Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bausteine für künstliche Welten

14.03.2003


Symposium "Concepts and Components of Software Frameworks for Interactive 3D Graphics" des OpenSG-Forum am Zentrum für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt


In den marktstarken Branchen der Automobilindustrie oder Computerspiel-Branche werden innovative Technologien wie die Virtuelle oder Erweiterte Realität (VR/AR) bereits gewinnbringend genutzt. Ein Grund hierfür sind die rasant steigenden Leistungen von 3D-Grafikhardware, die komplexe, dreidimensionale Simulationen ermöglicht. Damit diese Leistung künftig besser und in breiteren Einsatzbereichen genutzt werden kann, müssen die Entwickler solcher VR- und AR-Anwendungen durch geeignete Programmbibliotheken unterstützt werden.

Um ein Forum für den Austausch über Entwicklung und Einsatz solcher Bibliotheken zu schaffen, initiierte das OpenSG Forum im Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) zum zweiten Mal das


OpenSG 2003 Symposium - Concepts and Components of Software Frameworks for Interactive 3D Graphics

Zeit: Dienstag, 1. und Mittwoch, 2. April 2003
Ort: Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV)
Fraunhoferstr. 5, 64283 Darmstadt


Bereits im letzten Jahr fanden sich zahlreiche Teilnehmer aus Forschung und Industrie zu interessanten Präsentationen und Podiumsdiskussionen ein. Auch in diesem Jahr verzeichneten die Veranstalter eine hohe Resonanz relevanter Beiträge aus dem Bereich High-Level-Grafikbibliotheken. Auf dem Symposium diskutiert werden u.a. Problembereiche wie die Integration neuester Ergebnisse aus dem Bereich der Computergrafik-Forschung als auch praktische Probleme des Einsatzes handelsüblicher Technik für ein breites Anwendungsspektrum. Ferner sind Demonstrationen geplant, in denen die Präsentierenden ihre Entwicklungen praktisch vorführen und für Diskussionen bereit stehen. In diesem Kontext wird auch zum ersten Mal die Anbindung von OpenSG an den DVG-10 Cluster von Orad demonstriert.

OpenSG ist eine frei erhältliche Programmbibliothek, die Echtzeit-Renderingaufgaben für VR- und AR-Anwendungen unterstützt. Nach dem Open Source-Prinzip sind die Routinen im Quellcode von OpenSG wie beim Vorzeigeprojekt LINUX weltweit frei verfügbar. Damit kann jeder verschiedenste Bausteine der Software einsetzen und damit leicht und schnell Programme für Virtuelle Realitäten erstellen. OpenSG wurde vor annähernd 3 Jahren am Fraunhofer IGD initiiert und wird mit Unterstützung des OpenSG Forums im ZGDV und des BMBF-Projektes OpenSG Plus ständig weiterentwickelt. Im Projekt-Konsortium beteiligt sind weitere renommierte Forschungsinstitute wie die Technische Universität Darmstadt, das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt, sowie die Universitäten in Stuttgart und Tübingen, die Technischen Universität Braunschweig, der RWTH Aachen und das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken. Hierdurch werden vielfältige Kompetenzen und Erfahrungen in die laufende Forschungsarbeit eingebracht. Darüberhinaus hat die umfangreiche Lehre und Ausbildung an den Universitäten bereits zur umfangreichen Verbreitung von OpenSG-Kenntnissen in Fachkreisen geführt und vergrößerten gleichzeitig das Potenzial an Entwicklern.

Durch die offene Struktur und die vielen (Mit-) Entwickler hat sich das lizenzfreie Betriebssystem bislang mit rasanter Geschwindigkeit fortentwickelt. Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Projekt OpenSG Plus wie auch im OpenSG Forum bieten die große Chance, dass OpenSG in naher Zukunft de facto zum internationalen Standard wird.

Im Vorfeld der Veranstaltung findet am 31. März 2003 ein Tutorial zu OpenSG statt, das in die Grundlagen und Feinheiten der OpenSG-Programmierung einführt und unter der Anleitung erfahrener OpenSG-Benutzer und -Entwickler die praktische Handhabung des neuen Programmierstandards veranschaulicht.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom OpenSG Forum im ZGDV und vom IEEE (Institute of Electrical and Electronics Engineers, Inc.)und wird in Kooperation mit ACM SIGGRAPH und Eurographics durchgeführt.

Weitere Informationen zum Ablauf des Symposiums sowie zu den Beiträgen der Referenten erhalten Sie unter der URL:


Für Journalisten ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erwünscht. Wir möchten Sie bitten, sich per Fax (06151/155-446), per E-Mail (Bernad.Lukacin@igd.fraunhofer.de) oder telefonisch (06151/155-146) anzumelden.

Kurzprofil INI-GraphicsNet:
Das internationale Netzwerk der Graphischen Datenverarbeitung (INI-GraphicsNet) besteht aus dem Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD, dem Zentrum für Graphische Datenverarbeitung (ZGDV) e.V., beide in Darmstadt und Rostock, und dem Fachgebiet Graphisch-Interaktive Systeme (GRIS) der Technischen Universität Darmstadt. Weitere Institutionen des Netzwerkes sind das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Computergraphik in Chemie und Pharmazie (AGC) in Frankfurt, das Fraunhofer Center for Research in Computer Graphics (CRCG) in Providence, Rhode Island (USA), das Centre for Advanced Media Technology (CAMTech) in Singapur, das Centro de Computaç"o Gráfica (CCG) in Guimar"es (Portugal), das Centre for Visual Interaction and Communication Technologies (VICOMTech) in San Sebastian (Spanien), das Institute for New Media Technology (NEMETech) in Seoul (Süd-Korea) und das Center for Advanced Computer Graphics Technologies (GRAPHITech) in Trento (Italien).

Innerhalb des Netzverbundes sind an den neun Standorten über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie rund 560 wissenschaftliche Hilfskräfte beschäftigt. Bei einem Haushalt von über 41 Millionen Euro bildet das INI-GraphicsNet weltweit den größten Forschungsverbund auf dem Gebiet der Graphischen Datenverarbeitung.


Bernad Lukacin | idw
Weitere Informationen:
http://www.opensg.org/OpenSG2003

Weitere Berichte zu: Graphische Datenverarbeitung OpenSG ZGDV

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Kongress Meditation und Wissenschaft
19.01.2018 | Universität Witten/Herdecke

nachricht LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen
18.01.2018 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie