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Internationale Tagung für Strömungsfragen in Braunschweig

26.07.2004


Über 100 Wissenschaftler aus 22 Nationen werden in der kommenden Woche zur Internationalen Konferenz über Mesoskopische Methoden für Strömungprobleme vom 26. bis zum 29. Juli 2004 an der Technischen Universität Braunschweig erwartet.



Wie kann man die Turbulenzen berechnen, die ein Hochhaus bei Sturmböen in Schwingungen versetzen und schlimmstenfalls zum Einsturz bringen? Wie schnell versickern Schadstoffe im Boden und gehen ins Grundwasser? Welche Regeln gelten für Strömungen im Nanometerbereich, z.B. bei der Bewegung roter Blutkörperchen durch Kapillargefäße? Diese und weitere Fragen werden die Experten beschäftigen.

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»Krafczyk


"Unsere Aufgabe ist es, komplexe Strömungsphänomene durch computerbasierte Simulation zu verstehen und vorherzusagen", so der Organisator der Tagung, Prof. Dr. Manfred Krafczyk, der Leiter des TU-Instituts für Computeranwendungen im Bauingenieurwesen. "Die Ergebnisse sind überall dort von Bedeutung, wo flüssige oder gasförmige Strömungen einen wesentlichen Einfluss auf Objekte oder Prozesse unserer Zivilisation nehmen. Mesoskopische Methoden erlauben uns dabei, den gesamten Bereich von mikroskopisch kleinen Dimensionen bis zu den großen Längenskalen des Makroskopischen mit vereinheitlichten Methoden zu beschreiben."

"Noch immer können wir Turbulenzen, wie sie in Luft- und Flüssigkeitsströmungen ständig auftreten, nicht verlässlich voraussagen. Die Lösung dieser Aufgabe wäre sicherlich nobelpreiswürdig", meint Krafczyk. Strömungsphänomene im Großen wie im Kleinen zu berechnen erfordert zur Beantwortung technischer, ökologischer oder auch medizinischer Fragestellungen zunehmend den Einsatz moderner Simulationsverfahren auf extrem leistungsfähigen Rechnern. Nicht umsonst betreibt Prof. Krafczyk in seinem Institut den zurzeit schnellsten Hochleistungsrechner in Braunschweig.

Dr. Elisabeth Hoffmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.cab.bau.tu-bs.de/
http://www.icmmes.org
http://www.tu-braunschweig.de

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