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Biomaterialbanken: "Ein Stück von mir" für die Forschung? - Thema auf der BioPerspectives

29.04.2004


Vortragsreihe und öffentliche Podiumsdiskussion auf der BioPerspectives


am Donnerstag, 6. Mai 2004, ab 14.00 Uhr in Wiesbaden, Rhein-Main-Hallen


Körpermaterialien wie Blut oder Gewebe werden seit langem routinemäßig zur Diagnose von Erkrankungen analysiert. Mit den modernen Methoden der Genomforschung lassen sich solche Proben nutzen, um wesentlich mehr Information über Ursache und Verlauf von Krankheiten zu gewinnen: Verknüpft mit der klassischen Histologie und dem klinischen Krankheitsverlauf, können sie den Mechanismus der Krankheitsentstehung auf zellulärer und molekularer Ebene entschlüsseln. Daraus ergeben sich zahllose Ansatzpunkte für neue Methoden der Prävention, Diagnose und Therapie, aber auch die Notwendigkeit, den Schutz der Probenspender umfassend zu gewährleisten.

Biomaterialbanken sind eine "wichtige Ressource zur Aufklärung der Ursachen und Mechanismen von zahlreichen Krankheiten, insbesondere von solchen, die in der Bevölkerung weit verbreitet sind", wie am 17. März dieses Jahres auch der Nationale Ethikrat feststellte. Den Zugang zu solchen Banken behindern in Deutschland derzeit etliche Einschränkungen; ein erheblicher Engpass für die medizinische Forschung ist die Folge. Der Nationale Ethikrat schlägt eine Reihe von Regelungen vor, die diesen Engpass zukünftig bei der Anlage von Biobanken beheben sollen. Der Zugang zu den wertvollen, an vielen Kliniken existierenden Gewebesammlungen bleibt für die moderne Genomforschung jedoch weiterhin sehr erschwert.


Die Probleme um den Zugang zu Gewebebanken und den Schutz der Spender sind Thema der Podiumsdiskussion "Biomaterialbanken für die molekularmedizinische Forschung: Pro und Contra",
am 6. Mai von 16.00 bis 17.30 Uhr in Wiesbaden.

Moderation:
Frau Dr. Regina Oehler, Hessischer Rundfunk, Wissenschaftsredaktion

Podiumsteilnehmer:
Frau Irmi Gallmeier, Vorstandsmitglied der Stiftung PATH ("Patients Tumor Bank of Hope"), Augsburg
Frau Dr. Katrin Grüber, Leiterin des Instituts Mensch, Ethik, Wissenschaft (IMEW), Berlin
Prof. Dr. Heinz Höfler, Direktor des Instituts für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie, TU München
Prof. Dr. Christian Rittner, Vorstandsmitglied des AK medizinischer Ethikkommissionen, Institut für Rechtsmedizin der Universität Mainz
Prof. Dr. Kurt Zatloukal, Betreiber einer Gewebebank / Institut für Pathologie der Universität Graz

Der Podiumsdiskussion gehen am selben Ort drei Fachvorträge voraus, die für ein breite Öffentlichkeit interessant sind:

Chair:
Prof. Dr. Klaus-Peter Koller, Aventis Pharma Deutschland GmbH

14.00 - 14.30 h:
Prof. Dr. Heinz Höfler, TU München:
Molekulare Pathologie als Schlüssel zu neuen Therapien

14.30 - 15.00 h:
Prof. Dr. Paul Burton, University of Leicester, UK:
Die Nationale Biobank Großbritanniens / UK Biobank (in englischer Sprache)

15.00 - 15.30 h:
Prof. Dr. Christian Rittner, Universität Mainz:
Patienten - Information und -Einverständnis:
Unterwegs zu einer Regelung für Deutschland


Weitere Informationen:
Dr. Christina Schröder
Verein zur Förderung der Humangenomforschung e.V.
Industriepark Höchst, 65926 Frankfurt
Tel. 069/907 459 40; Fax 069/907 459 55
e-Mail: ch.schroeder@fvdhgp.de


Die BioPerspectives organisieren dreizehn Fachgesellschaften und Organisationen vom 4. bis 6. Mai 2004 in den Rhein-Main-Hallen Wiesbaden. Durch die gemeinsame Biotechnologie-Großveranstaltung erschließen sich der deutschen Biotechnologie neue Synergien. Sie bietet ein interessantes Tagungsprogramm und eine umfangreiche Ausstellung, in der sich zahlreiche Firmen der Biotech-Branche präsentieren.

Dr. Christine Dillmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.bioperspectives.org
http://www.dechema.de
http://www.fvdhgp.de

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