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Wolfgang Paul-Preisträger ziehen Zwischenbilanz

16.10.2002


Paul-Preisträger Josef A. Käs


Paul-Preisträger Barry Smith


Pressekonferenz mit den Wolfgang Paul-Preisträgern Montag, 21. Oktober, 10.00 Uhr an der Uni Leipzig (Rektoratsgebäude, Ritterstraße 26, 2. Etage, Neuer Senatssaal)

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Am 21. Oktober 2002 finden an der Universität Leipzig eine Feierstunde im Rahmen des Wolfgang Paul-Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung (18.00 Uhr, Alter Senatssaal) und eine gemeinsame Informationsveranstaltung von Humboldt-Stiftung und VolkswagenStiftung über ihre Fördermöglichkeiten (13.30 Uhr) statt.

Dass die Universität selbst zu den wissenschaftlichen Top-Adressen der Welt gehört, beweisen die beiden Spitzenforscher Josef Käs und Barry Smith. Ausgezeichnet mit dem Wolfgang Paul-Preis und zusammen über 4 Millionen Euro kamen sie nach Leipzig, um drei Jahre lang frei von finanziellen Zwängen exzellente Forschung zu betreiben. Am 21. Oktober ziehen sie eine erste Bilanz.


Die Pressekonferenz bietet Gelegenheit, mit den namhaften Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen. Als Gesprächspartner stehen Ihnen u. a. der Rektor der Universität Leipzig, Professor Volker Bigl, die stellv. Generalsekretärin der Humboldt-Stiftung, Frau Dr. Gisela Janetzke, die beiden Wolfgang Paul-Preisträger Professor Barry Smith und Professor Josef A. Käs sowie Professor Friedrich Kremer von der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig zur Verfügung.

"Leipzig hat mich überrascht", gesteht der deutsch-amerikanische Professor Käs heute. Vor acht Jahren hatte es den Biophysiker in die USA gezogen. Jetzt möchte er in Leipzig sesshaft werden. "Hier herrschen Aufbruchstimmung und Pioniergeist. In fünf Jahren könnte Leipzig schon ein deutlich sichtbarer Punkt auf der globalen Landkarte der Biowissenschaften sein."

Wie Käs kam auch der gebürtige Brite, Professor Barry Smith, nach Leipzig. Ausschlaggebend war für beide die Verleihung des Wolfgang Paul-Preises durch die Alexander von Humboldt-Stiftung, die höchst dotierte Auszeichnung in der Wissenschaftsgeschichte Deutschlands. Finanziert im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogrammes der Bundesregierung wurde der Preis bislang nur einmal an 14 international anerkannte Forscher aus dem Ausland vergeben. Die Mittel werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bereitgestellt.

Krebsdiagnostik und medizinische Informatik
In wenigen Monaten haben beide Forscher bereits viel erreicht. Kurz vor der Anwendung ist ein handliches Gerät, das Käs in der schnellen Frühdiagnose von Schilddrüsenkrebs testen wird. Zwei Publikationen sind kurz vor der Fertigstellung. Smith gründete das "Institute for Formal Ontology and Medical Information Science". Hier arbeitet der interdisziplinär forschende Philosoph an den theoretischen Grundlagen von zukünftigen Computersystemen, die medizinische Daten aus verschiedenen Quellen in einer einheitlichen Struktur verbinden und vergleichbar machen sollen.

"Es sind innovative Ansätze wie diese, die wir mit dem Wolfgang Paul-Preis fördern wollten", betont der Präsident der Humboldt-Stiftung, Professor Wolfgang Frühwald. Gleichzeitig sei die Auszeichnung ein Gütesiegel für die Universität Leipzig. Der Preis zeige, dass sie es geschafft habe, Centers of Excellence aufzubauen, die sie für brillante Forscher attraktiv mache.

Basis für künftigen Forschungserfolg
"Wir hoffen, durch Kooperationen mit Spitzenforschern wie diesen auch eine Basis für die Zukunft zu schaffen", erklärt der Rektor der Universität Leipzig, Professor Volker Bigl. "Denn von ihrer Anwesenheit profitiert auch der eigene wissenschaftliche Nachwuchs, der in den Arbeitsgruppen dieser international umworbenen Forscher lernen kann."

Interview-Wünsche und Rückfragen

Florian Klebs / Antonia Petra Dhein
Pressestelle Humboldt-Stiftung
Fon: +49 (0)228 833 258
E-mail: presse@avh.de

Volker Schulte
Pressestelle Universität Leipzig
Fon: +49 (0)341 97-30151
E-mail: schulte@uni-leipzig.de

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.avh.de/de/aktuelles/presse/pn_archiv_2002/2002_28.htm

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