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250 Teilnehmer beim 43. Deutschen PR-Tag in Frankfurt

13.09.2002

Die Vertrauenskrise an den Kapitalmärkten, der Absturz der so genannten New Economy, ein tief greifender Strukturwandel in allen Bereichen der Wirtschaft, Skandale im Lebensmittelbereich und nicht zuletzt die Folgen der Teuro-Diskussion haben schwierige Zeiten auch für die PR-Profis in Unternehmen, Organisationen und Agenturen anbrechen lassen. Die Glaubwürdigkeit ihrer Botschaften wird ebenso kritisch unter die Lupe genommen wie ihr Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen, für die sie tätig werden.

Beim 43. Deutschen PR-Tag der Deutschen Public Relations Gesellschaft e. V. (DPRG), dem Berufsverband Öffentlichkeitsarbeit, am 12. September in Frankfurt stehen deshalb die neuen Herausforderungen des Kommunikationsmanagements im Mittelpunkt der Betrachtung. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwarten im Auditorium des Hotel Inter-Continental in Frankfurt von deutschen und internationalen Experten aus Theorie und Praxis wichtige Impulse zum Themenfeld der Corporate Communications. Integrierte Unternehmenskommunikation, Corporate Communications im Zeichen des Wandels, Internationale PR und Krisenkommunikation/Issues Management sind die Themenfelder der Veranstaltung.

Der Wertschöpfungsbeitrag einzelner Kommunikationsmaßnahmen steht in Frankfurt ebenso auf dem Prüfstand wie die Möglichkeiten, durch Vernetzung und Integration der Kommunikationsdisziplinen die Wirksamkeit von Corporate Communications zu steigern. "Denn gerade in schwierigen Zeiten ist ein an den Unternehmenszielen eng orientierter, zielgenauer Einsatz aller Instrumentarien der Kommunikation gefordert. Und die nachhaltige Vertrauenskrise um den in- und ausländischen Kapitalmarkt lässt die Glaubwürdigkeit als wichtigste Messgröße des nachhaltigen Unternehmenserfolges wieder ins Zentrum der Wahrnehmung rücken", betont Jürgen Pitzer, Präsident der DPRG, der gemeinsam mit dem Vorsitzenden der DPRG-Landesgruppe Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Dr. Rainer Mathes, und dem Sprecher der Hessischen Landesregierung, Staatssekretär Dirk Metz, den 43. PR-Tag eröffnen wird.

Dass Transparenz, Widerspruchsfreiheit und Dialogbereitschaft wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiche Kommunikation sind und es vor allem für Kapitalgesellschaften gilt, verlorenes Vertrauen wiederherzustellen, wird Keynote Speaker Dr. Eberhard Posner, bei der Siemens AG für Corporate Communications verantwortlich, in seinem Eröffnungsreferat deutlich machen. Ein Schwerpunkt der Tagung ist der Weg zur integrierten Unternehmenskommunikation, den Dr. Karin Kirchner von der Saab Automobile Schweiz AG, in ihrem Impulsreferat beleuchten wird.

Mit Spannung erwarten die Teilnehmer die Ergebnisse einer Untersuchung zum selben Thema, die von Prof. Dr. Lothar Rolke an der Fachhochschule Mainz durchgeführt worden ist. Die Studie "Unternehmenskommunikation in Deutschland 2002/2003" zeige überraschend deutlich, dass Unternehmen ihre Kommunikationserfolge um über 60 Prozent steigern könnten, wenn Marketing-Manager und PR-Verantwortliche besser zusammenarbeiten würden. Mit klassischer Werbung lassen sich Kunden immer weniger erreichen, glauben 85 Prozent der 1.000 befragten Unternehmen. Dies eröffne der PR als Kommunikationsform Chancen, die derzeit noch nicht ausreichend genutzt würden.

Der zweite Themenblock des PR-Tages befasst sich mit Corporate Communications im Zeichen des Wandels. Anhand dreier Fallbeispiele aus den Bereichen Energiewirtschaft, Gesetzliche Krankenversicherung und Öffentlich-Rechtliche Banken wird die veränderte Wettbewerbssituation in liberalisierten Märkten analysiert und diskutiert. Wie haben Unternehmen, die bisher als Monopolisten mit "gefangenen" Kunden und verordneten Preisen agieren konnten, den Wandel gemeistert? Das Fazit des Vortrags von Reinhard Heitzmann, langjähriger Bereichsleiter Kommunikation der Berliner Bewag AG, fällt eindeutig aus: "Wer mit kreativer Kommunikation und kontrolliertem Budget vor allem auf Kundenbindung setzte, hat - zunächst - gewonnen."

Globale Kommunikation ist das Thema des Vortrags von Dr. Christoph Walter. Der Vorstandvorsitzende des internationalen Beratungsunternehmens CNC AG, München, kann in seinem Referat aus jahrzehntelanger Tätigkeit für weltweit agierende Unternehmen wie Reemtsma und Daimler-Benz schöpfen. Von Erfahrungen ganz anderer Art berichtet in Frankfurt Detlef Steinert. Als Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft) veranschaulicht er, wie sich die Diskussion über BSE, MKS und Nitrofen auf die Agrar-PR auswirkt.

Eine Podiumsdiskussion mit allen Referenten zum Thema "Die ,Deutschland AG’ im Wandel - Herausforderungen der Corporate Communications" beschließt die Fachtagung, die sich an Entscheider aus allen Bereichen der Öffentlichkeitsarbeit und des Kommunikationsmanagements in Unternehmen, Agenturen und Organisationen richtet. Die Moderation übernimmt Frank Roth von der Fachzeitung HORIZONT.

Am Abend des 12. September findet die Gala zur Verleihung des Deutschen PR-Preises (Goldene Brücke) statt, welcher erstmals gemeinsam von der Deutschen Public Relations Gesellschaft und dem F.A.Z.-Institut ausgeschrieben wurde. Der seit 1970 verliehene Deutsche PR-Preis (Goldene Brücke) wird in Gold, Silber und Bronze für strategisch angelegte und exzellent umgesetzte PR-Konzepte und Kommunikationsprozesse in den Kategorien "Kommunikationsgestaltung" und "Kommunikationsmanagement" vergeben. Darüber hinaus werden Persönlichkeiten der Kommunikationsbranche sowie vorbildliche Kommunikationsleistungen von Unternehmen ausgezeichnet. Vergeben wird zudem der Albert-Oeckl-Preis der DPRG 2002 zur Förderung des PR-Nachwuchses sowie als Sonderpreis des F.A.Z.-Instituts der "Deutsche Image Award".

Jürgen Pitzer | ots

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