Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zehntes Internationales Symposium für Experimental Mineralogy, Petrology and Geochemistry (EMPG X)

02.04.2004


Biomineralisation, vulkanische Prozesse, neue technologische Methoden bis hin zu Impakten von Meteoriten und deren klimatischen Folgen sind nur einige der Fragestellungen und Themen, die im Rahmen des 10. Symposiums für Experimentelle Mineralogie, Petrologie und Geochemie vom 4. bis 7. April an der Universität Frankfurt diskutiert werden.



So spielen Bakterien eine entscheidende Rolle bei der Ausscheidung von Mineralen aus wässerigen Lösungen und nicht, wie bisher vermutet, die Redoxbedingungen und der Säuregrad. Der wichtigste Schritt dabei ist die Adsorption (=Anlagerungen) von Metallen an den Zellwänden der Bakterien. Lebewesen beeinflussen also wesentlich die Mineralbildung. Andere Wissenschaftler erzeugen in ihren Experimenten mit hochexplosiven Geschossen Bedingungen, die denen des Aufpralls eines Meteoriten auf die Erde entsprechen. Damit untersuchen sie das Zersetzungsverhalten von Anhydrit, einem Kalziumsulfat, bei einem solchen Aufprall, d.h. sie ermitteln, wann und bei welchen Bedingungen aus Anhydrit SOx Gase entstehen, die mitverantwortlich für das Aussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit sein können.

... mehr zu:
»Meteoriten »Petrologie


Mit Experimenten bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt wurde in Diamantstempelzellen erstmals die Entstehung von Ionenspuren in festen Substanzen bei hohen Drucken untersucht. Dabei ging es um die bessere Quantifizierung eines bereits etablierten geologischen Werkzeugs zur Altersbestimmung. Im Zuge dieser Experimente fand man heraus, dass bei der Schwerionenbestrahlung völlig neue Mineralphasen im Nanobereich entstehen, die das Potenzial zur Herstellung neuartiger Materialien in der Nanotechnologie besitzen.

Knapp 270 Teilnehmer, unter anderem aus Australien, China, Japan, Iran, Korea, Russland, Südafrika und den USA, die sich vor allem mit der Simulation von Prozessen im Erdinneren, also bei hohen Drucken und Temperaturen, beschäftigen, präsentieren diese und andere Erkenntnisse auf dem Feld der experimentellen Disziplinen in den Geowissenschaften.

Die Tagung, die unter der Leitung von Prof. Gerhard Brey, Institut für Mineralogie, steht, wurde vor 20 Jahren auf Initiative einiger weniger europäischer Geoinstitute ins Leben gerufen und hat sich unterdessen zu einem Forum mit weltweiter Bedeutung entwickelt. Seither haben sich auch die Untersuchungs- und Arbeitsmethoden wesentlich weiter entwickelt. Nach wie vor müssen völlig neue Technologien und Materialien entwickelt werden - schließlich herrschen an der Grenze des Erdmantels zum Erdkern in 2.900 km Tiefe ein Druck von ca. 1,3 Mbar (ca. 1 300 000 atm) und Temperaturen von etwa 4500°C.

Kontakt:

Prof. Gerhard Brey
Geochemie und Petrologie
Mineralogisches Institut der Universität
Senckenberganlage 28; 60325 Frankfurt
Tel.: 069-798-28602; Fax: -28066
E-Mail: brey@em.uni-frankfurt.de

Dr. Heidi Höfer
Geochemie und Petrologie
Mineralogisches Institut der Universität
Senckenberganlage 28; 60325 Frankfurt
Tel.: 069-798 22549; Fax: -28066
E-Mail: hoefer@em.uni-frankfurt.de

Dr. Ralf Breyer | idw
Weitere Informationen:
http://www.empgx.uni-frankfurt.de so wie www.uni-frankfurt.de/fb11/IMIN/petro/de_petro

Weitere Berichte zu: Meteoriten Petrologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

nachricht Über Raum, Zeit und Materie
22.03.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie