Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Institut für Breitbandtechnik eingeweiht

26.08.2002


Die vor einem Jahr vereinbarte Kooperation zwischen der FH Stralsund und der Siemens AG, Standort Greifswald, trägt nun Früchte: Heute wurde das Institut für Breitbandtechnik in den Räumen der Siemens AG eingeweiht. Dabei waren FH-Rektor Professor Dr. Ulrich Schempp, Siemens-Standortleiter Martin Stolz und Professor Peter Kauffold, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, sowie namhafte Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft.

Das Institut für Breitbandtechnik ist eine Einrichtung der Fachhochschule Stralsund, Fachbereich Elektrotechnik und Informatik. Es beschäftigt sich mit allen drahtgebundenen und mobilen Techniken, die sehr schnell große Datenmengen digital oder analog übertragen, wie zum Beispiel Video per Internet. Das Besondere an diesem Institut: Es hat seinen Platz auf dem Gelände der Siemens AG. Da die Studenten direkten Einblick in Produktentwicklung und Produkttests haben, wird ein Höchstmaß an Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht. Das Institut bietet ab dem Wintersemester 2002 Laborplätze für 16 Master-Studenten. Im Rahmen der Kooperation stellt Siemens drei Räume mit insgesamt rund 250 qm, Spezialtechnik und Infrastruktur bereit; die Fachhochschule die Nachwuchsingenieure und Ausbilder sowie die erforderliche Mess- und Computertechnik und Büroausstattung. Das Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert die Kooperationsarbeit mit 1 Mio. EURO aus dem Zukunftsfond des Landes inklusive eines Arbeitsplatzes für den Leiter des Institutes, Dipl.-Ing Axel Post.

Ein weiteres Element der Kooperation und des neuen Studienschwerpunktes ist die Access-Laborausbildung der Bachelor-Studenten. In der Fachhochschule steht ihnen bereits seit Herbst letzten Jahres ein neues, mit Breitbandtechnik ausgestattetes Labor mit 16 Plätzen für die praktischen Übungen und Versuche zur Verfügung. Die rund 160.000 DM teure Ausstattung wurde ebenfalls vom Land finanziert; Siemens sponsorte die Access-Spezialtechnik.

Ziel der Kooperation
Die Kooperation umfasst gemeinsame Produkt-entwicklung und Produkttests sowie Forschungsprojekte unter Einbezug besonders geeigneter Studenten. Die spätere Gründung von Start-up-Unternehmen sieht der Kooperationsvertrag zwar nicht vor, gehört aber zu den Zukunftsvisionen beider Kooperationspartner.


Durch die Ausbildung der Studenten im Unternehmen und die gemeinsame Nutzung der Labore für Forschung, Entwicklung und Weiterbildung erhoffen sich die Partner einen Qualitätsschub in der Ausbildung und positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

FH Stralsund
Der Fachbereich Elektrotechnik und Informatik der Fachhochschule Stralsund hat sein gesamtes Studienangebot ab dem Sommersemester 2002 internationalisiert und vollständig auf Bachelor- und Master-Ausbildung umgestellt. Er gehört damit zu den ersten technischen Fachbereichen in der Bundesrepublik, die diesen Schritt gehen und ihr Ausbildungsangebot an wirtschaftlichen Erfordernissen ausrichten. Die Kooperation mit der Siemens AG Greifswald ist ein weiteres Zeichen für die Leistungskraft der Fachhochschule Stralsund, die ihre Attraktivität bei in- und ausländischen Studenten spürbar erhöhen wird.

Siemens-Standort Greifswald
Am Standort der Siemens AG in Greifswald beschäftigt rund 680 Mitarbeiter. Mit etwa 220 Entwicklungsingenieuren ist das Unternehmen die größte Hardware- und Software-Schmiede in Mecklenburg-Vorpommern. Die hier entwickelten Telekommunikationstechniken werden in Greifswald gefertigt und in weltweit 93 Länder exportiert. Spezialisiert sind die Greifswalder auf Produkte und Lösungen für Access-Netze, die Technik der "letzten Meile" zwischen der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers und der Telefondose und dem PC. Die große Herausforderung besteht darin, über die vorhandenen Netze außer Sprache (Telefonie) auch immer mehr Daten (Internet) schnell und sicher zu übertragen (Breitbandtechnik).

In letzter Zeit hatte der Standort von sich reden gemacht: Siemens wird sich zum Ende des Geschäftsjahres am 30.9.2002 von der Fertigung trennen und die 270 Arbeitsplätze an eine sich in Gründung befindende Betreibergesellschaft übergeben, die den Produktionsbetrieb als unabhängiges Unternehmen weiterführt. Bei Siemens in Greifswald bleiben rund 410 Arbeitsplätze erhalten. Damit bleibt Siemens immer noch einer der größten privaten Arbeitgeber in Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Informationen über:

I & C Standort Greifswald


Gudrun Haseloh
Interne Kommunikation
Siemensallee 1
17489 Greifswald
Tel.: 03834 / 555 - 640
Fax.: 03834 / 555 - 602
E-Mail: Gudrun.Haseloh@icn.siemens.de

Fachhochschule Stralsund
Rudi Wendorf
Leiter der Technologie- und Informationstransferstelle
Zur Schwedenschanze 15
18435 Stralsund

Tel.: 0 38 31 / 45 65 28
Fax: 0 38 31 / 45 66 40
E-Mail: rudi.wendorf@fh-stralsund.de

Dr. Rudi Wendorf | idw

Weitere Berichte zu: Breitbandtechnik Elektrotechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie