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"Gene und Klone - Was bringt uns die Zukunft der molekularen Medizin?"

13.08.2002


Biochemiker und Molekularbiologen treffen sich in Halle

Eine Reihe hochaktueller Highlights hält die diesjährige gemeinsame Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie e.V. (GBM) und der Deutschen Gesellschaft für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie e.V. (DGPT) vom 7. September bis 10. September 2002 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in der Saalestadt Halle bereit. Die Tagung beginnt mit einer cirka einstündigen Auftaktveranstaltung am 7. September 2002, 12:00 Uhr, im Großen Saal der Georg-Friedrich-Händel-Halle, Salzgrafenplatz 1.
Im Rahmen der Tagung stellen internationale Spitzenforscher ihre Erkenntnisse, unter anderem zur Einbeziehung der Genomanalyse in die Pharmaforschung, zur Rolle von Signalprozessen in der Krankheitsentwicklung und zur Struktur komplexer Proteinmaschinen, vor. Neben Referentinnen und Referenten aus sechs europäischen Ländern, den USA und Kanada erhalten auch führende regionale Experten die Möglichkeit, die Stärke und Besonderheiten der Forschung in der Region Halle/Leipzig/Dresden darzustellen. Kontroverse Meinungen lässt der Workshop zu aktuellen Entwicklungen des Patentrechts erwarten. Die den Kongress begleitende Lehrerfortbildung dient der Vermittlung der komplexen Thematik an den Schulen.
Ein besonderer Höhepunkt ist der öffentliche Abendvortrag mit Prof. Dr. Jens Reich am 9. September.

Gemeinsame Herbsttagung als internationales Schaufenster der Forschung:
Hochaktuelles zu Molekularer Medizin, Wirkstoff-Forschung und Pharmakogenomik

Die jährlichen Herbsttagungen der GBM und der DGPT bieten einen Überblick über die neuesten Entwicklungen in Biochemie und Molekularbiologie bzw. Pharmakologie und Toxikologie. Beide Gesellschaften richten jedes Jahr an einer anderen Hochschule ihre Tagungen aus, die sich damit auch als ein Schaufenster der Forschung des jeweiligen Ausrichtungsortes verstehen. Im Rahmen des Jubiläums der Universität Halle-Wittenberg haben die genannten Gesellschaften beschlossen, eine große gemeinsame Tagung in Halle zu veranstalten und mit der Durchführung Biochemiker, Mediziner, Genetiker, Biologen, Pharmakologen und Toxikologen beauftragt. Die Tagung soll auch als eine Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs dienen: Von den ca. 750 Teilnehmern aus zehn Ländern sind ein Drittel jünger als 35 Jahre. Außerdem stellen Nachwuchswissenschaftler auf rund 200 Postern ihre Forschungsarbeiten vor und je eine herausragende Promotions- bzw. Habilitationsarbeit des letzten Jahres werden prämiert.

Spezialvorträge - Besondere Glanzpunkte der Tagung

Im Eröffnungsvortrag des halleschen Experten Prof. Dr. Gunter Fischer am Samstagnachmittag wird es um seine Funde zur Aufklärung von Mechanismen der Proteinfaltung gehen. Anlässlich der Verleihung der höchsten Auszeichnung der GBM, der Otto-Warburg-Medaille, wird der Preisträger Kurt von Figura einen Vortrag über die biochemischen Ursachen einer Klasse von Erbkrankheiten halten. Betroffen ist eine Gruppe von Proteinen (Proteasen), die ihrerseits Proteine spalten. So konnte Figura zeigen, wie kleine Fehler bei der Modifikation fertiger Proteine schwere klinische Auswirkungen haben können.
Eine Reihe weiterer Vorträge und Symposien widmen sich dem Thema der molekularen Ursachen von Krankheiten, der Suche nach neuen Wirkstoffen in der Arzneimittelforschung und den Chancen, die die Entzifferung des menschlichen Erbguts dabei bietet. Andere Vorträge widmen sich u.a. Signalprozessen in gesunden und kranken Zellen und dem Verständnis der komplizierten Bildung dreidimensionaler Strukturen von Proteinen und Zellkomponenten.

Öffentlicher Vortrag mit Prof. Dr. Jens Reich
Am Montagabend, dem 9. September 2002, 19:30 Uhr, spricht Molekularbiologe Jens Reich im Großen Saal der Händel-Halle über "Gene und Klone - Was bringt uns die Zukunft der molekularen Medizin?" Er wird dabei die diskutierten Forschungsthemen in den gesellschaftlichen und ethischen Kontext einbinden, der ein wichtiger Aspekt molekularbiologischer Forschung ist. Zu diesem öffentlichen Abendvortrag sind alle Interessenten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.


Diskussionsrunden zur Entwicklung des Patentwesens in der biomedizinischen Forschung

Fragen zur Patentierbarkeit und wirtschaftlichen Verwertung der Forschungsergebnisse und zu den Auswirkungen auf Kooperationen zwischen Hochschule und Industrie werden in einem Workshop mit Patentanwälten und Firmenvertretern am Samstagmittag diskutiert. Welche Auswirkungen Patente auf die Grundlagenforschung haben und wie weit biomedizinische Forschung patentierbar ist oder sein sollte wird dort aus den verschiedenen Blickrichtungen der geladenen Experten und Teilnehmer erörtert werden.


Lehrerfortbildung: Experimentiermöglichkeiten an der Schule

Nicht erst seit PISA engagiert sich die GBM in der Nachwuchsförderung und dem breiten Dialog mit der Öffentlichkeit zu Chancen und Risiken der Molekularbiologie. So findet parallel zur Herbsttagung in Halle eine Lehrerfortbildung für Lehrkräfte an Gymnasien statt. Dort werden Möglichkeiten zum eigenen Experimentieren zu Gentechnik und Molekularbiologie im Schulunterricht aufgezeigt. So soll den Schülerinnen und Schülern ein eigenes "Begreifen" der Thematik ermöglicht werden, eine wichtige Basis für eine fundierte Auseinandersetzung mit den Auswirkungen dieser Forschung in der Gesellschaft. Die Bedeutung dieses Fortbildungsangebotes wurde auch von den Landesregierungen erkannt: Das Lehrerfortbildungsinstitut Sachsen-Anhalt wie das Sächsische Staatsministerium für Kultus unterstützen diese Offerte.

Infos zur Tagung und das vollständige Programm im Internet .

Ansprechpartner:
Dr. Jörg Maxton-Küchenmeister
Leiter der GBM-Geschäftsstelle
60598 Frankfurt a. M.
Tel. 069 66056712
Fax: 069 66056722
E-Mail: maxton@gbm-online.de
während der Tagung: Tel 0173/157 2835

Prof. Dr. Jürgen Lasch
Institut für Physiologische Chemie
Medizinische Fakultät
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
06097 Halle/Saale
Hollystraße 1
Tel. 0345 5573818
Fax: 0345 5573877
E-Mail: juergen.lasch@medizin.uni-halle.de
während der Tagung: Tel. 0179 2551378

Kongressbüro, Hollystraße 1 in Halle/Saale
Tel.: 0345 5573840

Ingrid Godenrath | idw
Weitere Informationen:
http://www.gbm-online.de/

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