganismen.

Die Veranstaltung ist für registrierte Teilnehmer gedacht, wobei die Vorträge in Deutsch oder Englisch gehalten werden. Alle Poster werden in englischer Sprache präsentiert. Studierende und Lehrende der Hochschule sind als Gäste ohne Registrierung willkommen.

Ralf-Peter Witzmann | idw
Weitere Informationen:
http://www2.fh-lausitz.de/fhl/cv/
http://www.fh-lausitz.de

Weitere Berichte zu: Forschungseinrichtung Mikrobiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal
18.08.2017 | Bergische Universität Wuppertal

nachricht Einblicke ins menschliche Denken
17.08.2017 | Universität Potsdam

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Beschichtung lässt Muscheln abrutschen

18.08.2017 | Materialwissenschaften

Fettleber produziert Eiweiße, die andere Organe schädigen können

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

18.08.2017 | Geowissenschaften