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Vorbereitung auf Emissionshandel: NRW-IHKs und Fraunhofer UMSICHT bieten mit jupiter den Einstieg

07.05.2003


Der Emissionshandel kommt! 2005 wird er die Unternehmen - allein in NRW ca. 1000 - ohne Übergangsfristen treffen. Wer sich nicht jetzt intensiv darauf vorbereitet, kann schnell den Überblick und damit seine Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Abhilfe bietet jupiter, das Emissionshandels-Training NRW, das die nordrhein-westfälischen IHKs und Fraunhofer UMSICHT der Wirtschaft in NRW anbieten.



Zum Hintergrund: Das 1997 beschlossene Kyoto-Protokoll setzt marktwirtschaftliche Techniken zum Schutz der Umwelt ein. Es macht die Emission zu einer Ware, indem es Industrieunternehmen, wie z. B. Eisenmetallerzeugern und -verarbeitern, finanzielle Anreize bietet, klimaschonend zu produzieren. "Flexible Mechanismen" helfen den Unterzeichnerstaaten, ihre Treibhausbilanz aufzubessern. Unternehmen, die ihr Soll übererfüllen, können Emissionsrechte an andere Firmen verkaufen.

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Wie die Niederrheinische Industrie- und Handelskammer, Duisburg, federführend für die NRW-IHKs in Fragen des Umweltschutzes, mitteilt, liegen gerade in der Flexibilität des Systems seine Tücken. Zudem sei der Markt nicht nur neu, sondern äußerst komplex. Nur wer sich jetzt intensiv vorbereite, könne ab 2005 im EU-weiten Handel mit den Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasen bestehen und sei dann auch für den weltweiten Handel ab 2008 fit.

Auf die Regeln und Mechanismen will das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT die Unternehmen, die emissionsintensive technische Anlagen in NRW betreiben, vorbereiten - mit "jupiter", dem speziell entwickelten Emissionshandels-Training NRW, das es erstmals in Deutschland auf der Basis der konkreten Rahmenbedingungen (nationaler Allokationsplan) gibt.


Ziel des eineinhalb Jahre dauernden Programms ist es, den Emissionshandel der Jahre 2005 bis 2012 realistisch nachzubilden und den Unternehmen Management-Strategien für den Umgang mit dem neuen, börsenbasierten System an die Hand zu geben.

Der Nutzen für die Teilnehmer liegt darin, professionelle Unterstützung bei der Erstellung von Emissionsinventaren, Erfahrungen mit der Kalkulation unternehmensinterner und -externer Maßnahmen zu sammeln sowie den Workflow im Unternehmen professionell aufzubauen und zu optimieren. Für ein praxisbezogenes Szenario aller unternehmensinternen und marktweiten Abläufe, wie der Zuweisung von Emissionsrechten, sorgt Fraunhofer UMSICHT in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), Berlin.

Eine Teilnahme am Emissionshandels-Training jupiter ist für die folgenden Unternehmen interessant:

o Mineralölraffinerien, Kokereien und Energieversorger, die Verbrennungsanlagen mit einer Wärmezufuhr von 20 MW betreiben
o Eisenmetallerzeuger und -verarbeiter mit einer Kapazität von über 2,5 t/h
o Erzeuger von Zellstoff und Papier und Pappe mit einer Kapazität von über 20 t/Tag
o Unternehmen, die pro Tag mehr als 500 t Zementklinker;
50 t Kalk; 20 t Glas; oder 75 t keramischen Erzeugnissen
herstellen

Unternehmen, die diese Kriterien erfüllen und sich mit "jupiter" optimal auf die emissionsmindernde Zukunft vorbereiten möchten, können Inhalte und Ablauf des Trainings im Rahmen zweier kostenfreier Präsentationsworkshops diskutieren:
am 22. Mai 2003 in Oberhausen (Fraunhofer UMSICHT) und
am 04. Juni 2003 in Ahlen/Westfalen (Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH).

Für die Auftaktveranstaltung am 22. Mai in Oberhausen konnte mit Ministerialrat Franzjosef Schafhausen ein ausgewiesener Experte für das Thema Emissionshandel gewonnen werden. Franzjosef Schafhausen ist Leiter der Arbeitsgruppe "Nationales Klimaschutzprogramm, Umwelt und Energie" im BMU sowie Vorsitzender der interministeriellen Arbeitsgruppe "CO2-Reduktion" und der Arbeitsgruppe "Emissionshandel zur Bekämpfung des Treibhauseffekts".

Dipl.-Chem. Iris Kumpmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.jupiter-nrw.de

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