Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osteoporose - vermeidbar, aber vernachlässigt

03.04.2002


Die aktuelle Medien-Information zum Weltgesundheitstag in Leipzig (5. April)

Studie ergab: Versorgung auch in Sachsen mangelhaft / Noch schlechter dran: Die Bayern / Die vier Kardinalfehler in der Knochenschwund-Therapie

"Gesund leben - in Bewegung bleiben" - so lautet das beherzigenswerte Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages und der deutschen Auftaktveranstaltung am 5. April im Congress Center der Neuen Messe in Leipzig. Ein für Frauen besonders wichtiges Gesundheitsthema kommt am Nachmittag des Freitags zur Sprache: Um 16.30 Uhr geht es um "Osteoporose - ein vermeidbares Frauenleiden!" Für die betroffenen Frauen in Sachsen ein brisantes Thema: Nach einer aktuellen Studie werden nur wenige von ihnen nach den heute gültigen Therapie-Richtlinien behandelt.

Dr. Jutta Semler, Chefärztin in Berlin und Vorsitzende des Kuratoriums Knochengesundheit, geht in ihrem Vortrag detailliert auf die vier Kardinalfehler in der Knochenschwund-Therapie ein:

  • Die Risiken der für Osteoporose anfälligen Frauen werden von den Ärzten nicht genügend beachtet;
  • Die immer bedrohlichere, aber "stumme" Krankheit wird ignoriert oder nicht erkannt;
  • Die Schmerzen der Betroffenen werden ungenügend behandelt;
  • Ein Großteil der betroffenen Frauen wird hier zu Lande auch bei diagnostizierter Osteoporose nur unzureichend behandelt.

Den Beweis dafür lieferte kürzlich eine aktuelle Untersuchung bei Kassenpatienten in Sachsen und Bayern. Die unter der Federführung der Bayerischen Landesapothekerkammer durchgeführte Studie ergab: Nur 6,7 Prozent der sächsischen Osteoporose-Patienten erhalten die optimale Kombinationsbehandlung aus so genannten Bisphosphonaten und Kalzium. Die Bayern sind allerdings noch schlechter dran: Dort werden nur 3,6 Prozent nach dem letzten Stand der Wissenschaft therapiert.

Dabei ist diese Therapie nicht nur erwiesenermaßen wirksam, sondern auch erfreulich unkompliziert: Seit kurzem steht das Bisphosphonat Alendronat auch in einer einfach einzunehmenden Form als Wochen-Pille zur Verfügung. Eine Studie an 1.258 Frauen ergab: Alendronat in dieser wöchentlichen Dosierung schützt Frauen genauso gut vor dem schleichenden Knochenabbau wie die tägliche Gabe, und ist dabei sehr gut verträglich.

Dr. Jutta Semler appelliert an ihre Kollegen: "Die erfreulichen Entwicklungen moderner Therapiekonzepte sollten uns immer wieder motivieren, den richtigen Patienten die richtige Behandlung zur rechten Zeit zukommen zu lassen".

Gerd Röckl | ots

Weitere Berichte zu: Bisphosphonat Osteoporose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau
22.02.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Wunderwelt der Mikroben
22.02.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

6. Internationale Fachkonferenz „InnoTesting“ am 23. und 24. Februar 2017 in Wildau

22.02.2017 | Veranstaltungen

Wunderwelt der Mikroben

22.02.2017 | Veranstaltungen

Der Lkw der Zukunft kommt ohne Fahrer aus

21.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ursache für eine erbliche Muskelerkrankung entdeckt

22.02.2017 | Medizin Gesundheit

Möglicher Zell-Therapieansatz gegen Zytomegalie

22.02.2017 | Biowissenschaften Chemie

Meeresforschung in Echtzeit verfolgen

22.02.2017 | Geowissenschaften