Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

10. AiF-Innovationstag - "Wenn die Chemie stimmt ..."

26.05.2003


Wenn die Chemie stimmt bilden Wirtschaft und Wissenschaft erfolgreiche Forschungspartnerschaften. Auf dem diesjährigen Innovationstag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" (AiF) stellen dies über 200 mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland einmal mehr unter Beweis.

Sie präsentieren bereits zum zehnten Mal neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, deren Entwicklung über die AiF aus Mitteln der Bundesministerien für Wirtschaft und Arbeit sowie für Bildung und Forschung gefördert wurde. Mit dieser Leistungsschau rückt die AiF zugleich das Engagement kleiner und mittlerer Unternehmen für Innovationen in den Mittelpunkt: Zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit bringen sie jährlich rund fünf Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung (FuE) auf.

Das Motto der Veranstaltung "Wenn die Chemie stimmt ..." verweist auf den Au-stellungsschwerpunkt im Jahr der Chemie 2003, das von der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ ausgerufen wurde. Mit rund 500.000 Mitarbeitern ist die deutsche chemische Industrie der drittgrößte Chemieproduzent der Welt. Aber Chemie ist nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern wirkt in alle Lebensbereiche. Davon zeugen die Exponate des Innovationstages: Ein Saugstoff aus Babywindeln für die Bauabdichtung zählt ebenso dazu wie innovative Flockungsmittel zur Abwasserklärung. Die Besucher können sich auch über Projekte von „Jugend forscht“ informieren, beispielsweise zur Energiegewinnung aus Hühnermist. Außerdem ist der Innovationstag Anlaufpunkt für den Chemie-Truck „Justus“, das rollende Info-Mobil und Chemie-Labor zum Mitmachen, das ein Jahr lang durch Deutschland tourt. Berliner Schüler sind eingeladen, bei Experimenten selbst Hand anzulegen, Quizrunden zu bestreiten und mit Experten zu diskutieren. Die Poster-Ausstellung „Der Kuss – Magie und Chemie“ über den menschlichen Körper als komplexe Chemiefabrik und populärwissenschaftliche Vorträge über die Faszination der „ganz alltäglichen Chemie“ runden das Begleitprogramm ab.

AiF-Präsident Johann Wilhelm Arntz bezeichnet die zehnjährige Entwicklung des Innovationstages als Erfolgsstory, in der sich Jahr für Jahr eine große Zahl von Unternehmern und Wissenschaftlern treffen, um Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und neue Projekte anzudenken. Auch mit Blick auf das Schwerpunktthema Chemie betont Arntz die große Anwendungsorientierung der FuE-Projekte. Sie erleichtert es gerade an einem solchen Tag, einer breiten Öffentlichkeit auch schwierige Sachverhalte zu vermitteln. Für das Jahr 2004 kündigt er nicht nur die Feier des 50-jährigen Jubiläums der AiF an, sondern auch seine Unterstützung des dann zu begehenden Jahres der Technik.

Dr. Ditmar Staffelt, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirt-schaft und Arbeit (BMWA), verweist auf die zahlreichen Impulse aus seinem Hause, die eine neue Dynamik im und für den Mittelstand auslösen sollen. Die Innovationsförderung des Bundes ist ein wichtiges Element der am 7. Mai vom BMWA vorgestellten Mittelstandsoffensive „pro mittelstand“. Die darin geplante Weiterentwicklung der mittelstandsorientierten Technologieförderung und die stärkere Fokussierung der Forschungsförderung auf innovative Wachstumsträger bezeichnet er als wichtige Eckpunkte des Aktionsplans zur Umsetzung der Initiative "Innovation und Zukunftstechnologien im Mittelstand". "Wir sind damit in einen Dialog eingetreten, den wir auf dem 10. Innovationstag fortsetzen wollen", so Staffelt.

Professor Joachim Treusch, Vorsitzender des Lenkungsausschusses von "Wissenschaft im Dialog", nennt den Innovationstag der AiF mit seinen zahlreichen Exponaten einen gelungenen Beitrag zum Austausch zwischen Wissenschaft und Öffent-lichkeit im Jahr der Chemie. Er dankt der AiF für ihr Engagement und freut sich über den Ideenreichtum, mit dem sich ihr Präsident bereits heute für das kommende Jahr der Technik einsetzt.

Silvia Behr | AiF
Weitere Informationen:
http://www.aif.de

Weitere Berichte zu: AiF BMWA Innovationstag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht »Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung
19.09.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht MES-Special für Controller und Produktionsmanager in Hoffenheim sehr gut gebucht
04.09.2017 | gbo datacomp GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

Zwei Grad wärmer – und dann?

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Zentraler Schalter der Immunabwehr gefunden

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Materialchemie für Hochleistungsbatterien

19.09.2017 | Biowissenschaften Chemie