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Internationale Städtebau-Konferenz

17.06.2003


Interdisziplinärer Austausch über Begriffe, Erfahrungen und Strategien zu neuen Erfordernissen beim Stadt(um)bau vom 19. bis 21. Juni in Cottbus



In den Neuen Bundesländern, aber nicht nur dort, sind viele Kommunen mit sinkenden Ein-wohnerzahlen und einer drastischen Abwanderung aus den Kernstädten konfrontiert. Schwedt, Guben oder Hoyerswerda gelten dafür als die drastischsten Beispiele. Ganze Straßenzüge mit seit Jahren leerstehenden Häuserblocks werden hier abgerissen.

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Welche Strategien im Umgang mit dem öffentlichen Raum sind möglich und sinnvoll, wenn immer weniger Menschen die städtische Öffentlichkeit bilden, wenn zugleich durch Abbruch in einer "perforierten Stadt" neue Freiräume entstehen, die finanziellen Möglichkeiten der öffentlichen Hand aber sehr gering sind? Fragen wie diese werden aktuell zwar lebhaft diskutiert, dabei mangelt es allerdings häufig an der nötigen begrifflichen Präzision. Dieses Defizit bildet den Ausgangspunkt für eine internationale Konferenz, die vom 19. bis zum 21.Juni 2003 an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) stattfinden wird.

Erwartet werden nicht nur Beiträge aus der Architektur und Stadtplanung, sondern insbeson-dere auch aus den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Veranstalter der internationalen und interdisziplinären Konferenz sind die mehrsprachige Netzzeitung "Wolkenkuckucksheim", ihr Herausgeber, der Lehrstuhl Theorie der Architektur (Prof. Eduard Führ), und der Lehrstuhl Städtebau und Entwerfen (Prof. Heinz Nagler) der BTU Cottbus.

Thematisch wird auf der Tagung ein Bogen von theoretischen und historischen Grundlagen bis zur Bewertung konkreter Projekte geschlagen. Die Themengruppen sind: Öffentlichkeit als räumliches, soziales und politisches Phänomen, Öffentlichkeit und städtischer Raum in der DDR, Schrumpfung und die spezifische Situation in den neuen Bundesländern. Anhand von Beispielen aus Leipzig, Eisenhüttenstadt, Guben/Gubin, Cottbus und anderen betroffenen Städten werden Problemstellungen und Lösungsansätze in schrumpfenden Städten beziehungsweise Landstrichen mit erhöhter Bevölkerungsabwanderung aufgezeigt.
Die internationale Konferenz findet in den Räumen der Brandenburgischen Kunstsammlungen (03046 Cottbus, Spremberger Straße 1) statt. Bislang haben sich 90 Teilnehmer aus Deutschland und Österreich angemeldet. Zu den 21 Referenten zählen Peter Marcuse (New York), Wolfgang Kaschuba (Berlin), Philipp Oswalt (Berlin) und Engelbert Lütke Daldrup (Leipzig). Eine kurzfristige Anmeldung an der Tageskasse ist möglich.

Detaillierte Informationen zu der internationalen Konferenz:

Lehrstuhl Theorie der Architektur
BTU Cottbus
Postfach 101344, 03013 Cottbus
Tel. 0355 - 693993, Fax -693176
e-mail: rambow@tu-cottbus.de

Margit Anders | idw
Weitere Informationen:
http://www.theo.tu-cottbus.de/Wolke/deu/Konferenz/konferenz.htm

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