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Viele Erkrankungen der Schilddrüse könnten vermieden werden

07.02.2003


Internationale Expertentagung an der Universitätskinderklinik befasst sich mit Störfaktoren der Schilddrüsenfunktion



Jeder dritte Deutsche leidet an einer Störung der Schilddrüse; 15 Millionen haben einen "Kropf", meist durch jodarme Ernährung bedingt. Dabei handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung der schmetterlingsförmigen Drüse, die unterhalb des Kehlkopfes gelegen ist. Durch rechtzeitige Einnahme von Jod oder Schilddrüsenhormonen könnte vielen Betroffenen geholfen werden, unnötige Operationen ließen sich vermeiden. Neben dem Jodmangel gibt es zahlreiche weitere Einflussfaktoren, über deren "Störpotential" allerdings noch wenig bekannt ist.



Mit "Störfaktoren der Schilddrüsenfunktion" befasst sich deshalb am 14. und 15. Februar 2003 eine internationale Tagung der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, die in der Universitätskinderklinik Heidelberg stattfindet. "International bekannte Experten diskutieren nicht nur den aktuellen Stand der Forschung und Behandlung, sondern besprechen Strategien, wie Störungen der Schilddrüsenfunktion schon ab dem Kindesalter wirksam vorgebeugt werden könnte", sagt Prof. Dr. Martin Klett, Leiter des Gesundheitsdezernates Rhein-Neckar-Kreis, der die Tagung in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Georg Hoffmann, dem Geschäftsführenden Direktor der Universitätskinderklinik, veranstaltet.

Erkrankungen der Schilddrüse betreffen Männer und Frauen etwa gleichermaßen. Lediglich die Überfunktion wird vor allem bei Frauen festgestellt. Meist führt sie zu Herzrasen, Unruhe und Gewichtsverlust; bei einer Unterfunktion klagen die Betroffenen über Abnahme der Leistungsfähigkeit und übermäßige Gewichtzunahme. Auch Neugeborene, Kinder und Jugendliche können bereits unter Funktionsstörungen der Schilddrüse leiden.

Bei der Heidelberger Tagung befassen sich die Experten mit der Entstehung der Funktionsstörungen: Welche genetischen Ursachen gibt es? Welche Rolle spielen Umweltfaktoren, z. B. radioaktive Strahlen? Was hat die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl gelehrt, in deren Folge Schilddrüsenstörungen vermehrt aufgetreten sind? Aber auch die Rolle des Immunsystems und der gesamten hormonellen Situation des Körpers, etwa in der Pubertät oder nach den Wechseljahren, wird beleuchtet.

Journalisten sind herzlich zur Teilnahme an der Tagung eingeladen!


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Martin Klett
Gesundheitsdezernat Rhein-Neckar-Kreis
Tel: 06221 / 522841 oder -842
E-Mail: martin.klett@rhein-neckar-kreis.de

Dr. Annette Tuffs | idw

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