Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kinderonkologen tagen in Münster

23.05.2002

Neueste Entwicklungen in der Behandlung von Leukämien und Tumorerkrankungen im Kindesalter stehen im Mittelpunkt der 59. Wissenschaftlichen Tagung der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), die am Freitag und Samstag, 24./25.Mai 2002, am Universitätsklinikum Münster (UKM) stattfindet. 250 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ausland werden zu dieser Veranstaltung im Hörsaal des Instituts für Anatomie des UKM erwartet. Anlass für die erstmals in Münster stattfindende Halbjahrestagung dieser Fachgesellschaft ist das 25-jährige Bestehen der Klinik für Kinderonkologie des Universitätsklinikums Münster. Deren Direktor, Prof. Dr. Heribert Jürgens, ist zugleich amtierender Vorsitzender der GPOH und in dieser Funktion Leiter der Tagung in Münster.

Das Tagungsprogramm bietet einen breiten Überblick über den aktuellen Stand der Erforschung und Therapie von Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Mit besonderem Interesse werden Berichte über erste Erfahrungen mit neuen Medikamenten in der Behandlung der akuten und chronischen Leukämie erwartet. Diese auf den Ergebnissen der molekularen Krebsforschung basierenden Präparate, die derzeit im Rahmen klinischer Studien, unter anderem auch am Universitätsklinikum Münster, eingesetzt werden, bedeuten nach Einschätzung von Prof. Jürgens "einen weiteren kleinen Schritt zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse bei kindlichen Leukämien" . Während es vor 30 Jahren noch keine Möglichkeiten gab, an Leukämie erkrankte Kinder zu retten, liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate heute dank der großen medizinischen Fortschritte auf diesem Gebiet bei 75 Prozent. Mit den neuen Medikamenten hoffen die Kinderkrebsexperten, die Behandlungschancen weiter zu erhöhen.

Im Rahmen der Tagung in Münster wird auch der mit insgesamt 10.000 Euro dotierte Kind-Philipp-Wissenschaftspreis verliehen. Diese renommierteste wissenschaftliche Auszeichnung in der deutschsprachigen pädiatrischen Onkologie geht zu gleichen Teilen an Privatdozentin Dr. Simone Fulda von der Universitäts-Kinderklinik Ulm und Dr. Stephan Ehl von der Universitäts-Kinderklinik Freiburg. Während sich die Preisträgerin aus Ulm in ihrer preisgekrönten Arbeit mit der Rolle des plötzlichen Zelltods (Apoptose) bei bösartigen Erkrankungen im Kindesalterauseinandergesetzt hat, hat sich ihr Fachkollege aus Freiburg mit Fragen der Immunabwehr in der Krebstherapie und Transplantation beschäftigt.

Neben der Auszeichnung der beiden Nachwuchswissenschaftler wird bei der Tagung eine weitere besondere Ehrung erfolgen: Für sein wissenschaftliches Lebenswerk und seine Verdienste um den Aufbau des deutschen Kinderkrebsregisters wird Prof. Dr. Jörg Michaelis, Präsident der Universität Mainz, die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie übertragen. Das 1980 in Mainz aufgebaute Kinderkrebsregister in Mainz ist das größte bevölkerungsbezogene Kinderkrebsregister der Welt. Als Gastgeschenk der Universität Münster wird deren Prorektor Prof. Dr. Normann Willich dem neuen Ehrenmitglied der GPOH das Siegel der Universität überreichen.

Jutta Reising | idw
Weitere Informationen:
http://medweb.uni-muenster.de/institute/paedonco/veranstaltungen/index.html

Weitere Berichte zu: GPOH Hämatologie Kinderkrebsregister Leukämie Onkologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Ballungsräume Europas
26.04.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht 200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin
26.04.2017 | AiF Projekt GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

200 Weltneuheiten beim Innovationstag Mittelstand in Berlin

26.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Wie digitale Technik die Patientenversorgung verändert

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Akute Myeloische Leukämie: Ulmer erforschen bisher unbekannten Mechanismus der Blutkrebsentstehung

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Naturkatastrophen kosten Winzer jährlich Milliarden

26.04.2017 | Interdisziplinäre Forschung

Zusammenhang zwischen Immunsystem, Hirnstruktur und Gedächtnis entdeckt

26.04.2017 | Biowissenschaften Chemie