Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"science + fiction" bei caesar

01.09.2003


Ausstellung der VolkswagenStiftung verbindet Wissenschaft und Kunst

... mehr zu:
»Volkswagenstiftung

"Zwischen Nanowelt und globaler Kultur" - so lautet das Motto der Ausstellung "science + fiction", die vom 30. August 2003 bis zum 4. Januar 2004 im Bonner Forschungszentrum caesar zu sehen ist. Das Projekt der VolkswagenStiftung ist zugleich Kunstausstellung und Wissensvermittlung: Künstler und Wissenschaftler wurden eingeladen, im Dialog miteinander zu Brennpunkten der gegenwärtigen Forschung zu arbeiten. Die Ausstellung kann bei caesar sonntags bis freitags jeweils von 12-18 Uhr besichtigt werden. Als Begleitveranstaltungen werden an vier Terminen Vorträge zu wissenschaftlichen Themen gehalten.

"science + fiction" rückt die kulturellen und gesellschaftlichen Voraussetzungen unseres Wissens ebenso in den Blickpunkt wie die wissenschaftliche Basis unserer Lebenswelt. Gezeigt werden Arbeiten der Münchener Künstlergruppe M+M, des Ars-Viva-Preisträgers Christoph Keller, des niederländischen Künstlers Joep van Lieshout, des Künstlerduos Christa Sommerer und Laurent Mignonneau und der Berliner Künstler Dellbrügge & de Moll. Eine Rahmeninstallation - das "Framework" - führt den Besucher mit wissenschaftlichen O-Tönen, Fundstücken, Science-Fiction-Figuren, Rap-Videos und Modellen durch die Themen der Ausstellung. Hinzu kommen Künstlerarbeiten von Ingo Günther, Peter Kogler und Ken Lum, mit denen die "Framework "-Installation unsere gesellschaftliche und wissenschaftliche Bilderwelt befragt.


M+M präsentieren die Science-Fiction-Installation "Gutes Morgen, Dr. Mad", in der die Wirklichkeiten des Labors (science) und die Mythen der Gesellschaft (fiction) miteinander in Dialog treten. Christoph Keller verbindet den Komplex der kulturellen Globalisierung und die Perspektive des wissenschaftlichen Films durch einen verspiegelten Campingbus auf ethnologischer Erkundungsfahrt. Das Atelier van Lieshout errichtet einen Hirnpavillon, der äußerlich die objektive wissenschaftliche Sicht der Hirnforschung darstellt und diese im Inneren mit van Lieshouts subjektivem Kosmos konfrontiert. Zum Thema Nanotechnologie haben Christa Sommerer und Laurent Mignonneau die Installation "Nano-Scape" entwickelt. Die Nano-Skulptur ist unsichtbar und nur über eine Force-Feedback-Technologie ertastbar. Einen Blick in die Zukunft der Wissenschaft ermöglichen Dellbrügge & de Moll mit ihren "Wild Cards". Mit dem Zukunftskartenspiel lassen sich Prognosen selbst kombinieren, wobei die "Wild Cards" unvorhersehbare Ereignisse enthalten, die den linearen Verlauf der Geschichte in eine andere Richtung lenken.

Die VolkswagenStiftung möchte anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums als Wissenschaftsförderer auch als "Öffentlichkeitsförderer" auftreten. Sie wagt den Versuch, ungeachtet der engen Grenzen des fachwissenschaftlichen Verstehens einen Austausch zwischen dem wissenden Forscher und dem interessierten Laien zu ermöglichen. Gerade in der Auseinandersetzung zwischen Wissenschaftlern und Künstlern mit Fragen, die uns alle berühren, sieht die Stiftung eine große Chance, auf neue Weise öffentliches Interesse für das tatsächliche Geschehen in unseren Forschungsstätten zu wecken und eine neue Begegnung von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu initiieren.

Das internationale Forschungszentrum caesar (center of advanced european studies and research) hat 1999 die Arbeit aufgenommen. Mit inzwischen 170 Mitarbeitern forschen interdisziplinäre Teams in den Bereichen Materialwissenschaften/Nanotechnologie, Medizintechnik und Biotechnologie. Forschung und industrielle Anwendung gehen Hand in Hand: caesar entwickelt innovative Produkte und Verfahren und unterstützt die Wissenschaftler bei Firmenausgründungen. Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft wurde auch im neuen caesar-Gebäude realisiert: Der Kölner Künstler Lutz Fritsch hat eine dreiteilige Skulptur geschaffen, die die vielen Zwischenschritte von der ersten Idee bis zum Forschungsergebnis symbolisiert.

Die Präsentation von "science + fiction" im Forschungszentrum caesar wird mit Unterstützung der Stiftung Kunst der Sparkasse Bonn realisiert.

Begleitveranstaltungen zu "science + fiction" bei caesar

Eine Reihe von Vorträgen ergänzt thematisch die Ausstellung der VolkswagenStiftung "science + fiction - zwischen Nanowelt und globaler Kultur", die vom 30. August 2003 bis 4. Januar 2004 im Bonner Forschungszentrum caesar zu sehen sein wird. Dazu sind alle Interessenten herzlich eingeladen.

19. September 2003, 19.00 Uhr
Professor Dr. Friedrich Hirzebruch, Max-Planck-Institut für Mathematik, Bonn
"Platonische und Archimedische Körper und Fußballmoleküle - Eulerscher Polyedersatz und Krümmung"

14. Oktober 2003, 19.00 Uhr
Professor Dr. Wilhelm Barthlott, Universität Bonn, Direktor des Botanischen Instituts, Abt. Systematik und Biodiversität
"Der Lotus-Effekt - biologische Grundlagenforschung und die Entwicklung neuer Werkstoffe"

11. November 2003, 19.00 Uhr
Professor Dr. Robert Huber, Max-Planck-Institut für Biochemie, Abteilung Strukturforschung, Martinsried
"Proteine und Strukturen am Schnittpunkt von Chemie, Physik und Biologie"

9. Dezember 2003, 19.00 Uhr
Professor Dr. Andreas Engel, Direktor des Instituts für Neurophysiologie und Pathophysiologie, Zentrum für Experimentelle Medizin, Universitätsklinik Eppendorf, Hamburg
"Wie entsteht Bewusstsein im Gehirn?"


Forschungszentrum caesar
Frau Francis Hugenroth
Ludwig-Erhard-Allee 2, 53175 Bonn
Telefon: 0228 / 96 56-135
Fax: 0228 / 96 56-111
E-Mail: hugenroth@caesar.de

VolkswagenStiftung
Herrn Dr. Christian Jung
Kastanienallee 35, 30519 Hannover
Telefon: 0511 / 83 81-380
Fax: 0511 / 83 81-344
E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

| caesar
Weitere Informationen:
http://www.caesar.de/pressroom
http://www.caesar.de
http://www.volkswagenstiftung.de

Weitere Berichte zu: Volkswagenstiftung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"
22.09.2017 | BusinessForum21

nachricht Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg
22.09.2017 | DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie