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Bluetooth - kabellos und universell: FH-Professor leitet Kongress-Komitee

23.01.2003


Datenübertragung per Funk - schnell, sicher und kabellos - das ist auch heute noch eine Zukunftstechnologie, weil die (Anwendungs-)Möglichkeiten von Techniken wie Bluetooth noch lange nicht ausgeschöpft sind. Mit dem Nahbereichsfunk sollen eines Tages praktisch alle Computer-Peripherie-Geräte bequem kabellos koppeln lassen.



Über Einsatzmöglichkeiten und Lösungen für technische Probleme rund um Bluetooth informieren sich am 29. und 30. Januar 2003 Fachleute auf dem 4. Bluetooth-Kongress in den Westfalenhallen Dortmund. Federführend dabei: der Experte der Fachhochschule Bochum, Prof. Dr. Jörg Wollert, der Autor des "Bluetooth Handbuchs" ist und den Vorsitz des Kongresskomitees führt.

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"In praxisorientierten Vorträgen präsentiert der Kongress die aktuellen Entwicklungen bei der Systementwicklung, Integration, Hardware, Gebäude- und Automatisierungstechnik sowie bei neuen Technologien", umreißt Prof. Wollert die Schwerpunkte der Tagung. "Eine besondere Bedeutung hat Bluetooth in der Automobiltechnologie erlangt. `Bluetooth Automotive´ ist daher auch Schwerpunktthema am ersten Kongresstag."

Und der "Bluetooth-Einsatz im Kraftfahrzeug" ist denn der Titel der Praxisdemonstration des FH-Teams von Professor Wollert, das am 29. Januar um 15.30 Uhr bei der EMC-Test GmbH NRW in der Nähe der Universität Dortmund gezeigt wird: Mit einem VW Passat, der durch die FH-Bochum mit Bluetooth nachgerüstet wurde, wird gezeigt, wie eine Kopplung zwischen Fahrzeugnetzwerk und mobilen Kommunikationsgeräten wie Handys, PDAs oder Laptops im und außerhalb des Fahrzeugs realisierbar ist. Weiterhin wird der Einfluss von möglichen Störquellen im Frequenzbereich 2,4 GHz auf Bluetooth gemessen bzw. dargestellt. Für den Betrieb im Auto ein ganz wichtiger Punkt: so überprüft z.B. VW alle Geräte im Fahrzeug mit einer Feldstärke von H=80 V/m auf Festigkeit und Störunanfälligkeit.

Wie stark die Fachhochschule in Sachen Bluetooth ist zeigt sich auch am Vortrag von Dipl.-Ing. Andreas Vedral: der FH-Absolvent, der derzeit in Kooperation mit der Mercator Universität Duisburg im Bereich verteilter objektorientierter Automatisierungsnetzwerke in Bluetooth-Netzwerken promoviert. Normalerweise ist die Reichweite von Bluetooth-Geräten auf 10 bis 100 Meter beschränkt. Andreas Vedral berichtet über eine Technik, wie diese als "Piconetze" bezeichnete automatische Gerätekommunikation zu größeren selbstorganisierenden "Scatternetzen" ("scatter" bedeutet im Englischen "verstreuen") zusammengeschlossen werden können.

Detlef Bremkens | idw
Weitere Informationen:
http://www.mesago.de/bluetooth

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