Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Internationale sonnenphysikalische Tagung in Göttingen

22.07.2002



Teleskop der


Gregory-Coudé-Teleskop am Observatorio del Teide



Uni-Sternwarte auf Teneriffa wird durch neues Gerät ersetzt


 Einen internationalen Workshop über Ergebnisse und Perspektiven
der Sonnenphysik sowie moderne Techniken des Teleskopbaus veranstaltet die

... mehr zu:
»GCT »GREGOR »Sonnenphysik »Teleskop

Abteilung Kerninstitut an der Sternwarte der Universität Göttingen vom 24.
bis 26. Juli 2002. Es werden etwa 60 Teilnehmer aus 13 verschiedenen
Ländern erwartet. Anlass der Tagung ist der Abschluss einer 40-jährigen

Forschungsarbeit mit dem Gregory-Coudé-Teleskop (GCT) der
Universitäts-Sternwarte Göttingen. Das GCT auf Teneriffa soll im Jahr 2004
durch das neue Teleskop GREGOR ersetzt werden. Die Tagung, die von Prof.
Dr. Franz Kneer, dem geschäftsführenden Leiter der Sternwarte, unter
Mitarbeit von Dr. Eberhard Wiehr und Dr. Axel Wittmann organisiert wird,
beschäftigt sich unter anderem mit den Themen "Teleskope und Technik"
sowie mit sonnenphysikalischen Untersuchungen und Interpretationen.


Das Gregory-Coudé-Teleskop hat einen Spiegeldurchmesser von 45 cm und
war zunächst von 1961 an in der Südschweiz nahe Locarno in Betrieb.
"1984/85 wurde das GCT nach Teneriffa verlegt, wo in 2400 Meter Höhe
besonders gute Beobachtungsbedingungen herrschen", so die Organisatoren
der Tagung. Im Lauf der Zeit seien weitere, größere Teleskope in der Nähe
des Göttinger Gerätes aufgestellt worden, so zum Beispiel ein
70-cm-Teleskop des Kiepenheuer-Instituts für Sonnenphysik Freiburg.
Dadurch sei der Wunsch nach einem leistungsfähigeren Teleskop entstanden.


Das neue GREGOR-Teleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt des
Kiepenheuer-Instituts, der Universitäts-Sternwarte Göttingen und des
Astrophysikalischen Instituts Potsdam und befindet sich nach Angaben der
beteiligten Wissenschaftler in der fortgeschrittenen Planungsphase. "Mit
GREGOR können nicht nur die Sonne, sondern auch hellere Fixsterne
beobachtet werden, dies ist eine Besonderheit dieses Teleskops." Es wird
einen offenen Tubus und einen Spiegeldurchmesser von 1,5 Meter haben. Für
die Installation von GREGOR begannen im Juni 2002 umfangreiche Umbauten am
bisherigen Gebäude auf Teneriffa. Zunächst musste das GCT mit einem Kran
in 17 Meter Höhe aus dem Gebäude herausgehoben werden. Während der
Umbauzeit werden die Göttinger Sonnenforscher das Nachbarteleskop ihrer
Freiburger Kollegen nutzen.


Die Sonnenphysik als Teilgebiet der modernen Astrophysik hat in
Göttingen eine fast 100-jährige Tradition. 1906 begonnen mit den Arbeiten
von Karl Schwarzschild, wurde sie mit Karl-Otto Kiepenheuer, Paul ten
Bruggencate und anderen fortgesetzt. Seit den vierziger Jahren verfügen
die Forscher auf dem Göttinger Hainberg über ein Sonnen-Turmteleskop, das
noch heute existiert. Wegen der Witterungsverhältnisse musste die
Sonnenbeobachtung aber 1961 ins klimagünstigere Locarno und dann nach
Teneriffa ausweichen.


Kontaktadresse:
Georg-August-Universität Göttingen

Universitäts-Sternwarte Göttingen
Geismarlandstraße 11, 37083
Göttingen
Tel. (0551) 39-5053 / 39-5042, Fax (0551) 39-5043
E-Mail:

gctconf@uni-sw.gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-sw.gwdg.de/~wittmann/gctconf/gctconf.html

Weitere Berichte zu: GCT GREGOR Sonnenphysik Teleskop

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer
24.11.2017 | Universität Paderborn

nachricht Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet
24.11.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Metamaterial mit Dreheffekt

Mit 3D-Druckern für den Mikrobereich ist es Forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) gelungen ein Metamaterial aus würfelförmigen Bausteinen zu schaffen, das auf Druckkräfte mit einer Rotation antwortet. Üblicherweise gelingt dies nur mit Hilfe einer Übersetzung wie zum Beispiel einer Kurbelwelle. Das ausgeklügelte Design aus Streben und Ringstrukturen, sowie die zu Grunde liegende Mathematik stellen die Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Science vor.

„Übt man Kraft von oben auf einen Materialblock aus, dann deformiert sich dieser in unterschiedlicher Weise. Er kann sich ausbuchten, zusammenstauchen oder...

Im Focus: Proton-Rekord: Magnetisches Moment mit höchster Genauigkeit gemessen

Hochpräzise Messung des g-Faktors elf Mal genauer als bisher – Ergebnisse zeigen große Übereinstimmung zwischen Protonen und Antiprotonen

Das magnetische Moment eines einzelnen Protons ist unvorstellbar klein, aber es kann dennoch gemessen werden. Vor über zehn Jahren wurde für diese Messung der...

Im Focus: New proton record: Researchers measure magnetic moment with greatest possible precision

High-precision measurement of the g-factor eleven times more precise than before / Results indicate a strong similarity between protons and antiprotons

The magnetic moment of an individual proton is inconceivably small, but can still be quantified. The basis for undertaking this measurement was laid over ten...

Im Focus: Reibungswärme treibt hydrothermale Aktivität auf Enceladus an

Computersimulation zeigt, wie der Eismond Wasser in einem porösen Gesteinskern aufheizt

Wärme aus der Reibung von Gestein, ausgelöst durch starke Gezeitenkräfte, könnte der „Motor“ für die hydrothermale Aktivität auf dem Saturnmond Enceladus sein....

Im Focus: Frictional Heat Powers Hydrothermal Activity on Enceladus

Computer simulation shows how the icy moon heats water in a porous rock core

Heat from the friction of rocks caused by tidal forces could be the “engine” for the hydrothermal activity on Saturn's moon Enceladus. This presupposes that...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungen

Forschungsschwerpunkt „Smarte Systeme für Mensch und Maschine“ gegründet

24.11.2017 | Veranstaltungen

Schonender Hüftgelenkersatz bei jungen Patienten - Schlüssellochchirurgie und weniger Abrieb

24.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mathematiker-Jahrestagung DMV + GDM: 5. bis 9. März 2018 an Uni Paderborn - Über 1.000 Teilnehmer

24.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Maschinen über die eigene Handfläche steuern: Nachwuchspreis für Medieninformatik-Student

24.11.2017 | Förderungen Preise

Treibjagd in der Petrischale

24.11.2017 | Biowissenschaften Chemie