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Internationale Tagung "Mensch, Leben, Technik"

23.07.2003


Auf der Tagung sollen die "therapeutischen" Ansprüche der phänomenologischen Philosophie insbesondere auf ihre – sit venia verbo – "anthropologischen" Kompetenzen hin geprüft werden. Dies geschieht am besten dort, wo das herrschende Selbstverständnis des menschlichen Lebens und Denkens sich infolge signifikanter Konditionsverschiebungen aufzulösen droht.



Das ist angesichts der Herausforderungen des biologischen wie kulturellen Lebens durch rasante Entwicklungen der Bio- und Medizintechnik offenbar gegenwärtig der Fall. Die besagten Diskurse beherrschen die öffentlichen Debatten über "Können", "Sollen" und "Dürfen" menschlichen Handelns, und sie fordern zu einer erneuten Selbstverständigung über das menschliche Sein im Ganzen auf. Die damit verbundenen Fragen nach den ontologischen und epistemologischen Grundlagen ebenso wie nach den ethischen Grenzen der modernen Technik führen zuletzt auf das Problem einer prinzipiellen Klärung des Verhältnisses zwischen Leben und Technik.

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Methodische Grundfragen und sachorientierte Klärungskompetenz der Phänomenologie greifen bei dieser Diskussion ineinander. Die Tagungsbeiträge sollten dieses Verhältnis mit berücksichtigen. Sie können sich dazu aus dem Fundus des phänomenologisch schon Gefundenen und Gesagten bedienen, ohne jedoch die Herausforderung durch die aktuellen Paradigmen des menschlichen Selbstverständnisses historisierend zu überspielen. Diese Herausforderungen sind benennbar und sollen die Debatte demnach als Leitmotive nachhaltig prägen.

Vorschläge für Forschungsreferate zum Rahmenthema (von ca. 30 bis 35 Minuten Länge) in einer der geplanten Sektionen – 1. Leib, 2. Leben, 3. Lebenswelt, 4. Biologie, 5. Medizin, 6. Technik – werden gerne in Form eines aussagekräftigen Exposés entgegen genommen.

Die Exposés sollte den Umfang von 2 Seiten nicht überschreiten. Sie sollten bis spätestens 31. Oktober 2002 unter unten stehender Adresse eingegangen sein. Prüfung und Auswahl der Vorschläge werden voraussichtlich bis zum Jahresende erfolgen. Über das Ergebnis wird unmittelbar informiert.

Anschrift:

Prof. Dr. Karl-Heinz Lembeck
Universität Würzburg, Institut für Philosophie
Josef-Stangl-Platz 2, 97070 Würzburg
Tel. 0931-312851
E-mail: karl-heinz.lembeck@mail.uni-wuerzburg.de

| Universität Würzburg
Weitere Informationen:
http://www.phaenomenologische-forschung.de/pages/tagungen/wuerzburg2003.htm

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