Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

24. Osnabrücker Umweltgespräch im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK)

05.02.2004


Schadstoffe vermeiden - Umweltschutz in Produktion integrieren



Textilien umgeben uns überall: Ob Pullover, Bettwäsche oder Gardinen - all diese Stoffe haben einen langen Produktionsprozess hinter sich, bei dem an vielen Stellen für die Umwelt belastende Substanzen eingesetzt werden. Doch wie lassen sich Schadstoffe in der Textilindustrie verringern oder gar vermeiden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des 24. Osnabrücker Umweltgesprächs, das heute im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) stattfindet. Fachleute aus dem gesamten Bundesgebiet berichten über den aktuellen Stand ihrer praxisnahen Studien, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und der DBU gefördert werden. "Die Experten präsentieren Lösungen, wie sich der Umweltschutz in die Textilproduktion einbinden lässt", sagt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. "Besonders erfreulich ist, dass zwei Drittel der 115 Teilnehmer aus der Wirtschaft kommen. Sie wollen nicht nur wissen, wie sich Abfälle vermeiden und Ressourcen wie etwa Wasser sparen lassen, sondern umfassende Systemlösungen kennen lernen, die schon bei der Auswahl der Einsatzstoffe beginnen."



Das Problem: Farbüberschüsse Beispiel Färben: Bislang wurde die Menge der Farbrezeptur vor dem Färben berechnet. Weil sich Stoffbahnen jedoch von Meter zu Meter unterscheiden und mal mehr, mal weniger Farbe aufnehmen, muss zur Sicherheit stets mehr von der Rezeptur angesetzt werden. Oft bleibt deshalb etwas übrig - und muss entsorgt werden. Außerdem wird viel Wasser benötigt, um die Farbreste aus den Maschinen und Farbbehältern zu spülen.

Die Lösung: Bedarfsgenaue Dosierung
Die Krefelder Firma Küsters hat dies geändert. Mit DBU-Förderung von rund 85.000 Euro hat sie ein Verfahren entwickelt, mit dem die dem Bedarf angepasste Dosierung der Farbrezeptur automatisch während des Färbens erfolgt. Das Ergebnis: Farbreste werden vermieden, Wasser gespart.

"Gutes Beispiel für Umweltentlastungspotenziale"Inzwischen wird das Dosierverfahren auch außerhalb der Textilbranche eingesetzt. "Dies ist ein gutes Beispiel, wie modellhafte Innovationen im betrieblichen Umweltschutz neue Umweltentlastungspotenziale erschließen", so Brickwedde.

Astrid Deilmann, | DBU
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de

Weitere Berichte zu: Umweltgespräch Umweltkommunikation ZUK

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Technologievorsprung durch Textiltechnik
17.11.2017 | Technische Universität Chemnitz

nachricht Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS
17.11.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte