Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Erste anwendungsreife Bohrungsdrückmaschine der Welt

24.09.2002


Am 27. September 2002 diskutieren über 80 Forscher und Praktiker in Chemnitz über den gegenwärtigen Stand innovativer Umformtechnologien. Im Mittelpunkte stehen Ergebnisse des Sonderforschungsbereiches "Prozessketten der Massivumformung unter Aspekten der Produktivität und Umweltverträglichkeit". Dieser SFB wurde 1995 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der Technischen Universität Chemnitz eingerichtet. Sein Sprecher ist Prof. Dr. Reimund Neugebauer von der Professur Werkzeugmaschinen der TU Chemnitz, der gleichzeitig auch Leiter des Fraunhofer-Institutes für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz ist.



Eines der Forschungsschwerpunkte in diesem Bereich ist das Bohrungsdrücken. Mit dieser Methode kann man hohle, rotationssymmetrische Werkstücke aus einem massiven Rohling herstellen. Die dazu nötige, weltweit einmalige und bisher nicht auf dem Markt erhältliche Maschine konstruierten Chemnitzer Forscher. Sie auch selbst zu bauen, überstieg die Möglichkeiten der Wissenschaftler - das übernahm die traditionsreiche Chemnitzer Maschinenbaufirma Niles-Simmons. Seit 1998 steht die BDM 2000, die erste anwendungsreife Bohrungsdrückmaschine der Welt, im Versuchsfeld des IWU.

... mehr zu:
»IWU »Umformtechnik


Auf der Experimentalanlage werden unter anderem einbaufertige Hohlwellen für Schalt- und Automatikgetriebe, aber auch andere Teile hergestellt, die bis zu zwanzig Mal so lang sind wie das Rohteil. Dabei lässt sich gegenüber herkömmlichen Verfahren bis zu 30 Prozent Material einsparen. Da die Teile erheblich leichter sind, kommen damit ausgerüstete Autos auch mit weniger Sprit aus. Da nimmt es nicht wunder, dass sich bereits die Automobilindustrie für die Bohrungsdrückmaschine interessiert. Außerdem erforschen die Wissenschaftler ein weiteres wichtiges Umformverfahren, das Querwalzen, das sich ideal mit dem Bohrungsdrücken verknüpfen lässt. Auf diese Weise kann man Werkstücke anfertigen, die sich mit einer Methode allein nicht herstellen lassen. Bis zur Serienfertigung von Bohrungsdrückmaschine und Hohlteilen ist es allerdings ein weiter Weg - noch wird an den Grundlagen geforscht. Die Chemnitzer Wissenschaftler sind aber optimistisch, dass sie die Schwierigkeiten in den kommenden Jahren meistern werden. An den Forschungsprojekten arbeiten interdisziplinär zehn Professuren der TU Chemnitz aus den Fachgebieten Umformtechnik, Konstruktion, Technologie, Qualitätssicherung, Mechanik, Werkstoffwissenschaften und Chemie eng mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz zusammen.

Das Kolloquium findet im Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik Chemnitz, Reichenhainer Str. 88, statt. Weitere Informationen: Telefon (03 71) 5 31 - 22 58.

Mario Steinebach | idw

Weitere Berichte zu: IWU Umformtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht
22.03.2017 | Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Besser lernen dank Zink?

23.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

23.03.2017 | Architektur Bauwesen