Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale Konferenz für Elementarteilchenphysik erstmals in Karlsruhe

26.09.2002


Hohe Wahrscheinlichkeit für Neuentdeckungen



"International Conference on Hadron Collider Physics 2002", kurz HCP2002: So heißt die fünftägige internationale Konferenz, die am 30. September 2002 an der Universität Karlsruhe beginnt und an der etwa 120 Wissenschaftler aus aller Welt teilnehmen werden. Diese Konferenz fand erstmals 1979 am CERN (Europäische Organisation für Nukleare Forschung) in Genf statt und wird seitdem alle ein bis zwei Jahre wiederholt. Sie beschäftigt sich mit Elementarteilchenphysik, insbesondere Hadron-Speicherringen. Hadrone sind Elementarteilchen, die aus den fundamentalen Bausteinen Quarks bestehen; das bekannteste ist das Proton.



Zu den heutigen Hadron-Speicherringen zählen der Tevatron Collider in Fermilab bei Chicago, an dem Protonen gegen deren Antiteilchen geschossen werden. Am HERA-Speicherring in DESY in Hamburg werden Elektronen oder Positronen gegen Protonen geschossen. Im Bau befindet sich der Large Hadron Collider (LHC) am CERN. Mit einem Umfang von 27 Kilometern wird er das größte je gebaute wissenschaftliche Instrument sein.

Die Hadron Collider sind jene Speicherringe, an denen Energiedichten erzeugt werden, wie sie in der ersten Billionstel Sekunde des Universums vorherrschten. Dieser Energiebereich, in dem auch die Karlsruher Gastgeber der Konferenz aus dem Institut für Experimentelle Kernphysik forschen, stellt Neuland dar. Deshalb ist jedes Mal, wenn eine neue Messphase beginnt, die Wahrscheinlichkeit groß, neue Teilchen oder Kräfte zu entdecken. Aus diesem Grund sind Konferenzen wie die jetzige in der Fächerstadt besonders spannend. 1983 beispielsweise wurden am damaligen CERN-Collider die W-Bosonen entdeckt; 1995 fand man am Fermilab mit dem Top-Quark das schwerste Materieteilchen und stellte es auf der nachfolgenden Konferenz gleich vor. Inzwischen hat der Tevatron Collider seinen Betrieb wieder aufgenommen, und erste Ergebnisse von den gewonnenen Daten werden in Karlsruhe vorgestellt.

Auf dem Gebiet der Hadron-Speicherringe forschen 4000 bis 5000 Physiker und Ingenieure aus fast allen Ländern der Erde. Es ist das erste Mal, dass die zugehörige Konferenz in Deutschland stattfindet. Die Bundesrepublik wird in der Hadron-Collider-Physik zukünftig eine wachsende Rolle spielen.

Nähere Informationen:
Professor Dr. Thomas Müller
Institut für Experimentelle Kernphysik
Tel.: (0721) 608-3524
Fax: (0721) 607262
E-Mail: mullerth@ekp.physik.uni-karlsruhe.de
Internet: http://www.hcp2002.physik.uni-karlsruhe.de und http://www-ekp.physik.uni-karlsruhe.de

Dr. Elisabeth Zuber-Knost | idw
Weitere Informationen:
http://www.hcp2002.physik.uni-karlsruhe.de
http://www-ekp.physik.uni-karlsruhe.de

Weitere Berichte zu: Elementarteilchenphysik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft
24.04.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

nachricht 3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg
24.04.2017 | Hochschule Mannheim - University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Im Focus: Immunzellen helfen bei elektrischer Reizleitung im Herzen

Erstmals elektrische Kopplung von Muskelzellen und Makrophagen im Herzen nachgewiesen / Erkenntnisse könnten neue Therapieansätze bei Herzinfarkt und Herzrhythmus-Störungen ermöglichen / Publikation am 20. April 2017 in Cell

Makrophagen, auch Fresszellen genannt, sind Teil des Immunsystems und spielen eine wesentliche Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern und bei der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

3. Bionik-Kongress Baden-Württemberg

24.04.2017 | Veranstaltungen

Smart-Data-Forschung auf dem Weg in die wirtschaftliche Praxis

21.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für Netzleittechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact beteiligt sich an Berliner Start-up Unternehmen für Energiemanagement

24.04.2017 | Unternehmensmeldung

Phoenix Contact übernimmt Spezialisten für industrielle Kommunikationstechnik

24.04.2017 | Unternehmensmeldung