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Nase, Nasennebenhöhlen und vordere Schädelbasis

03.06.2002


Kongreß der Europäischen Rhinologischen Gesellschaft in Ulm
vom
15. bis 21. Juni 2002
Einladung zur Pressekonferenz am 13.6.2002, 15.00 Uhr


Die Europäische Rhinologische Gesellschaft veranstaltet ihre wissenschaftlichen Kongresse im Zweijahresturnus. Für 2002 - 15. bis 21. Juni - wurde Ulm zum Tagungsort bestimmt. Deutschland ist damit nach 1975 zum zweiten Mal Gastgeber. Beteiligt sind zahlreiche weitere Gesellschaften wie das International Symposium on Infection and Allergy of the Nose (ISIAN), die American Rhinologic Society (ARS), International Rhinologic Society (IRS), European Academy of Facial Plastic Surgery (EAFPS) und die European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI). Tagungspräsident ist Prof. Dr. Gerhard Rettinger, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde.

Gegründet wurde die Europäische Rhinologische Gesellschaft 1963 in Holland. Sie hat mehr als 600 Mitglieder. Die Rhinologie befaßt sich im weitesten Sinne mit den Erkrankungen der Nase, der Nasennebenhöhlen und der vorderen Schädelbasis. Hierzu gehören unter anderem Entzündungen, Polypenbildungen, Allergien und Tumoren. Nicht selten geht Asthma, das gesundheitspolitisch bei den geplanten »Disease Management Programmen« eine wichtige Rolle spielt, zunächst von Entzündungen der Nasenwege aus.

Dem eigentlichen wissenschaftlichen Kongreß vom 17. bis 19. Juni sind zweitägige Kurse vor- und nachgeschaltet. Sie befassen sich mit der ästhetischen Gesichtschirurgie, der wiederherstellenden Chirurgie der äußeren und inneren Nase nach Traumen, bei angeborenen Fehlbildungen und nach Unfallverletzungen, der minimalinvasiven Nasennebenhöhlenchirurgie und der Allergologie. Neben Live-Übertragungen aus den Operationssälen der HNO-Universitätsklinik gibt es Demonstrationen an anatomischen Präparaten unter Einsatz neuester, computergestützter Navigationstechniken. Die sind bei Operationen im Labyrinth der Nasennebenhöhlen wegen der Nähe zu Augen, Kopfschlagader und Gehirn von besonderer Bedeutung.

Die Tagungsthemen umfassen das ganze rhinologische Spektrum. Aktuelle Schwerpunkte sind z. B. mit den Grenzen der minimalinvasiven Chirurgie, der Rolle von Pilzen bei der Entstehung chronischer Nebenhöhlenentzündungen, Auswirkungen des Alters auf die Nasenfunktionen, Umwelteinflüssen auf die oberen Luftwege und Erfahrungen mit der ambulanten Chirurgie in anderen Ländern im Hinblick auf die Patientensicherheit und die Qualitätssicherung angesprochen. Obwohl diese Themen in erster Linie die Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde betreffen, sind sie auch für andere Fachgebiete wie z. B. Allergologen, Kinderärzte, Kieferchirurgen und Neurochirurgen sowie für Grundlagenwissenschaftler interessant.

Etwa 1.000 Teilnehmer werden zu dem Kongreß erwartet. Sie kommen aus allen europäischen Ländern, Japan, Korea, den USA, aus Süd- und Mittelamerika, Australien, dem Nahen Osten, Asien und Südafrika.

Dem Kongreß wird eine in die Tagungsthemen einführende Pressekonferenz vorangeschickt, die am

Donnerstag, dem 13. Juni 2002, 15.00 Uhr in der HNO-Klinik auf dem Michelsberg (Haupteingang, der weitere Weg ist ausgeschildert)

stattfindet. Prof. Dr. Gerhard Rettinger lädt dazu alle interessierten Redaktionen herzlich ein.

Kontakt: Dr. Edgar Bachor, Tel. 0731-500-33264 Prof. Dr. Gerhard Rettinger, Tel. 0731-500-27500, -27501

Peter Pietschmann | Pressestelle

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