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Titan - Metall der Götter

17.06.2003


Das Metall der Götter steht im Mittelpunkt der 10. Weltkonferenz Ti-2003. Wichtiger Bestandteil der weltweiten Titan-Forschungsaktivitäten ist die im 4-jährigen Rhythmus stattfindende Welt-Titankonferenz. Dieses Jahr ist Deutschland der Gastgeber. Experten aller Nationen kommen vom 13. - 18. Juli 2003 in Hamburg zusammen, um neue Entwicklungen zu präsentieren.



Im Jahre 1795 untersuchte ein deutscher Chemiker namens Martin Klaproth den Werkstoff Rutil näher und entdeckte dabei das Oxid eines unbekannten Elementes. Die griechische Mythologie half ihm, einen Namen zu finden. Er nannte das Element Titanium nach den ersten Kindern der Götter von Himmel und Erde, den Titanen.

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Heute denken wir an Weltraum-Raketen, teuren Schmuck, biegsame Brillen, medizinische Implantate, superleichte Golfschläger - die Assoziationen in Verbindung mit Titan sind vielfältig. Das Metall der Götter ist in der Tat aufgrund seiner Leichtigkeit und Beständigkeit zu Höherem berufen. Bereits die ersten Titanlegierungen, die Ende der 1940er Jahre entwickelt wurden, schrieben Luftfahrtgeschichte. Kein anderes Metall scheint besser geeignet für Leichtbau-Anwendungen in der Verkehrstechnik. Auch für die Bio-Medizintechnik ist Titan aufgrund seiner anti-allergischen und biokompatiblen Eigenschaften ideal.

Was Titanwerkstoffe so verschleißfest und körperverträglich macht, ist die Tatsache, dass die Oberfläche in Kontakt mit Sauerstoff aus Luft oder Wasser sofort eine feine Titanoxidschicht bildet. Diese Schicht umhüllt den Werkstoff schützend und macht ihn beständig gegen äußere Einflüsse.
Titan-Werkstoffe sind längst auch in Produkte des alltäglichen Lebens vorgedrungen. Titan findet hier vor allem in seiner oxidischen, ursprünglichen Form Verwendung. In der Farbindustrie wird es als Weißstoff oder Füllmaterial benutzt. Titanoxid kommt sogar in Zahnpasta vor.
Obwohl Titan mit 0,6% der in der Erdrinde enthaltenen Elemente zum vierthäufigsten Metall zählt, haftet ihm etwas Luxuriöses und Seltenes an. Dass namhafte Forscher aus aller Welt daran arbeiten, das Innovationspotenzial des Leichtmetalls für die Allgemeinheit zu erschließen, ist nur Wenigen bewusst. Dank der herausragenden positiven Eigenschaften wie Korrosions- und Temperaturbeständigkeit, geringe Dichte, hohe Festigkeit, sind innovativen Anwendungen heutzutage kaum Grenzen gesetzt.

Wichtiger Bestandteil der weltweiten Forschungsaktivitäten ist die im 4-jährigen Rhythmus stattfindende Welt-Titankonferenz. Organisiert wird sie im Wechsel von den sieben wichtigsten Ländern der Titan-Erzeugung bzw. -Verarbeitung: USA, Russland, Japan, Großbritannien, Frankreich, China und Deutschland.

Dieses Jahr ist Deutschland der Gastgeber. Titan-Experten aller Nationen kommen vom 13. - 18. Juli 2003 in Hamburg zusammen, um neue Entwicklungen zu präsentieren. Namhafte Referenten von EADS Airbus, DaimlerCrysler, Motoren- und Turbinen Union (MTU) sowie ihre Pendants aus den Partnerländern präsentieren eine breite Palette von Spezialthemen, die sich auf Titanwerkstoffe in der Verkehrstechnik und in Luft- und Raumfahrt beziehen. Außerdem sind technische Besichtigungen geplant, damit sich die Teilnehmer vor Ort ein Bild machen können: Lufthansa in Hamburg steht auf dem Programm, ebenso wie die Airbus-Werke in Finkenwerder und das GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht.

Weitere Themen sind Titan-Erzeugung und Weiterverarbeitungsverfahren, Eigenschaften und innere Strukturen auf der Mikrometer-Skala, sowie Spezial-Anwendungen in der chemischen Industrie, der Medizintechnik, Bauindustrie sowie im Off-shore-, Energie- und Automobilsektor.


Anmeldungen zur 10. Titan-Weltkonferenz:

Anmeldungen zur Titan-2003 nimmt das Konferenzsekretariat der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. übers Internet www.ti-2003.dgm.de oder unter Fax +49 (0) 69 - 7917 733 entgegen. Formulare und weitere Informationen sind ebenfalls abrufbar unter www.ti-2003.dgm.de.


Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V.
Konferenzsekretariat Ti-2003
Hamburger Allee 26
D-60486 Frankfurt

Frau Anja Mangold
Tel.: +49 69-7917 747
Fax: +49 69-7917 733
E-Mail: ti-2003@dgm.de

Niels Parusel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ti-2003.dgm.de

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