Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz zur Nuklear- und Radiochemie

22.07.2004


Das Forschungszentrum Jülich veranstaltet in Kooperation mit der Universität zu Köln und der Fachgruppe Nuklearchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) vom 29. August bis 3. September 2004 in Aachen die "Sixth International Conference on Nuclear and Radiochemistry" (NRC-6). Beteiligt sind als Kooperationspartner auch die Federation of European Chemical Societies, die OECD-Nuclear Energy Agency und die International Atomic Energy Agency (IAEA). In dieser alle vier Jahre in Europa stattfindenden Konferenz werden alle Bereiche der friedlichen Nutzung der chemisch orientierten Kernwissenschaften erörtert.



Das wissenschaftliche Programm der Konferenz, von einem internationalen Komitee festgelegt, hat zehn aktuelle Schwerpunkte: grundlegende Kern- und Radiochemie, Aktinidenchemie, Transaktiniden, Radioanalytik, Nukleare Technologie, Radiochemie in den Lebenswissenschaften, Geo- und Kosmochemie, Radioaktive Indikatoren in der Industrie, Kernbrennstoffzyklus sowie Radioökologie und Umweltstudien.



Es werden etwa 350 Wissenschaftler aus ca. 30 Ländern erwartet. Die Hauptredner und Diskussionsleiter stammen aus verschiedenen Regionen der Welt, so aus West- und Osteuropa, Nordamerika, Japan oder China.

Es zeichnet sich schon jetzt ab, dass die moderneren Entwicklungen auf dem Gebiet der Radiochemie in fünf Richtungen laufen: Zum einen sind das die grundlegenden Untersuchungen zur Entdeckung und Charakterisierung weiterer überschwerer Elemente. Ferner gehört die Radioanalytik dazu, insbesondere die Bestimmung langlebiger Radioaktivität, wobei auch die nicht nuklearen Methoden, wie beispielsweise die Massenspektrometrie, eine bedeutende Rolle spielen. Ein weiterer Punkt ist die Entwicklung neuer Radionuklide und Radiopharmaka für die Anwendung in der Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Von großer Bedeutung bleiben des Weiteren die gezielten Untersuchungen über den Kernbrennstoffzyklus im Hinblick auf die Abfallbeseitigung und umweltrelevante Studien, insbesondere zur Radioökologie von langlebigen Spaltprodukten.

Die Konferenz wird gemeinsam von den Professoren Dr. Heinz H. Coenen und Dr. Dr. h.c. Syed M. Qaim, beide in Jülich und Köln, geleitet. Das Tagungsprogramm beinhaltet insgesamt 13 Übersichtsvorträge, 64 Kurzvorträge und 203 Posterpräsentationen, deren Kurzfassungen in einem ca. 800seitigen Band veröffentlicht werden. Eine kleine industrielle Ausstellung rundet das Spektrum der Präsentationen ab.

Ein interessanter Aspekt der Tagung ist die große Zahl an Jungwissenschaftlern (Doktoranden, Postdoktoranden), an Frauen sowie an Wissenschaftlern aus Osteuropa und den Entwicklungsländern. Dies ist auch auf finanzielle Unterstützungen seitens der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Society of Radiopharmaceutical Biology and Chemistry sowie der IAEA zurückzuführen.

Am Rande der Konferenz ist im Eurogress Aachen am 31. August 2004, 19 Uhr, eine öffentliche Veranstaltung vorgesehen, in der Professor Dr. Günter Herrmann, Mainz, die Entwicklung des Fachs Kern- und Radiochemie während der letzten 100 Jahre resümieren und Professor Dr. Gabriele Voigt von der IAEA, Wien, die modernen Anwendungen der nuklearen Techniken erörtern wird. Die Veranstalter hoffen, Studierenden und anderen Interessierten im Raum Aachen/Jülich/Köln für die öffentlichen Diskussionen und für die naturwissenschaftliche Allgemeinbildung wichtige Informationen über das Fachgebiet geben zu können.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gehört mit über 26000 Mitgliedern zu den größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 24 Fachgruppen, darunter die Fachgruppe Nuklearchemie mit 230 Mitgliedern. Die GDCh-Fachgruppe Nuklearchemie setzt sich vor allem für eine Verbesserung der Akzeptanz und der wissenschaftlichen-technische Kompetenz in ihrem Fachgebiet ein.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.fz-juelich.de/NRC6

Weitere Berichte zu: IAEA Nuklearchemie Radiochemie Radioökologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Operatortheorie im Fokus
20.07.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0
18.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie