Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Winzige Assistenten im Operationssaal

18.09.2003


Bei der Behandlung ihrer Patienten werden Ärzte heute von einer Vielzahl winziger Assistenten unterstützt - von Mikrosystemen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit dem Förderkonzept "Mikrosystemtechnik 2000+" die Entwicklung in diesem Feld. Am 25. und 26. September stellen vier geförderte Projekte in Salzburg ihre neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet vor.



Mikrosysteme helfen, Krankenhausaufenthalte zu verkürzen oder ganz zu vermeiden. Für die Patienten erhöht sich die Lebensqualität und die Krankenkassen werden deutlich entlastet. Zu den heute schon am weitesten verbreiteten

... mehr zu:
»BMBF »Mikrosystemtechnik


Mikrosystemen für die Medizintechnik gehören die winzigen Instrumente, die bei Operationen mit der minimal-invasiven Therapie, auch "Schlüsselloch-Chirurgie" genannt, genutzt werden. Sie werden durch natürliche oder sehr kleine Körperöffnungen eingeführt und verursachen deshalb - wenn überhaupt - nur minimale Verletzungen. In der Regel kann der Patient schon kurz nach der Operation das Krankenhaus verlassen. Andere Mikrosysteme kommen bei der Gesundheitsüberwachung zum Einsatz. Am Körper des Patienten werden kleine Sensoren angebracht, die kontinuierlich die Blutdruck-, Augeninnendruck- oder Glukosewerte messen und über telemetrische Systeme die an den Arzt übermitteln. Der Patient kann dabei weiter in seiner gewohnten Umgebung leben.

Allein im Jahr 2002 stellte das BMBF für die Weiterentwicklung der Mikrosystemtechnik in Medizintechnik und Pharma 11,2 Mio. Euro zur Verfügung. Auf der Spezialsession "Mikrosysteme in der Biomedizinischen Technik" im Rahmen der Dreiländertagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizer Gesellschaften für Biomedizinische Technik präsentieren vier vom BMBF geförderte Verbundprojekte ihre aktuellen Ergebnisse. Vorgestellt wird Mikrosystemtechnik zum Einsatz in der minimal-invasiven endoskopassistierten Neurochirurgischen Operationstechnik, vom BMBF über drei Jahre gefördert mit 1,58 Mio. Euro, außerdem ein sogenanntes Konfokales Mikroendoskop, gefördert über 2,5 Jahre mit 1,2 Mio. Euro, sowie ein System zur Gesundheitsüberwachung mit mobilen Sensoren, das über 3,5 Jahre mit 3,3 Mio. Euro gefördert wird. Darüber hinaus stellt sich das über drei Jahre mit 2,3 Mio. Euro geförderte Kompetenzzentrum Minimal-Invasive Medizin und Technik Tübingen Tuttlingen MITT vor.

Die Tagung findet am 25. und 26. September im Konferenzzentrum St. Virgil in Salzburg statt.

Weitere Informationen gibt es beim Projektträger
VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Christine Weiß
Rheinstraße 10 B, 14513 Teltow
Telefon: 03328/435-184, Fax: - 105, E-Mail: weiss@vdivde-it.de

Wiebke Ehret | idw

Weitere Berichte zu: BMBF Mikrosystemtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe
23.02.2017 | Technische Hochschule Deggendorf

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie