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Warum Wissen in Washington sich von Wissen in Kabul unterscheidet

08.08.2002


Internationales Symposium in der Heidelberger Villa Bosch vom 02. - 05. September 2002 - Wissenschaftler diskutieren über räumliche Unterschiede in der Produktion und Verbreitung von Wissen

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»Geographisch

Wissen und Bildung gehören im 21. Jahrhundert zu den wichtigsten Ressourcen und Wettbewerbsfaktoren in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Im Zeitalter des Internet scheint es egal zu sein, wo Menschen neue Erkenntnisse erwerben. Doch Wissen ist nicht gleichzusetzen mit einer Anhäufung von Informationen. Die Pisa-Studie zeigt beispielsweise, dass beim Wissenserwerb an Schulen große räumliche Unterschiede selbst innerhalb Deutschlands bestehen. Hochschulrankings ermitteln Wissenschaftshochburgen, in denen Forscher besonders produktiv sind. Wissen über andere Weltanschauungen, Länder und Lebensformen wird in verschiedenen Weltteilen unterschiedlich produziert und interpretiert.

Beim zweiten internationalen Symposium "Knowledge and Space" diskutieren vom 02. September bis zum 05. September 2002 im Studio der Villa Bosch in Heidelberg hochkarätige internationale Wissenschaftler aus mehreren Disziplinen, wie räumliche Faktoren die Produktion, Verbreitung und Nutzung von Wissen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik beeinflussen. Organisator ist Professor Peter Meusburger, Direktor des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg.

Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH und die VolkswagenStiftung fördern die Veranstaltung. Das erste Symposium "Knowledge, Education and Space" fand im September 1999 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Klaus Tschira Stiftung mit sehr großem Erfolg statt.



Die Ergebnisse wurden unter anderem in der international renommierten geographischen Zeitschrift Erdkunde (Heft 2000/4) publiziert und stießen in der Fachwelt auf enormes Interesse: Bisher war noch kein Heft dieser Zeitschrift so schnell vergriffen wie jenes mit dem Schwerpunkt "Knowledge and Space".

Bei dem Symposium treffen Geographen und Wirtschaftswissenschaftler mit Sozialwissenschaftlern und Physikern zusammen. Die Bandbreite der Themen ist daher sehr groß: Welche Rolle spielt Wissen über andere Weltanschauungen für terroristische Akte (11. September), für territoriale Auseinandersetzungen (USA/Afghanistan, Israel/Palästina) und deren weltweite Beurteilung? Wie unterscheidet sich solches Wissen von wissenschaftlichen "Fakten" über so abstrakte Phänomene wie Schwarze Löcher? Warum werden selbst wissenschaftliche Theorien an anderen Orten der Welt unterschiedlich interpretiert? Wie wird darüber entschieden, was als gesichertes Wissen gilt und welche Aussagen als bloße Behauptungen abgetan werden? Welche Rolle spielen international mobile Wissenschaftler bei der Herausbildung solcher und anderer, scheinbar universeller Wahrheiten?

Die Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH  fördert Forschungsvorhaben der angewandten Informatik, der Naturwissenschaften und der Mathematik. Weiterhin unterstützt die Stiftung die Lehre an staatlichen und privaten Hochschulen und fördert einzelne Projekte der Denkmalpflege und der Künste. Sitz der Stiftung ist die Villa Bosch in Heidelberg, der ehemalige Wohnsitz des Nobelpreisträgers für Chemie Carl Bosch (1874 - 1940).

An dem Symposium nehmen rund 20 geladene Wissenschaftler teil. Tagungssprache ist Englisch. Journalisten sind herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen oder ein Interview mit einem der beteiligten Wissenschaftler zu führen. Falls Sie interessiert sind, rufen Sie bitte an bei:

Prof. Dr. Peter Meusburger, Geographisches Institut, Universität Heidelberg

Telefon: 06221-54 4573; Fax: 06221-54 5556; peter.meusburger@urz.uni-heidelberg.de

Ihre Ansprechpartner bei der Klaus Tschira Stiftung:

Dr. Peter Saueressig, Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit

Villa Bosch, Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg
Tel: 06221-533 245 Fax: 06221-533 198; 
peter.saueressig@kts.villa-bosch.de

ab 19.8.2002: Renate Ries, Klaus Tschira Stiftung gGmbH, Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Villa Bosch, Schloss-Wolfsbrunnenweg 33, 69118 Heidelberg
Tel: 06221-533 214; Fax: 06221-533 198;  renate.ries@kts.villa-bosch.de

Dipl.Biol. Renate Ries | idw
Weitere Informationen:
http://www.kts.villa-bosch.de
http://www.kts.villa-bosch.de/deutsch/presse/02-08-08pressemitteilung_symposium.html

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