Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sonnenenergie für den Süden

20.06.2002


Internationales Symposium von BMU, UNEP/GEF und KfW zur Markteinführung solarthermischer Kraftwerke

Simone Probst, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, hat heute in Berlin gemeinsam mit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ein internationales Symposium zur Markteinführung solarthermischer Kraftwerke eröffnet. In diesen Anlagen wird die Sonnenstrahlung durch Spiegelsysteme gebündelt und die konzentrierte Hitze zur Stromerzeugung genutzt. "Solarthermische Kraftwerke sind in sonnenreichen Ländern die effizienteste Technik, um die unerschöpfliche Energie der Sonne direkt zu nutzen", sagte Simone Probst zum Auftakt der Veranstaltung.

Während zwei Tagen, am 19. und 20. Juni, soll mit hochrangigen Vertretern aus 16 Ländern darüber beraten werden, wie diese Solarkraftwerke am effizientesten in den Markt eingeführt werden können. Dabei werden insbesondere die sonnenreichen Entwicklungsländer eine Rolle spielen. Gerade diese Länder können sich mit solarthermischen Kraftwerken nicht nur von teuren Energieimporten abkoppeln, sondern mittelfristig sogar Erneuerbare Energie in Form von Strom oder Wasserstoff exportieren.

"Deutschland wird von dieser Entwicklung in jedem Fall profitieren, da wir über Spitzentechnologien in diesem Bereich verfügen. Der Export solarthermischer Kraftwerke ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Bekämpfung der Armut im Süden. Denn diese Ziele sind untrennbar mit dem Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung verbunden", sagte Frau Probst. Umgekehrt bestehe die Möglichkeit, regenerativ erzeugten Strom nach Deutschland zu importieren. Die kürzlich vom Bundeskabinett verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie sieht bis zur Mitte des Jahrhunderts einen Anteil von 50 Prozent erneuerbarer Energie am gesamten deutschen Energiebedarf vor. "Ein Teil davon könnte durchaus importiert werden", so Simone Probst.

Daher unterstützt die Bundesregierung auch den Bau von solarthermischen Kraftwerken und die solarthermische Forschung in den Ländern des Südens. So finanziert die KfW im Auftrag der Bundesregierung und gemeinsam mit der GEF (Global Environment Facility) der Vereinten Nationen das erste solarthermische Kraftwerk in Indien am Standort Mathania. "Hier setzen wir ein weiteres Beispiel dafür, dass mit dieser innovativen Technologie in Entwicklungsländern die Sonne zur Erzeugung von thermischer Energie genutzt werden kann", so KfW-Vorstand Wolfgang Kroh.

Solarthermische Kraftwerke sind derzeit noch teurer als fossil befeuerte Kraftwerke. Um die Anlagen technisch weiterzuentwickeln und das hohe Kostensenkungspotenzial auszuschöpfen, bedarf es weiterer Forschung und Entwicklung. Nach Ansicht von Frau Probst muss die Spitzenstellung der deutschen Wissenschaft und Industrie in diesem Bereich sichergestellt werden: "Daher wollen wir das vom BMU mit Unterstützung der KfW im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms durchgeführte Forschungsprogramm fortführen." Parallel soll in internationaler Partnerschaft eine langfristig wirkende Markteinführungsstrategie ausgearbeitet werden.

Michael Schroeren | BMU Pressedienst
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: BMU KfW Sonnenenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena
16.10.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

nachricht bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer
13.10.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Im Focus: Kalte Moleküle auf Kollisionskurs

Mit einer neuen Kühlmethode gelingt Wissenschaftlern am MPQ die Beobachtung von Stößen in einem dichten Strahl aus kalten und langsamen dipolaren Molekülen.

Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht...

Im Focus: Astronomen entdecken ungewöhnliche spindelförmige Galaxien

Galaxien als majestätische, rotierende Sternscheiben? Nicht bei den spindelförmigen Galaxien, die von Athanasia Tsatsi (Max-Planck-Institut für Astronomie) und ihren Kollegen untersucht wurden. Mit Hilfe der CALIFA-Umfrage fanden die Astronomen heraus, dass diese schlanken Galaxien, die sich um ihre Längsachse drehen, weitaus häufiger sind als bisher angenommen. Mit den neuen Daten konnten die Astronomen außerdem ein Modell dafür entwickeln, wie die spindelförmigen Galaxien aus einer speziellen Art von Verschmelzung zweier Spiralgalaxien entstehen. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics veröffentlicht.

Wenn die meisten Menschen an Galaxien denken, dürften sie an majestätische Spiralgalaxien wie die unserer Heimatgalaxie denken, der Milchstraße: Milliarden von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

bionection 2017 erstmals in Thüringen: Biotech-Spitzenforschung trifft in Jena auf Weltmarktführer

13.10.2017 | Veranstaltungen

Tagung „Energieeffiziente Abluftreinigung“ zeigt, wie man durch Luftreinhaltemaßnahmen profitieren kann

13.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

ESO-Teleskope beobachten erstes Licht einer Gravitationswellen-Quelle

16.10.2017 | Physik Astronomie

Was läuft schief beim Noonan-Syndrom? – Grundlagen der neuronalen Fehlfunktion entdeckt

16.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren

16.10.2017 | Förderungen Preise