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Internationale Konferenz an der Viadrina vom 4. bis 6 . Juni

02.06.2004


Eine internationale Konferenz aus Anlass des 15. Jahrestages der Wiederzulassung der Solidarnosc zum Thema "Gdansk - Warschau - Kopenhagen - Athen / Stationen auf dem Weg ins vereinte Europa" findet vom 4. bis 6. Juni 2004 an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) statt. Veranstalter ist das Frankfurter Institut für Transformationsstudien, das von der Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin, unterstützt wird.



Zum historischen Hintergrund: Am 17. April 1989 erlebte die polnische Gewerkschaft Solidarnosc, die im August 1980 mit dem Streik auf der Gdansker Leninwerft und landesweiten Arbeiterprotesten das kommunistische Regime ins Wanken gebracht hatte und auch in den Jahren des Kriegsrechts und der Illegalität den Freiheitswillen der Völker Osteuropas symbolisch repräsentierte, ihre legale Wiedergeburt. Die Wiederzulassung der Solidarnosc, den Vertretern des alten Regimes am Runden Tisch abgerungen, gab den Auftakt für die Europäische Revolution von 1989, die das Ende des Staatssozialismus herbeiführte und schließlich in die fundamentale Neuordnung Europas mündete. Am 16. April 2003 wurden in Athen die Verträge über die Aufnahme acht ehemals sozialistischer Länder in die Europäische Union unterzeichnet. Die am 1. Mai 2004 erfolgte Vereinigung eines großen Teils der östlichen mit der westlichen Hälfte des Kontinents unter dem Dach der EU ist jedoch keineswegs die Vollendung einer unumstrittenen, gemeinsamen historischen Traditionslinie. Schon im Vorfeld zeichnete sich ab, dass sie zunächst zu einer weiteren Heterogenisierung politisch-kultureller Orientierungsmuster und Wertmaßstäbe sowie gesellschafts- und europapolitischer Zielvorstellungen innerhalb der EU führen wird.

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Mit der Konferenz verfolgt das Frankfurter Institut für Transformationsstudien das Anliegen, die Entwicklungslinie von Gdansk bis Athen zu würdigen und neue Herausforderungen für die Europäische Integration zu diskutieren. Wissenschaftler, Politiker und Zeitzeugen sind eingeladen, das historische Erbe des Europäischen Jahres 1989 im Hinblick auf seine Bedeutung für die künftige Entwicklung des Kontinents zu erörtern und zu wieder aktuell gewordenen alten Grundfragen Stellung zu nehmen: Wofür steht Europa? Welche sozialökonomische Entwicklungsrichtung soll die EU einschlagen? Wie weit soll und kann die Integration vorangetrieben werden? Welche Rolle soll und kann die EU in einer künftigen Weltordnung spielen?

Die Konferenz beginnt am 4. Juni um 12 Uhr in Uni-Hauptgebäude, Raum 109. Um 20 Uhr wird im Frankfurter Rathaus eine eine Ausstellung eröffnet. Ende der Konferenz ist am 6. Juni um 13 Uhr.

Ansprechpartner:
Dr. Jan Wielgohs: 0335 / 5534 - 2673
Stefani Sonntag: 0335 / 5534 - 2251

Annette Bauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.euv-frankfurt-o.de

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