Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Konferenz "Zukunft gewinnen - der Beitrag der sozial-ökologischen Forschung"

06.05.2002


Catenhusen: "Wissenschaft schafft Chancen für eine nachhaltige Entwicklung"

Für die Zukunftssicherung der Gesellschaft müssen nach Ansicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Wolf-Michael Catenhusen, die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen besser zusammenarbeiten als bisher. "Obwohl wir über die Natur, effiziente Technologien und die sozialen Verhältnisse jeweils viel wissen, werden die Zusammenhänge zwischen den Bereichen oft nicht berücksichtigt", sagte Catenhusen bei der Eröffnung der Konferenz "Zukunft gewinnen - der Beitrag der sozial-ökologischen Forschung" am heutigen Montag in Berlin.

Catenhusen betonte: "Nachhaltigkeit braucht die Integration von Wissen zwischen den Natur- und Sozialwissenschaften." Nur so könnten die Menschen für ein umweltschonendes Verhalten gewonnen werden. Angelika Zahrnt, Mitglied im Strategiebeirat "Sozial-ökologische Forschung" und im Rat für nachhaltige Entwicklung, verspricht sich von der Forschung auch ein neues Wissenschaftsverständnis: "Nachhaltigkeit wird die Forschungslandschaft verändern."

Auf der zweitägigen BMBF-Tagung werden die ersten Projekte des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" vorgestellt. Für die verschiedenen Forschungsvorhaben stellt das Forschungsministerium seit dem Frühjahr 2001 zehn Jahre lang jährlich rund acht Millionen Euro zur Verfügung. Sie beschäftigen sich verbrauchernah mit den Bereichen Infrastruktur, Ernährung, Politikstrategie und regionaler Wirtschaftskreislauf.

Konkret untersucht etwa ein Projektverbund unter Leitung des Öko-Instituts Freiburg die Folgen unserer Ernährungsgewohnheiten und wie sehr Medien das Essverhalten beeinflussen. Eine Nachwuchsgruppe am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung analysiert im Raum Berlin-Brandenburg das Zusammenspiel zwischen Landwirten, Handel sowie Konsumenten und Konsumentinnen. Weitere Forschungsfelder sind die Erhaltung der Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenzucht in der globalisierten Nahrungsmittelproduktion sowie künftige Möglichkeiten, durch dezentrale Technik eine ressourcenschonende, verbrauchernahe Versorgung der privaten Haushalte mit Wasser, Energie und Information bereitzustellen.

Bei der sozial-ökologischen Forschung liegt die Frauenquote in den Nachwuchsgruppen mit über 50 Prozent deutlich höher als in der klassischen Umweltforschung. Knapp die Hälfte der geförderten Gruppen wird zudem von einer Wissenschaftlerin geleitet.

BMBF-Pressedienst | Pressemitteilung 91/2002

Weitere Berichte zu: Catenhusen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Organisch-anorganische Heterostrukturen mit programmierbaren elektronischen Eigenschaften

29.03.2017 | Energie und Elektrotechnik

Klein bestimmt über groß?

29.03.2017 | Physik Astronomie

OLED-Produktionsanlage aus einer Hand

29.03.2017 | Messenachrichten