Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz zum globalen Monitoring für Umwelt und Sicherheit in Bonn eröffnet

19.11.2003


Die Bundesregierung unterstützt europäische Eigenständigkeit in Satelliten gestützter Beobachtung für Umwelt und Sicherheit

... mehr zu:
»ESA »GMES

Die Bundesregierung unterstützt die europäische Eigenständigkeit in Satelliten gestützter Beobachtung für Umwelt und Sicherheit. Die Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF), für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) haben heute in Bonn den Kongress "Global Monitoring for Environment and Security" (GMES) eröffnet. Mehr als 100 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bundes- und Landesbehörden sowie von verschiedenen Organisationen, die sich mit Entwicklungshilfe und Zivilschutz befassen, diskutieren auf der zweitägigen Konferenz die strategischen und politischen Perspektiven von GMES.

GMES ist nach dem Satellitennavigationssystem Galileo das zweite gemeinsame Projekt der Europäischen Kommission und der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA). Ziel ist, eine eigenständige europäische Beobachtungskapazität für globale Umwelt- und Sicherheitsfragen zu errichten. Anders als bei Galileo sollen auch Daten erfasst werden, die von Flugzeugen, Schiffen oder terrestrischen Messnetzen aufgenommen werden.


"Mit GMES kombinieren wir unterschiedliche Messsysteme für ein flächendeckendes europäisches Beobachtungssystem", sagte Wolf-Dieter Dudenhausen, Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Damit erhalte Europa jederzeit einen unabhängigen Zugang zu Umweltdaten, um auch bei Naturkatastrophen den Überblick zu behalten, so Dudenhausen in Bonn. "GMES ist ein schönes Beispiel, wie Raumfahrt von der reinen Forschung in die Anwendung überführt wird."

Margareta Wolf, Parlamentarische Staatssekretärin im BMU: "Globale Erdbeobachtung ist ein Kernelement der internationalen Umweltpolitik. Wir schaffen damit ein wirkungsvolles Instrument, um Gefahren frühzeitig zu erkennen und mögliche Umweltschäden zu verhindern. Mit dem Projekt wird ein europaweites Alarmsystem für Meeresverschmutzungen, Hochwasser- und Waldbrandrisiken installiert."

Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim BMVBW: "Es ist wichtig, dass wir unsere Erde besser kennen lernen. Die zukünftige globale Erdbeobachtung wird den Zustand des Planeten mit seinen Elementen Wasser, Boden und Atmosphäre sowie deren zeitliche Entwicklung beschreiben und uns helfen, wichtige Fragen der Umwelt und der Ökonomie genauer zu verstehen."

Rund 100 Millionen Euro stellt die Europäische Kommission im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms für den Aufbau von GMES zur Verfügung, die Europäische Raumfahrtagentur (ESA) weitere 83 Millionen Euro zur Verfügung. Davon kommen von der Bundesregierung rund 19 Millionen Euro. Die deutsche Industrie ist im Rahmen von Projektkonsortien in erheblichem Umfang am Aufbau der GMES-Dienste beteiligt. Als erste konkrete Dienste wurden europaweit die Routine-Überwachung von Waldgebieten, Flächenversiegelungen und Meeresverschmutzungen sowie Frühwarnsysteme für Hochwasser- und Waldbrandrisiken eingerichtet. Deutschland ist unter anderem an Projekten zur Beobachtung von Flächennutzungen beteiligt. Nach der Bonner GMES-Konferenz sollen im Frühjahr 2004 die Weichen für den weiteren Aufbau des eigenständigen Programms im Europäischen Parlament gestellt werden.

| bmbf
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: ESA GMES

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen