Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kleine Partikel - große Wirkung

04.04.2002


Jedes Jahr werden etwa 20.000 Berufskrankheiten anerkannt, 2000 Menschen sterben durch Berufskrankheiten. Zunehmend sieht sich die Arbeitsmedizin neben den anerkannten Berufskrankheiten auch den physischen und psychischen Belastungen (burn-out-Syndrom, Mobbing) gegenübergestellt. Jährlich entsteht durch Berufskrankheiten, Arbeits- und Wegeunfälle ein volkswirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe: ein einziger Ausfalltag eines Arbeitnehmers kostet ein Unternehmen zwischen 800 und 1000 Euro.

Vom 10. bis 13. April 2002 findet in München die 42. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin statt. Das Charakteristikum dieser medizinischen Disziplin ist einerseits der vielfältige klinische Bezug und andererseits die intensive Kooperation mit Chemie, Biologie, Epidemiologie, Biometeorologie und den Ingenieurwissenschaften.
Um Sie vorab zu informieren, möchten wir auf einer Pressekonferenz am

Mittwoch, dem 10. April 2002 um 11 Uhr
im Hauptgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1
Hörsaal 116, Erdgeschoss

die Hauptthemen vorstellen:

Kleine Partikel - große Wirkung: Feinstäube
Professor Oberdoerster, Rochester, USA, wird die aktuellsten Daten zum Zusammenhang zwischen der Feinstaub-Belastung der Atemluft und gesundheitlichen Effekten vorstellen. Nimmt die Belastung der Luft durch winzige Partikel einer Größe unter 10 Mikrometer (1/100 Millimeter) um nur 10 Mikrogramm pro Kubikmeter (also 1/100 Milligramm pro Ku-bikmeter) zu, steigt die Sterblichkeit um 1/2 Prozent. Betroffen sind vor allem Patienten mit Atemwegs- und Herzkreislaufkrankheiten. Das Interesse gilt neuerdings sogar besonders den Ultrafeinstäuben (unter 1/10.000 Millimeter), die zum Teil noch deutlichere Gesundheitseffekte erwarten lasen. Hauptquelle ist in der Außenluft der Verkehr, in der Innenraumluft das Rauchen.

Arbeitsmedizin als Individualprävention
Die Arbeitswelt wird immer sicherer, jedoch ist technischer Arbeitsschutz nicht alles, medizinischer Arbeitsschutz ist gefragt: Man kann keine Backstube ohne Mehl betreiben und kein Biotechnologie-Zentrum ohne Mäuse und Ratten als Versuchstiere. Ein Drittel der jugendlichen Erwachsenen sind Atopiker, also allergiegefährdet. Es wäre fatal, diese von den verschiedensten Berufen von vornherein auszuschließen.
Weitere Themen der Tagung wie gesundheitliche Auswirkungen von Mobbing oder betriebliche Suchtprävention, zu denen wir auf Nachfrage gerne zur Verfügung stehen, finden Sie unter www.dgaum.de.

Als Ansprechpartner stehen Ihnen zur Verfügung:
Prof. Dr. Dennis Nowak, Direktor von Institut und Poliklinik für Arbeits- und Umweltmedizin und Tagungspräsident der 42. Jahrestagung
Prof. Dr. med. Claus Piekarski, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin e.V.
Dr. jur. Günther Sokoll, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaft
Dr. med. Klaus Etzler, Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V.

S. Nicole Bongard | idw
Weitere Informationen:
http://idw-online.de/public/www.klinikum.uni-muenchen.de

Weitere Berichte zu: Arbeitsmedizin Arbeitsschutz Berufskrankheit Umweltmedizin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern
08.12.2017 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter
07.12.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit