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Weihnachtsgeschenk erster Klasse für Mainzer Forscher

17.12.2003



Am 18.12. 2003 erhält Prof. Dr. Gerhard Wegner, Mitbegründer des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz, das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse für seine herausragenden Verdienste für die Wissenschaft. Die Verleihung findet im Rahmen einer Feier am MPI-P statt.


Das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) ist das weltweit führende Zentrum der Forschung über neue Materialien aus Polymeren. Über 400 Mitarbeiter aus dem In- und Ausland arbeiten mit dem Ziel der Herstellung und Eignung von Polymeren für neue Felder der Anwendung in Biomedizin, Elektronik, für den Fahrzeugbau und als Verpackungsmaterialien.

Prof. Gerhard Wegner (Jahrgang 1940) ist einer der beiden Gründungsdirektoren dieses Instituts. Es wurde vor 20 Jahren zunächst behelfsmäßig in Gebäuden der Universität Mainz untergebracht.Heute befindet sich das Institut im eigenen Gebäude am Eingang des Universitäts-Campus an der Koblenzer Straße.


Nach seiner Promotion an der Mainzer Uni im Jahre 1965, ging Herr Wegner 1966 in die USA, wo er an der Yale Universität zwei Jahre lang forschte. Nach seiner Rückkehr arbeitete er am Institut für Physikalische Chemie der Universität Mainz mit Prof. E. W. Fischer, seinem späteren Kollegen im MPI-P.1974 folgte er einem Ruf der Universität Freiburg, wo er den angesehensten Lehrstuhl für Makromolekulare Chemie in Deutschland bis 1984 inne hatte, um nach seiner Rückkehr nach Mainz zusammen mit Prof. Fischer ab Juni 1984 das Max-Planck-Institut für Polymerforschung aufzubauen.

Die Ausbildung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stand für Herrn Wegner seit jeher an erster Stelle. In über 30 Jahren baute Prof. Wegner ein weltweites Netzwerk von Kooperationen mit zahlreichen Partnern in Industrie und Wissenschaft auf. Im Zuge der Globalisierung gelang es ihm, intensive Kontakte nach China aufzubauen; er ist Vorsitzender des China-Koordinierungsausschusses der Max-Planck-Gesellschaft.

Prof. Wegner ist Sprecher der International Max Planck Research School for Polymer Science, die sich dem Training für Doktoranden aus dem In- und Ausland in Kooperation mit führenden ausländischen Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Polymerforschung verschrieben hat. Seine über 450 wissenschaftlichen Publikationen beschäftigen sich mit neuartigen Strukturen von Makromolekülen als Bausteine von Werkstoffen für neue Technologien. Gerhard Wegner war Vorsitzender der Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion (1991 bis 1994) und Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft (1996 bis 2000). Er war mehrfach Geschäftsführender Direktor am MPI-P. Darüber hinaus hatte er entscheidenden Anteil am Aufbau mehrerer Max-Planck-Institute in den neuen Bundesländern. Für seine Arbeit auf dem Gebiet der Polymerforschung erhielt Wegner zahlreiche Preise im In- und Ausland; u.a. die von der Gesellschaft deutscher Chemiker (GdCh) verliehene Herrmann-Staudinger-Medaille sowie Ehrungen der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft und der Japanischen Gesellschaft für Polymere.Derzeit leitet Professor Wegner am MPI-P den Arbeitskreis Festkörperforschung der Polymere, der rund 60 Mitarbeiter umfasst.Am Donnerstag, dem 18.12.2003, erhält Herr Wegner um 16.00 Uhr im Rahmen einer Feier des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung vom Wissenschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz, E. Jürgen Zöllner, das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse.Gerhard Wegner ist verheiratet und hat vier Kinder. In seiner Freizeit wandert er mit seiner Frau gern im Rheingau, in Rheinhessen, der Pfalz und wo immer guter Wein wächst.

Babette Knauer | idw
Weitere Informationen:
http://www.innovations-report.de/html/profile/profil-519.html

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