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"A beautiful mind" und die Wirklichkeit der Schizophrenie-Kranken

27.03.2002


"A beautiful mind" begeistert in den letzten Wochen die Cineasten weltweit. John Nash ist Schizophrenie-Kranker und Nobel-Preis-Träger. In der Realität werden schizophrene Menschen immer noch massiv diskriminiert. Um dies zu beenden, wurde jetzt in Bayern eine Anti-Stigma Aktion gegründet, die sich auf einer Presseclubveranstaltung vorstellt.

In Deutschland erkranken etwa 800.000 Menschen mindestens einmal in ihrem Leben an Schizophrenie, die meisten erstmals zwischen dem 18. und 24. Lebensjahr. In München sind rund 13.000 Menschen betroffen. Schizophrenie-Kranke leiden unter Halluzinationen, Angstzuständen, Denk- und Wahrnehmungsstörungen. Vorurteile und fehlendes Wissen über die Krankheit bedingen oftmals eine Diskriminierung und Ausgrenzung schizophren erkrankter Menschen. Der Leidensdruck der Betroffenen und deren Angehörigen ist aufgrund der daraus folgenden Isolation außerordentlich groß. Dies steht der Reintegration in einen geregelten Alltag sowie der Therapie oftmals entgegen und behindert eine erfolgreiche Rehabilitation der Erkrankten. Das soziale Schicksal zeigt selten eine gute Prognose. So nehmen sich etwa 10 - bis 15% der Patienten innerhalb der ersten zehn Jahre nach dem Krankheitsausbruch das Leben.

Die Bayerische Anti Stigma Aktion (BASTA) und die Anti Stigma Aktion München (ASAM) führen in der Landeshauptstadt gezielt Aktionen durch, um die Bevölkerung über die Krankheit Schizophrenie aufzuklären und so Vorurteile gegenüber an Schizophrenie Erkrankten abzubauen.

Eine Veranstaltung mit Psychiatern, Psychologen und Betroffenen im Presseclub München - Marienplatz 22, 80331 München, am 3.4.2002,13.oo-15.oo Uhr - soll dazu beitragen, das Thema Schizophrenie und ihre Tabuisierung an die Öffentlichkeit zu bringen.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Torsten Hoffmann, Telefon 089-50028431

S. Nicole Bongard | idw

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