Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Universität Hohenheim bringt Experten der Atmosphären- und Laserforschung an einen Tisch

27.03.2002


- Auftakttreffen der Arbeitsgruppe "Laserfernerkundung von Wasserdampf und Wind" am 8. und 9. April 2002 -

Experten aus den Gebieten der Laserentwicklung und der Atmosphärenforschung werden erstmals zu einem Arbeitstreffen zusammen kommen, um sich mit der Laserfernerkundung von Wasserdampf und Wind zu befassen. Prof. Dr. Wulfmeyer vom Institut für Physik und Meteorologie der Universität Hohenheim hat 30 anerkannte Spezialisten eingeladen, hier eine neue Arbeitsgruppe zu diesem Thema zu bilden. Es ist dabei Ziel, die Koordination zwischen den beteiligten Instituten und Firmen zu verstärken und wechselseitigen Informationsaustausch anzuregen.
In der Atmosphärenforschung klaffen gerade da erhebliche Wissenslücken, wo es um das wichtigste Treibhausgas geht: Der Wasserdampf ist in seiner vierdimensionalen Verteilung noch immer ungenügend erforscht. Gleiches gilt für eine weitere atmosphärische Schlüsselkomponente, den Wind. Entscheidende Fortschritte in der Atmosphärenforschung können nur dann erzielt werden, wenn es gelingt, mehr Licht in die Strukturen des Wasserdampf- und Windfeldes zu bringen. Erforderlich hierfür sind Messgeräte einer neuen Generation, die genauere und höher aufgelöste Messungen beider Komponenten ermöglichen.
In ganz Deutschland, besonders aber am Institut für Physik und Meteorologie der Universität Hohenheim, herrscht zurzeit Aufbruchstimmung unter den Atmosphärenforschern. In den letzten Jahren wurden durch Verbesserungen in der Lasertechnologie gewaltige Fortschritte bei der aktiven Fernerkundung von Wasserdampf und Wind erzielt. Faszinierende Projekte, die noch vor kurzem wie Science Fiction anmuteten, sind nun in greifbare Nähe gerückt. Dazu gehören auch die Entwicklung eines Wasserdampf-Fernerkundungssystems aus dem Weltall und der Aufbau der weltweit erst zweiten Referenzstation für Satellitendaten - neben dem CART in Oklahoma, USA - beim Observatorium des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Lindenberg.
Zur Planung dieser Projekte wurden viele wichtige Beiträge in Deutschland erbracht, wo ein besonderes Potenzial sowohl hinsichtlich der Geräteentwicklung als auch an ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet der Atmosphärenforschung vorhanden ist. Zu ihnen gehört auch Prof. Dr. Volker Wulfmeyer, der vor einem Jahr vom größten Atmosphärenforschungszentrum der USA, dem NCAR, an die Universität Hohenheim kam und die Leitung des Instituts für Physik und Meteorologie übernahm.
Prof. Wulfmeyers Einladung an die führenden Institutionen in Deutschland hat in Wissenschaft und Industrie großen Anklang gefunden. Mit der Bildung der neuen Arbeitsgruppe wird die gemeinsame Lösung technologischer Probleme wesentlich erleichtert. Daneben werden Konzepte zur besonders effizienten Nutzung der neuartigen Messgeräte entwickelt werden.
Die Veranstaltung findet am Montag, 8. und Dienstag, 9. April 2002 in der Universität Hohenheim statt. Es darf erwartet werden, dass die Universität Hohenheim mit diesem Treffen neue Impulse in die Forschungslandschaft bringen wird.

Klaus H. Grabowski | idw

Weitere Berichte zu: Atmosphärenforschung Meteorologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht 10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung
26.07.2017 | Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften

nachricht Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln
26.07.2017 | Technische Hochschule Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Im Focus: Kohlenstoff-Nanoröhrchen verwandeln Strom in leuchtende Quasiteilchen

Starke Licht-Materie-Kopplung in diesen halbleitenden Röhrchen könnte zu elektrisch gepumpten Lasern führen

Auch durch Anregung mit Strom ist die Erzeugung von leuchtenden Quasiteilchen aus Licht und Materie in halbleitenden Kohlenstoff-Nanoröhrchen möglich....

Im Focus: Carbon Nanotubes Turn Electrical Current into Light-emitting Quasi-particles

Strong light-matter coupling in these semiconducting tubes may hold the key to electrically pumped lasers

Light-matter quasi-particles can be generated electrically in semiconducting carbon nanotubes. Material scientists and physicists from Heidelberg University...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

2. Spitzentreffen »Industrie 4.0 live«

25.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Basis für neue medikamentöse Therapie bei Demenz

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Aus Potenzial Erfolge machen: 30 Rittaler schließen Nachqualifizierung erfolgreich ab

27.07.2017 | Unternehmensmeldung

Biochemiker entschlüsseln Zusammenspiel von Enzym-Domänen während der Katalyse

27.07.2017 | Biowissenschaften Chemie