Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Revolutionäres E-Learning bewegt die Informatik

26.08.2002


E-Learning ist ein Schwerpunkt der 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik (GI), die vom 30. September bis zum 3. Oktober 2002 im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen stattfindet. Internationale Experten aus Wissenschaft und Praxis berichten über Erfolge auf diesem Gebiet und diskutieren Herausforderungen, die es nicht nur für den Einsatz in Unternehmen zu bewältigen gilt.

Die Halbwertzeiten von Wissen verkürzen sich stetig. Erlerntes muss laufend ergänzt werden. Die Weiterbildung via Internet macht Schulungen zeit- und ortsunabhängig möglich. Dabei und ebenso bei der Entwicklung von virtuellen Klassenzimmern und Universitäten können individuelle Erfahrungshorizonte und persönliche Lernstile berücksichtigt werden.

Das Schlüsselthema E-Learning liegt an der Schnittstelle von Informatik, Didaktik und Betriebswirtschaft. Fragen, die es zu klären gilt, berühren demzufolge ganz verschiedene Felder: Es geht um Technologie, Methoden, Management und Strategien. Gerade deshalb ist ein Erfahrungsaustausch zwischen den Disziplinen unerlässlich. Die drei Hauptreferenten, die allesamt am Dienstag, den 1. Oktober 2002, ihre Erkenntnisse präsentieren, kommen aus den drei genannten Wissenschaften.

Drei internationale Experten halten Vorträge

Die Belgierin Mia Vanstraelen arbeitet als Informatikerin bei IBM Learning Services. Sie führt die Tagungsteilnehmer in das Vierstufen-Lernmodell ein. Das ist ein "Blended Learning"-Modell, das dazu dient, traditionelles Lehren und Lernen mit elektronisch unterstützten Lernprozessen zu kombinieren. Zu seinen Hauptaspekten gehört, dass der Lernende selbst im Zentrum steht. Der Lehrende agiert als ein Moderator, der Lerngelegenheiten arrangiert und den Lernprozess nur unterstützt und begleitet.

James C. Taylor von der University of Southern Queensland (Australien) ist Pädagoge und hat sich intensiv mit dem Einsatz des Tele-Lernens im Rahmen der Universitätsausbildung beschäftigt. Sein Referat geht unter anderem der Frage nach, wie das lebenslange Lernen zu einem erschwinglichen Preis realisierbar ist. Mittels automatisierter Hilfestellung und Datenbanken mit wiederverwendbarem Lernmaterial steht die Revolution des lebenslangen Lernens vor der Tür - die "Higher Education Revolution", welche James C. Taylor beschreiben wird.

Die Frage, warum E-Learning die vielversprechenden Prognosen bislang nicht erfüllt hat, ist der Ausgangspunkt für Andrea Back. Sie lehrt Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik and der Universität Sankt Gallen in der Schweiz. Ihr geht es darum, den Verantwortlichen in den Unternehmen in einer "Projektagenda" aufzuzeigen, welche Probleme schon gelöst sind und wo noch Herausforderungen warten. Sie möchte die Unternehmen ermutigen, E-Learning in ihre Unternehmensstrategie aufzunehmen. Andrea Back geht ebenfalls darauf ein, wie man traditionelles und neues, computerunterstütztes Lernen sinnvoll integrieren kann.

E-Learning für Universitäten und Unternehmen

Eine größere Zahl an Workshops ergänzen diese Hauptvorträge. Dabei wird diskutiert, wie man E-Learning und Neue Medien in der Lehre an Universitäten einsetzen kann. Ist elektronisches Lernen als kompletter Online-Studiengang sinnvoll, oder nur als Ergänzung und Unterstützung der klassischen Präsenzveranstaltungen? Weiterhin geht es darum, das Wissensmanagement, in großen Unternehmen bereits Standard, mit E-Learning zu kombinieren.

Auch einige Sponsoren der GI-Tagung sind eng mit dem Bereich des E-Learnings verbunden. Neben IBM, bei dem bereits am Vierstufen-Lernmodell gearbeitet wird, sind die FernUniversität Hagen, das IT-Center Dortmund und die FH Dortmund an Bord. Insbesondere die FernUniversität ist Vorreiter im Bereich des computerunterstützten Tele-Lernens. Die drei Hochschulen stellen interessante Ergebnisse ihrer Arbeit in der Fachausstellung vor, ebenfalls natürlich die Universität Dortmund als Veranstalter der Fachtagung "Informatik bewegt...". Hier wird deutlich, dass E-Learning bereits Realität ist, und dennoch Raum für Zukunftsmusik bleibt.

Neben dem Schwerpunkt E-Learning sind die weiteren Themen des Kongresses unter den Schlagworten Bioinformatik, Autonome mobile Roboter, Next Generation Internet, vernetzte Welt und Management des Wandels zusammengefasst.

____________________________________________________________
Weitere Informationen: Dr. Norbert Jesse, Universität Dortmund, Lehrstuhl Informatik I, Otto-Hahn-Str. 16, 44221 Dortmund, Tel. 0231-755 6221, Mobil 0177-3372830, Fax 0231-7 556555

Klaus Commer | idw

Weitere Berichte zu: FernUniversität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Legionellen? Nein danke!
25.09.2017 | Haus der Technik e.V.

nachricht Posterblitz und neue Planeten
25.09.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Legionellen? Nein danke!

25.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Hochvolt-Lösungen für die nächste Fahrzeuggeneration!

25.09.2017 | Seminare Workshops

Seminar zum 3D-Drucken am Direct Manufacturing Center am

25.09.2017 | Seminare Workshops