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10 Jahre Internationales Wissenschafts- und Technologiezentrum (IWTZ)

31.05.2002


Staatssekretaer Thomas: Eine neue Etappe der Zusammenarbeit, gemeinsam mit GUS-Wissenschaftlern marktfaehige Produkte entwickeln

Das 1992 nach dem Ende des kalten Krieges gegruendete Internationale Wissenschafts- und Technologiezentrum in Moskau (IWTZ) hat seine Taetigkeit auf die Non-Proliferation von Massenvernichtungswaffen und die Integration von GUS-Wissenschaftlern in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft ausgerichtet. Der Staatssekretaer im Bundesministerium fuer Bildung und Forschung, Uwe Thomas, gratulierte dem IWTZ heute in Berlin zu seiner erfolgreichen Arbeit: "Ueber 35.000 russischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern konnte eine Fortfuehrung von Forschungsarbeiten, die sich auf zivile Projektziele richten, ermoeglicht werden. Durch die Zusammenarbeit mit westlichen Firmen konnten russische Forscher nicht nur ihren Lebensunterhalt sichern, sondern sich auch mit westlichem Forschungsmanagement, der Projektplanung und -durchfuehrung und der Evaluierung der Projektergebnisse nach westlichen Standards vertraut machen. Das IWTZ hat ausgesprochen erfolgreich zur internationalen Zusammenarbeit beigetragen."

Dafuer haben der Westen und die GUS-Teilnehmerstaaten, allen voran Russland, betraechtliche Mittel bereit gestellt. Von den ca. 500 Millionen US-$ westlicher Foerdermittel hat die EU allein ca. 120 Millionen US-$ aufgebracht. 582 europaeische Projekte sind mit oeffentlichen Mitteln gefoerdert worden. Deutschland hat daran großen Anteil und ist einer der aktivsten europaeischen Partner. Dazu wurden 43 Partner-Projekte mit privaten Mitteln europaeischer Unternehmen in Hoehe von 22 Millionen US-$ unterstuetzt.

Der Staatsekretaer hob hervor: "Jetzt geht es darum, Forschungsergebnisse staerker in marktfaehige Produkte in Russland und den anderen GUS-Teilnehmerstaaten umzusetzen, um neue Arbeitsplaetze zu schaffen. Das nutzt den Menschen dort, ist aber auch fuer deutsche Unternehmen von großem Interesse. Deutsche Forschungseinrichtungen, vor allem aber Unternehmen sollten sich staerker an den IWTZ-Programmen beteiligen." So biete das IWTZ die Moeglichkeit, exzellentes Wissen zu nutzen und neue Maerkte zu erschließen. Beispiele dafuer seien hervorragende Kapazitaeten in der Materialforschung und der Laserforschung. Vor allem Unternehmen, die noch nicht mit dem GUS-Markt vertraut sind, kann das IWTZ unterstuetzen.

Das IWTZ bietet deutschen Forschungseinrichtungen und Unternehmen folgende Vorteile:

  • Steuer- und Zollbefreiung fuer alle Zahlungen und Einfuhren im Rahmen von Partner-Projekten,
  • niedrige, steuerfreie Personalkosten der beteiligten einheimischen Wissenschaftler und Ingenieure zu Festpreisen,
  • Mitfinanzierung der Projektkosten der GUS-Partner durch andere IWTZ-Programme,
  • Foerderung der Projektanbahnung durch Reisekostenzuschuesse fuer die deutschen Partner aus Mitteln des BMBF,
  • kostenguenstige Management-Unterstuetzung durch deutsche Mitarbeiter im IWTZ-Sekretariat.

Das Bundesministerium fuer Bildung und Forschung und das Auswaertige Amt werden nun eine Reihe von Informationsveranstaltungen in Deutschland durchfuehren. Die heutige Praesentation in der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin zum Thema: "10 Jahre IWTZ - eine Dekade erfolgreicher Arbeit fuer Wissenschaft und internationale Sicherheit" ist hierfuer die Auftaktveranstaltung. Die Reihe der Informationsveranstaltungen des IWTZ in Deutschland wird Anfang Juni fortgesetzt, in Kooperation mit dem Innovationstag der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) am 03.06.2002 in Berlin und als Einzelveranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Steinbeis-Stiftung am 05.06.2002 in Stuttgart, in Kooperation mit der Zenit GmbH am 07.06.2002 in Essen und am 11.06.2002 gemeinsam mit dem Saarlaendischen Wirtschaftsministerium in Saarbruecken.

Pressereferat (LS 13) | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.istc.ru

Weitere Berichte zu: GUS-Teilnehmerstaat IWTZ

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