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Klimaexperten, Polarforscher, Paläontologen und andere: Rund 900 Erdwissenschaftler bei der GEO 2002

11.09.2002


Die Uni Würzburg wird zum Mekka der Geowissenschaften: Rund 900 Forscher, die sich mit der Vergangenheit, Entwicklung und Zukunft der Erde beschäftigen, kommen von Dienstag bis Samstag, 1. bis 5. Oktober, zur Tagung GEO 2002 nach Würzburg. Zum Programm gehören auch öffentliche Ausstellungen und Vorträge, zu denen die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Die GEO 2002 ist eine Gemeinschaftstagung von 13 geowissenschaftlichen Gesellschaften Deutschlands. Diese hatten vor zwei Jahren beschlossen, zum "Jahr der Geowissenschaften 2002" ihre Konferenz in Würzburg abzuhalten, wenn die hiesige Universität ihren 600. Geburtstag feiert. Eine so große geowissenschaftliche Tagung mit Teilnehmern aus dem In- und Ausland hat in Deutschland bislang noch nicht stattgefunden.

Die Öffentlichkeit ist zu drei Ausstellungen eingeladen, wobei der Eintritt jeweils frei ist:

  • Mit der ersten deutschen Antarktis-Expedition vor 100 Jahren befasst sich die Ausstellung "Universitas Antarctica" in der Hauptstelle der Sparkasse Mainfranken, Hofstraße 9 (17. September bis 8. Oktober).
  • Vom 29. September bis 30. Oktober präsentiert das Hessische Landesmuseum Darmstadt Fossilien aus der berühmten Grube Messel, die zum Weltnaturerbe der UNESCO gehört. Diese Schau ist im Mineralogischen Museum der Universität am Hubland aufgebaut.
  • Um "Kunstformen der Erde" geht es schließlich in einer Fotoausstellung der Tübinger Geowissenschaften, zu sehen vom 1. bis 28. Oktober in der Stadtmensa am Studentenhaus.

Außerdem werden bei der Tagung zwei öffentliche Abendvorträge im Audimax der Universität am Sanderring angeboten:

  • Am Mittwoch, 2. Oktober, spricht um 20.00 Uhr Prof. Dr. Hans-Rudolf Bork aus Kiel über die Bodenzerstörung in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  • Mit der Frage "Antarktis - Rohstofflager, Wissenschaftsparadies, Weltnaturpark?" befasst sich dann am Donnerstag, 3. Oktober, ebenfalls um 20.00 Uhr Prof. Dr. Hubert Miller aus München.

Die Fachveranstaltungen finden am Hubland statt. Neben zwölf eingeladenen Plenarrednern, darunter ein Nobelpreisträger der Physik, Prof. Dr. Johannes Georg Bednorz aus Rüschlikon (Schweiz), umfasst die Tagung 43 Symposien mit sechs bis neun Einzelvorträgen und 33 Poster-Präsentationen.

In den vergangenen Jahren sind die Geowissenschaften und ihre Nachbardisziplinen zusammengerückt. Das wird auch bei der GEO 2002 deutlich: Das Spektrum der vorgestellten Spezialgebiete reicht von der Klimaforschung über Gebirgsbildungsprozesse und Bodenkunde bis zur Paläontologie. Die teilnehmenden Wissenschaftler beschäftigen sich mit dem Wasser und der Rekonstruktion fossiler Lebensgemeinschaften, der frühen Bildung der Erde und den Polargebieten, mit der Wissenschaftsgeschichte der Geologie und der Altersdatierung von Gesteinen, mit den geologischen Ressourcen und ihrer nachhaltigen, verantwortungsvollen Nutzung.

Weitere Informationen: Dr. Birgit Niebuhr, Tagungsbüro, T (0931) 31-2514, Fax (0931) 31-2504, E-Mail: 
tagung@geo2002.de

Robert Emmerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.geo2002.de/

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