Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Klimafolgeschäden 2003: 60 Mrd. Dollar

11.12.2003


Experten warnen vor Zunahme der Katastrophen



Die Naturkatastrophen des Jahres 2003 haben Experten beim derzeit stattfindenden Klimagipfel in Mailand mit 60 Mrd. Dollar angegeben, berichtet BBC-Online heute, Donnerstag. UNEP-Generaldirektor Klaus Töpfer bezeichnet die globale Erwärmung als Realität, die Menschen wie auch der Wirtschaft große Schäden zufügt. Dagegen bezeichnet US-Senator James Inhofe die globale Erwärmung als größten Unfug der Welt und teilt damit die Meinung des US-Kongresses.



Düstere Zahlen präsentierte die Münchner Rück, eine der größten Rückversicherungsgesellschaften. Allein den Schaden für die Landwirtschaft in Europa durch die lang anhaltende heiße Trockenperiode in diesem Sommer bezifferte das Unternehmen mit zehn Mrd. Dollar. 20.000 Menschen sind an den Folgen der Hitze in diesem Sommer gestorben. Weitere Umweltereignisse, die der Volkswirtschaft extreme Kosten gebracht haben, waren die Überflutungen in China mit acht Mrd. Dollar und die Tornados im mittleren Westen der USA, die rund drei Mrd. Dollar Versicherungsschäden verursachten. Experten warnten in Mailand davor, dass Naturkatastrophen in Zukunft noch häufiger auftreten werden. Chinas Chefdelegierter bei der Konferenz in Mailand meinte, dass die Katastrophen aber Entwicklungsländer wesentlich härter treffen als Industrienationen. Auswirkungen sind bereits jetzt deutlich zu spüren.

Der US-Kongress sieht im Klimaschutz wesentliche Unvereinbarkeiten mit Grundwerten wie der persönlichen Freiheit, des Wohlstands und der Entwicklung der gesamten Umweltpolitik der USA. Mitglieder der republikanischen Partei stehen den Äußerungen der Wissenschaftler in Themen der globalen Erwärmung jedenfalls extrem kritisch gegenüber. Wenn Industrieanlagen-Betreiber nämlich dazu angehalten werden, Emissionen zu reduzieren, führt dies nach Ansicht der Partei zu deutlichen Verlusten von Wählerstimmen, da die Amerikaner darin eine Reduktion der Produktivität, steigende Arbeitslosigkeit und eine Verteuerung der Energiekosten sehen.

Knapp vor dem Ende der Klimakonferenz besteht auch immer noch Hoffnung darauf, dass Russland das Kyoto-Protokoll ratifiziert, urteilen Experten. Russlands Beitritt wäre für das Vertragswerk überlebenswichtig. Bis Freitag, den 12. Dezember, dauert die Konferenz in Mailand noch an.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://unfccc.int

Weitere Berichte zu: Klimafolgeschaden Naturkatastrophe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF
13.12.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

nachricht Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert
13.12.2017 | Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Im Focus: Electromagnetic water cloak eliminates drag and wake

Detailed calculations show water cloaks are feasible with today's technology

Researchers have developed a water cloaking concept based on electromagnetic forces that could eliminate an object's wake, greatly reducing its drag while...

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Materialinnovationen 2018 – Werkstoff- und Materialforschungskonferenz des BMBF

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovativer Wasserbau im 21. Jahrhundert

13.12.2017 | Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine blühende Sternentstehungsregion

14.12.2017 | Physik Astronomie

Wasserstoffproduktion: Proteinumfeld macht Katalysator effizient

14.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie die Niere bei Wassermangel hochkonzentrierten Urin herstellt

14.12.2017 | Biowissenschaften Chemie