Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tagung zum Thema "Neue Medien und Bildung"

21.01.2004


Medien schaffen neue Realitäten. Sie verändern unsere Wahrnehmung und liefern erlebbare Bestandteile unserer Alltagswirklichkeit. Sie sind nicht - wie man früher annahm - nur Träger von Botschaften. Diese Zusammenhänge und ihre Konsequenzen für die Bildung will am Donnerstag, den 29. Januar 2004 eine eintägige Tagung an der Universität Hannover beleuchten.

"Die Bilder der Medien beherrschen unseren Alltag und verändern unsere Wahrnehmung", erzählt die Organisatorin Gertrud Schrader, von der Abteilung Bildende Kunst/Visuelle Medien des Instituts für Ästhetische Bildung. Sie ist selbst Medienkünstlerin und spricht aus Erfahrung: "Als ich vor zehn Jahren in einer Installation Ultraschallbilder verwendet habe, wussten nur Eltern mit kleinen Kindern etwas damit anzufangen - sie kannten sie aus den Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft. Heute hat fast jeder solche Bilder schon einmal gesehen", erläutert sie die Veränderungen. Unsere Wahrnehmung unseres Körpers hat sich auch dadurch geändert: Von einem mechanischen Gebilde zu einem Organismus, der vom Informationsaustausch lebt.

Drei jeweils dreistündigen Workshops bieten Einblicke in die Themen "Strukturen der Medien und der Bildung", "Medien-Kunst-Körper" und "Gendermainstreaming und digitale Medien". Was nehmen wir wahr? Woher kommen unsere Bilder und Vorstellungen? Was ist das besondere an der digitalen Interaktivität? Wie können digitale Lernmedien eingesetzt werden? Diese und ähnliche Fragen stellen die Dozenten von der Universität Bremen, der Universität Hannover und der Bauhaus-Universität Weimar. Höhepunkt der Tagung ist um 16.00 Uhr die Podiumsdiskussion mit Joseph Weizenbaum, Informatik-Professor am Massachusetts Institut of Technology (MIT). Weizenbaum ist bekannt für seine Kritik der unreflektierten Computereuphorie, die er in seinem Buch "Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft" formuliert hat.

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende und an alle, die mit visuellen Medien arbeiten. Das vollständige Tagungsprogramm kann im Internet abgerufen werden. Anmelden kann man sich telefonisch unter 0511/762-19107 oder per E-Mail unter k.eggers@zew.uni-hannover.de.

Dr. Stefanie Beier | Universität Hannover
Weitere Informationen:
http://www.erz.uni-hannover.de

Weitere Berichte zu: Wahrnehmung Weizenbaum

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme
24.01.2017 | Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

nachricht Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt
23.01.2017 | Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikro-U-Boote für den Magen

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Echoortung - Lernen, den Raum zu hören

24.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

RWI/ISL-Containerumschlag-Index beendet das Jahr 2016 mit Rekordwert

24.01.2017 | Wirtschaft Finanzen