Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einsteins Enkel am Ziel - Sieger im Bundeswettbewerb Jugend forscht 2004 stehen fest

17.05.2004


In einer Feierstunde wurden heute im Audimax der Universität des Saarlandes in Saarbrücken die Sieger des 39. Bundeswettbewerbs Jugend forscht gekürt. In Anwesenheit von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn nahmen die Sieger ihre Auszeichnungen entgegen. Unter dem diesjährigen Motto "Auf einmal ist alles relativ" stellten sich insgesamt 213 Finalisten mit 113 Projekten einer fachkundigen Jury aus Wirtschaft und Hochschule.

... mehr zu:
»Bundeswettbewerb

"Millionäre tippen anders", wissen Manuel Stiehl (17), Julian Arz (18) und Sebastian Bartenbach (18) von der Darmstädter Lichtenbergschule. Sie analysierten, warum viele Lottospieler dieselben Zahlenkombinationen ankreuzen und am Montag dann nur wenig Geld kassieren. Die Schüler erarbeiteten eine Gewinnoptimierung im Zahlenlotto und zogen damit selbst das große Los: den Preis des Bundeskanzlers für die originellste Arbeit. Zu den zehn Bundessiegern zählt auch Felix Kahlhöfer aus Düsseldorf. Der 18-jährige Schüler beherrscht das "Chaos mit Tischtennisbällen" und wurde dafür mit dem Preis des Bundespräsidenten Johannes Rau für die außergewöhnlichste Arbeit prämiert.

Die diesjährigen Bundessieger zeichnen sich durch starkes fachübergreifendes Wissen und praxisnahe Projekte aus, wie Mario Chemnitz (17) aus Sachsen-Anhalt. Der 17-Jährige aus Zschornewitz baute im Fachgebiet Physik ein preiswertes Analysegerät für Raumluftuntersuchungen und wurde ebenso Bundessieger wie Wolfgang Draxinger. Der Zivildienstleistende überzeugte die Jury im Fachgebiet Arbeitswelt "durch sein profundes Fachwissen und seinen Ideenreichtum". Der 21-jährige Münchner entwickelte ein Navigationssystem für ein computergesteuertes Endoskop, das bei Harnblasenoperationen zum Einsatz kommen soll.


Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hob das Engagement und die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hervor: "Das Potenzial dieser jungen Forscherinnen und Forscher ist für die Zukunft unserer Gesellschaft von großer Bedeutung. Nur mit jungen Menschen, die neugierig sind und über den Horizont schauen wollen, können wir die technologischen Herausforderungen der Zukunft meistern."

Ulrich Weber, Arbeitsdirektor und Vorstandsmitglied der RAG Aktiengesellschaft, zeigte sich beeindruckt von den präsentierten Arbeiten: "Das Wissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt heute die wichtigste Ressource der Unternehmen dar. Alle Wettbewerbsteilnehmer haben bewiesen, dass sie im hohen Maße innovativ sind und querdenken können", sagte Weber.

Die Bundessieger 2004 von Jugend forscht im Überblick:

Bundessieger im Fachgebiet Arbeitswelt
Wolfgang Draxinger (21), 80637 München, Bayern
Das Thema: Routenplanung im OP - Interaktives Endoskoptrackingsystem

Bundessieger im Fachgebiet Biologie:
Nikon Rasumov (20), 66424 Homburg, Saarland
Das Thema: Lernen ohne Eselsbrücken? - Funktionelle Magnetresonanz-Tomographie zur Bestimmung der Gedächtnispotenz

Bundessieger im Fachgebiet Chemie:
Frederik Schaal (19), 71384 Weinstadt, Baden-Württemberg; Torben Ott (18), 74321 Bietigheim-Bissingen
Das Thema: Von der Partyleuchte zum Spektrometer - Spektec

Bundessieger im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften:
Anika Brömel (19), 17192 Waren, Mecklenburg-Vorpommern; Fabian Schröder (19),17192 Lansen; Tim Geißler (19), 17192 Waren
Das Thema: Das Auge aus dem All - Auswertung multispektraler Satellitenbilder

Bundessieger im Fachgebiet Mathematik/Informatik:
Roland Bauerschmidt (20), 28355 Bremen
Das Thema: Digitale Anstandsdame - Gastfreundschaft fürs Internet

Bundessieger im Fachgebiet Physik:
Mario Chemnitz (17), 06791 Zschornewitz; Sachsen-Anhalt, Das Thema: Detektor für dicke Luft - Ultraschallsensor für Gaschromatographie

Bundessieger im Fachgebiet Technik:
Michael Achtelik (19), 82131 Stockdorf; Bayern, Das Thema: Turbinenpower im Kleinformat - Konstruktion und Bau eines Miniaturstrahltriebwerkes

Bundessieger mit dem Preis des Bundespräsidenten Johannes Rau für eine außergewöhnliche Arbeit - EUR 1.700:
Felix Kahlhöfer (18), 40489 Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen, Das Thema: Chaos mit Tischtennisbällen - Grenzverhalten und Attraktoren des chaotischen Hüpfballs

Bundessieger mit dem Preis des Bundeskanzlers Gerhard Schröder für das originellste Projekt - EUR 1.700:
Manuel Stiehl (17), 64347 Griesheim; Hessen; Julian Arz (18), 64342 Seeheim-Jugenheim; Sebastian Bartenbach (18), 64319 Pfungstadt Das Thema: Millionäre tippen anders - Gewinnoptimierung durch Hochquotentipps im Zahlenlotto 6 aus 49

Bundessieger mit dem DFG-Preis für die beste Interdisziplinäre Arbeit - EUR 1.500:
Meike Spiess (17), 53894 Mechernich, Nordrhein-Westfalen; Benedikt Lorbach (19), Brunnenstr. 40, 53902 Bad Münstereifel; Moritz Plötzing (18), 53881 Euskirchen; Das Thema: Spinnweben aus Kohlenstoff Nanoröhrchen

Rainer Thumann | Stiftung Jugend forscht e.V.
Weitere Informationen:
http://www.jugend-forscht.de

Weitere Berichte zu: Bundeswettbewerb

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz