Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Euroforum-Konferenz "RFID 2005"

02.09.2004


RFID ist eine Innovation, ohne die in Zukunft nichts mehr geht, meinen die Fürsprecher. Und die Gegner erklären, dass RFID eine Illusion sei, da die Technik wenig ausgereift ist, die Standards bisher ungeklärt und Fragen der Sicherheit und Privacy noch offen sind. RFID sollte nicht um jeden Preis eingeführt werden, warnen Projekt-Praktiker und raten, die Entscheidung für oder gegen Funk-Etiketten rein nach strategischen Gesichtspunkten zu fällen. Entscheidungshilfen und das notwendige Fachwissen dazu liefern über 40 Experten auf der EUROFORUM-Konferenz "RFID 2005" vom 22. bis 24. November 2004 in Frankfurt. Wichtiges Grundlagenwissen und zahlreiche Praxisbeispiele aus verschiedenen Branchen bereiten die Teilnehmer auf eine sachkundige Diskussion über den Einsatz von RFID vor.



Im Rahmen des Plenumtages stellt Prof. Elgar Fleisch (Leiter des Instituts für Technologiemanagement, Universität St. Gallen; Co-Chair Auto-ID Labs & M-Lab) operative und strategische Nutzenpotenziale aus BWL-Sicht vor und erläutert seine Vision vom RFID-Transponder zum smarten Produkt. Auf die Frage, warum RFID ein wichtiges Thema sei, antwortete der Mitgründer der Intellion AG Elgar Fleisch gegenüber dem Veranstalter: "Mit RFID und anderen Ubiquitous Computing-Technologien bekommen Informationssysteme erstmals Augen und Ohren. Bisher mussten sie sehr aufwendig von Menschen mit Hilfe von Tastatur und Barcode-Leser mit Daten gefüttert werden. Nun erlaubt RFID das automatische Sammeln von sehr viel mehr und sehr viel genaueren Daten über die reale Umwelt, und dies zu wesentlich geringeren Kosten. In einem ersten Schritt führt RFID damit zu sichereren, schnelleren und damit effizienteren Prozessen, in einem zweiten Schritt zu neuen smarten Produkten und Dienstleistungen."



Über ihre Erfahrungen mit dem Einsatz von RFID-Technik sprechen Christoph Pelich (Leiter Entwicklung VisuM-Middleware, Volkswagen) und Dr. Gerd Wolfram (Division Management IT-Strategy, MGI Metro Group Information Technology). Zum Thema Datenschutz und Akzeptanz beim Endkunden referiert Johannes Baumgärtner (Konzern-Datenschutzbeauftragter, Unilever Deutschland). Er geht vor allem auf die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit ein und erläutert datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen.

In fünf parallelen Foren haben die Teilnehmer am dritten Tag Gelegenheit, sich über den Einsatz von RFID in verschiedenen Branchen zu informieren, aber auch über Datenschutz und Privacy zu diskutieren. An der Diskussion werden neben Frithjof Walk (Vorstandsvorsitzender des Industrieverbandes für Automatische Identifikation und Datenerfassungssysteme AIM Deutschland e. V.) und Prof. Dr. Lorenz Hilty (Leiter der Abteilung "Technologie und Gesellschaft", Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt EMPA) auch padeluun (Vorsitzender des "Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V." FoeBud) teilnehmen.

Der AIM-Vorstand Walk merkte im Gespräch mit EUROFORUM an: "Vor mehr als zehn Jahren hätten meine Kollegen und ich die Vision der heutigen kontroversen Diskussion über Transpondertechnik als unrealistisch abgetan. Die Märkte für RFID wurden kontinuierlich entwickelt, aber die jetzt mögliche breite Einführung im Handel und in der Ausweit-Technik bewirkt eine oft realitätsferne Diskussion über Bedrohungen und Chancen der Transpondertechnologie. Ich hoffe, dass die EUROFORUM-Konferenz "RFID 2005" dazu beiträgt, die Technologie und deren Potenziale praxisnah und realistisch mit allen Beteiligten zu diskutieren."

Informationstechnologie, Logistik und Produktion, rechtliche Rahmenbedingungen, Sicherheitstechnologie, Dokumentation und Qualitätssicherung sind weitere Themen, die innerhalb der Fachforen abgedeckt werden. Umfragen zufolge wird im Bereich Verpackung der größte Nutzen des RFID-Einsatzes gesehen. Positive Effekte werden weiterhin in der Produktion und Logistik, aber auch im Marketing und für die Pharmaindustrie erwartet.

Das "Grundlagenseminar RFID" gibt einen Überblick der derzeitigen Technologie. Anhand praktischer Beispiele erläutern die Referenten, welche Systeme es gibt, wie sie funktionieren, was sie kosten und welche Anwendungen zukünftig möglich sind. Dadurch erhalten die Teilnehmer das Know-how, um über Anwendungspotenziale und Implementierungsstrategien fachgerecht zu urteilen.

Medienpartner der Veranstaltung sind "RFID-Forum", "handling" und "Logistik inside".
Das aktuelle Programm zur EUROFORUM-Konferenz ist im Internet abrufbar.

EUROFORUM Deutschland GmbH ist eines der führenden Unternehmen für Konferenzen, Seminare, Jahrestagungen und schriftliche Management-Lehrgänge. Seit 1993 ist EUROFORUM Deutschland GmbH Exklusiv-Partner für Handelsblatt-Veranstaltungen, seit 2003 ebenfalls Kooperationspartner für Konferenzen der WirtschaftsWoche. Mit rund 200 Mitarbeitern haben im Jahr 2003 mehr als 800 Veranstaltungen in über 20 Themengebieten stattgefunden. Rund 36 000 Teilnehmer besuchten im vergangenen Jahr EUROFORUM-Veranstaltungen. Der Umsatz lag 2003 bei rund 50 Millionen Euro.

Weitere Informationen:

EUROFORUM Deutschland GmbH
Johann-Henrik Winner
Fachgruppenleiter IT/TK/Medien
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Telefon.: +49 (0)2 11. 96 86-36 60
Fax: .: +49 (0)2 11. 96 86-46 60
E-Mail: winner@euroforum.com

Claudia Büttner | Euroforum Deutschland GmbH
Weitere Informationen:
http://www.rfid-kongress.de

Weitere Berichte zu: EUROFORUM Euroforum-Konferenz RFID

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten