Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

HEyeWall - Perfect Pictures for New Business Solutions

04.02.2004


Fraunhofer IGD zeigt weltweit einzigartiges Präsentations-System


Designer und Ingenieure entwerfen Fahrzeuge im digitalen Raum



Die europäische Weltraumsonde "Mars Express" sendet gestochen scharfe dreidimensionale Bilder und Videosequenzen vom Roten Planeten, Designer und Ingenieure entwerfen neue Fahrzeuge bis ins Detail gemeinsam am Computer, Hochleistungsrechner ermöglichen immer aufwändigere Simulationen von Verkehrsströmen bis zu Tunnelbränden. Doch existierten bisher keine großformatigen Displays und andere Präsentations-Systeme, um diese hochkomplexen dreidimensionalen Objekte und Räume in sehr hoher Auflösung wiederzugeben und damit bis ins kleinste Detail zu visualisieren.



Brillante Bilder und die perfekte Illusion in der dritten Dimension sind weltweit erstmals auf der so genannten HEyeWall zu sehen. Das neue marktreife, vielseitig einsetzbare System haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD gemeinsam mit der Firma I.S.I. entwickelt. "Wir haben ein Display realisiert, dessen Auflösung über der Auflösung des menschlichen Auges liegt und plastisches Sehen in bislang unbekannter Qualität er-möglicht", erläutert Dr. Christian Knöpfle, der Leiter des Projektes. Musste der Betrachter bislang direkt vor der Leinwand unscharfe Konturen, einzelne Bildrasterpunkte und verschwommene Farben in Kauf nehmen, könne er nun mit dem neuartigen System von jeder Position aus Details ansehen, die eine bislang einmalige fotorealistische Brillanz in Tiefenschärfe und Farbe besitzen. Die HEyeWall bietet eine Auflösung von 18 Megapixeln und die Wiedergabe stereoskopischer Bilder erzeugt beim Betrachter einen dreidimensionalen Raumeindruck. Damit ergeben sich völlig neue Potenziale, um sehr schnell und unkompliziert Produkte, Prozesse und Verfahren detailgetreu und in Echtzeit darzustellen.

Das Fraunhofer IGD zeigt die HEyeWall erstmalig im Rahmen des

HEyeWall Day 2004
Zeit: Mittwoch, 3. März 2004, 10:00 bis 15:30 Uhr
Ort: Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, Fraunhoferstraße 5, 64283 Darmstadt

Interessierte aus Wirtschaft, Industrie und Medien erhalten einen Überblick zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die das neu entwickelte Projektionssystem bietet: von der Visualisierung komplexer Informationen - unter anderem zu Öl- und Gasvorkommen - über die effiziente Planung von Rettungseinsätzen oder der Analyse und Auswertung von Satellitenbildern bis zum interaktiven Spaziergang durch die virtuellen Räume einer gotischen Kathedrale. Namhafte Referenten aus renommierten Unter-nehmen zeigen auf, für welche Anwendungen sich hochauflösende Displays nutzbringend einsetzen lassen, beispielsweise für innovative Prozesse in Produktdesign und -entwicklung, für mehr Sicherheit in der Flugüberwachung oder für die hohen An-forderungen der Weltraumforschung. In einer begleitenden Aus-stellung präsentieren das Fraunhofer IGD und weitere Institutionen ihre neuen Lösungen für unterschiedliche Branchen in perfekten Bildern auf der HEyeWall und zeigen, dass sich bestehende Anwendungen und Programme problemlos integrieren lassen.

Zukunftsweisende Technik

So kompliziert und aufwändig die technische Umsetzung der Idee ist, so einfach und genial ist das Prinzip der HEyeWall: Zwei Standard-Projektoren und zwei handelsübliche PCs sorgen auf einer rechteckigen Teilfläche des Gesamtbildes für eine herausragende Bildschärfe und Farbwiedergabe. Ob mono- oder stereoskopische Darstellung, beides ist möglich. In Darmstadt ist die raumhohe Leinwand fünf Meter breit. Jeweils 48 Projektoren und PCs, aufgereiht im Stahlgestell einen Meter hinter der Wand, sorgen für perfekte Bildqualität - die Auflösung er-reicht hier 6144 x 3072 Pixel. Vielfältige Größen und Formen sind möglich, da das System modular aufgebaut ist. "Das Fraunhofer IGD hat mit der HEyeWall eine neue Dimension der Cluster-Projektion und der Farbkalibrierung erreicht", betont Christian Knöpfle und ergänzt: "Wir haben eine Software entwickelt, die Farbunterschiede zwischen den Projektoren ab-gleicht. Gleichzeitig fügen sich die Einzelbilder nahtlos zu einer perfekten Gesamtszene zusammen." Damit einzelne Rechner den jeweils richtigen Bildausschnitt zeigen, synchronisiert eine spezifische OpenSG-Software den PC-Cluster. Die Kunden können vorhandene Entwicklungsumgebungen und Programme für ihre Vorstudien, Produkte oder Prozesse nutzen und diese problemlos auf der HEyeWall in Echtzeit darstellen.

Breites Anwendungsspektrum

Alle Branchen, so Knöpfle, deren Anwendungen auf komplexen Daten oder Objekten basieren und diese zukünftig in hoher Auf-lösung darstellen wollen, können solch ein Hochleistungs-Display erfolgreich einsetzen. Somit ist die HEyeWall nicht nur für Konzerne oder Forschungsinstitute interessant, auch für kleine und mittlere Unternehmen ist dieses System als Einstieg in die Technik der Virtuellen Realität finanzierbar. Denn die Investition zahlt sich aus: Beispielsweise können Designer und Produktentwickler mit dem 3D-Display früh Fehler im Detail erkennen, Ar-chitekten und Städteplanern ist es erstmals möglich hochkomplexe Stadtmodelle in 3D detailgenau und in Echtzeit zu visualisieren, Geologen haben ein Werkzeug, um zielgerichtet Bohrpläne für Öl- und Gasvorkommen zu erstellen und viele Branchen können ihre spezifischen Computersimulationen in allen Details visualisieren. Oder Fachleute können effektive Sicherheitsmaßnahmen in Unternehmen, öffentlichen Bereichen bis hin zur Flug-überwachung detailliert ausarbeiten. Das Entwicklerteam der HEyeWall - ein Wortspiel der Schlüsselbegriffe High und Eye - hat das neue System zum Patent angemeldet.

Ende Februar besteht für Journalisten die Möglichkeit, sich vorab im Rahmen eines Medientermins in Darmstadt über die einzigartige Projektionstechnik und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten zu informieren.

Die Teilnahme an der Veranstaltung und dem oben genannten Medientermin ist kostenfrei, allerdings ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Wir möchten Sie daher bitten, sich bis zum 18. Februar per Fax (06151/155-446), per E-Mail (Bernad.Lukacin@igd.fraunhofer.de) oder telefonisch (06151/155-146) anzumelden. Unter dieser Kontaktadresse erhalten Sie auch weitere Informationen und können Bildmaterial anfordern.

Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Christian Knöpfle
Dr.-Ing. Didier Stricker
Fraunhofer IGD Darmstadt
Telefon +49 ( 0) 6151 / 155-122
Telefax +49 ( 0) 6151 / 155-196
christian.knoepfle@igd.fraunhofer.de
didier.stricker@igd.fraunhofer.de

Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.heyewall.de

Weitere Berichte zu: Graphische Datenverarbeitung HEyeWall

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft
24.04.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg
24.04.2017 | Hochschule Mannheim - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.

24.04.2017 | Förderungen Preise

Konfetti im Gehirn: Steuerung wichtiger Immunzellen bei Hirnkrankheiten geklärt

24.04.2017 | Medizin Gesundheit

Ergonomie am Arbeitsplatz: Kamera erkennt ungesunde Bewegungen

24.04.2017 | Informationstechnologie