Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sensortechnik in Erbsengröße

16.01.2004


Erster Europäischer Workshop zu Drahtlosen Sensornetzwerken



Drahtlose Sensoren steuern Roboter oder regeln Heizung und Lüftung in Gebäuden. In Zukunft sollen Sensornetze noch viel mehr können, kleiner und auch preiswerter werden. Die Funktionen von Sensorik, Daten-erarbeitung und drahtloser Kommunikation sollen in erbsengroßen "Sensorknoten" vereint werden.

... mehr zu:
»Sensornetz »Sensortechnik


Über neue Möglichkeiten und Lösungen dieser neuen, im Entstehen begriffenen Technologie diskutieren auf dem "1st European Workshop on Wireless Sensor Networks" (EWSN) über 120 international führende Experten aus der Mikroelektronik, Mechatronik, Nachrichtenverarbeitung und -übertragung und insbesondere Kommunikationsnetze. Der Workshop wird von Prof. Adam Wolisz und Dr. Holger Karl vom Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin und Dr. Andreas Willig vom Hasso-Plattner-Institut der Universität Potsdam organisiert.

Sie sind dazu herzlich eingeladen:

Zeit: 19. bis 21. Januar 2004, ab 9.00 Uhr
Ort: Ernst-Reuter-Haus, Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin

Das detaillierte Workshop-Programm erhalten Sie unter http://www.ewsn.org.

Traditioneller Weise werden Mess- und Regelaufgaben zur Steuerung von Gebäudetechnik oder in der Bürokommunikation durch einfache Sensoren erledigt, die durch Kabel mit einer zentralen Leitstelle verbunden sind. Die Verkabelung verursacht jedoch hohe Kosten und begrenzt die Flexibilität der zu steuernden Systeme. Zum Beispiel ist es schwierig, mobile Geräte zu überwachen.

An dieser Stelle setzen die neuartigen "drahtlosen Sensornetze" an: Sensoren werden mit einfachen Rechnern verbunden und mit der Fähigkeit zur drahtlosen Kommunikation ausgestattet. Dadurch erschließen sich neue Anwendungsgebiete: Gebäudeautomatisierung, Überwachung von Industrieanlagen, Datensammlung im Umweltschutz, in der Logistik oder auch im Gesundheitswesen.

Ein Beispiel: Kranke Menschen könnten mit einem Sensor-Armband ausgestattet werden, das ihren Gesundheitszustand laufend überwacht, auswertet und gegebenenfalls Alarm schlägt. Zusätzlich zu herkömmlichen Sensoren ist in drahtlosen Sensornetzen die Kooperation der Sensoren untereinander eine wesentliche Innovation: die Sensoren könnten zum Beispiel im Notfall die Position des Kranken genau lokalisieren und die Sanitäter zu ihm leiten.

Allerdings sind noch einige Forschungsfragen offen: Wie kann die Langlebigkeit und Funktionsfähigkeit eines Netzwerkes gesichert werden, wenn einzelne Komponenten ausfallen? Wie kann die Zusammenarbeit von Sensornetzwerken organisiert werden? Wie kann ein Sensor mit dem begrenztem Energievorrat einer Batte-rie auskommen? Wie können die Sensoren, die zur Zeit noch die Größe einiger Münzen haben, weiter ver-kleinert werden, je nach Applikation bis auf die Größe etwa einer Erbse? Zudem wollen die Wissenschaftler diskutieren, wie die Kosten von zur Zeit 80 bis 100 Euro für Forschungsprototypen auf einige wenige Euro gesenkt werden können.

An der TU Berlin besteht seit einigen Jahren ein Forschungsschwerpunkt auf dem Gebiet der drahtlosen Sensortechnik. Insbesondere das Fachgebiet Telekommunikationsnetze ist an interdisziplinären und interna-tionalen Forschungsprojekten beteiligt. In dem von der Europäischen Union geförderten Forschungsprojekt EYES (Energy-Efficient sensor networks) wird an einer energieeffizienten Organisation von Sensornetzen gearbeitet. Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IZM und FOKUS sowie dem Ferdinand-Braun-Institut forschen die TU-Wissenschaftler im BMBF-Projekt "Autarke verteilte Mikrosysteme" (AVM) an sich selbst konfigurierenden Sensornetzwerken.


Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne Professor Adam Wolisz und Dr. Holger Karl, Institut für Tele-kommunikationssysteme, Fachgebiet Telekommunikationsnetze, Tel.: 030/314-23819 / -23826, Fax: 030/314-23818, E-Mail: awo@ieee.org und hkarl@ieee.org

Ramona Ehret | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2004/pi12.htm
http://www.ewsn.org

Weitere Berichte zu: Sensornetz Sensortechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018
20.06.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung
19.06.2018 | Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Im Focus: Überdosis Calcium

Nanokristalle beeinflussen die Differenzierung von Stammzellen während der Knochenbildung

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Freiburg und Basel haben einen Hauptschalter für die Regeneration von Knochengewebe identifiziert....

Im Focus: Overdosing on Calcium

Nano crystals impact stem cell fate during bone formation

Scientists from the University of Freiburg and the University of Basel identified a master regulator for bone regeneration. Prasad Shastri, Professor of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

Hengstberger-Symposium zur Sternentstehung

19.06.2018 | Veranstaltungen

LymphomKompetenz KOMPAKT: Neues vom EHA2018

19.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Breitbandservices von DNS:NET erweitert

20.06.2018 | Unternehmensmeldung

Mit Parasiten infizierte Stichlinge beeinflussen Verhalten gesunder Artgenossen

20.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics