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Wie man eine Firma an die Spitze bringt - Unternehmer und Wissenschaftler treffen sich an Uni Jena

01.03.2002


"Lernen von den Besten" ist das Thema der Jenaer Gespräche Hochschule-Wirtschaft, die am Donnerstag, dem 14. März 2002, von 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr in der Aula der Uni Jena, Fürstengraben 1, stattfinden. Die Veranstaltung, die von den Jenaer Wirtschaftswissenschaftlern Prof. Reinhard Haupt und Prof. Johannes Ruhland geleitet wird, findet dieses Jahr bereits zum zehnten Mal statt. Sie richtet sich an Unternehmen, aber auch an interessierte Hochschulangehörige und Studenten.

Die New Economy ist in manchen Bereichen eingebrochen - eine nachhaltige Unternehmenspolitik gewinnt damit wieder an Bedeutung. Managementwissenschaft und -praxis haben schon immer die Chancen und Bedrohungen, die Stärken und Schwächen bei der Weiterentwicklung von Unternehmen rechtzeitig erkannt. Dazu benutzen sie das "Benchmarking", den Vergleich mit den führenden Vertretern einer Branche, den stärksten Wettbewerbern oder den am meisten überzeugenden Problemlösungen.

Benchmarking beruhe auf zwei Säulen, so die Veranstalter: auf einem andauernden Lernprozess und auf einem Vergleich mit dem Marktführer. Beides sei unverzichtbar, es reiche einfach nicht aus, einen Betrieb nur ein einziges mal mit anderen Betrieben und auch dann nur mit dem Durchschnitt der jeweiligen Branche zu vergleichen. "Es geht eben um nicht weniger als um Weltklasse für den Weltmarkt", begründen die beiden Wissenschaftler.

Für die Vorträge haben Prof. Haupt und Prof. Ruhland hochkarätige Referenten aus Wissenschaft und Praxis gewinnen können. Am Vormittag beschreibt Prof. Ralf Reichwald von der Technischen Universität (TU) München, welche Herausforderungen Innovation und Technik für den Mittelstand darstellen und wie man diese Herausforderungen am besten in Chancen für den eigenen Betrieb verwandelt. Danach erläutert Prof. Hans Georg Gemünden von der TU Berlin, welche Faktoren hochgradig innovative Unternehmen erfolgreich machen. Die Erkenntnisse dazu stammen aus dem "Innovationskompass", einer Untersuchung, die der Verein Deutscher Ingenieure, die TU Berlin und die Beratungsfirma McKinsey jedes Jahr gemeinsam durchführen. Danach beschäftigt sich Dr. Heinz Dürr, Stiftungskommissar der Carl-Zeiss-Stiftung, mit der Zukunftsfähigkeit von Traditionsunternehmen. Auf dem Weltmarkt könne sich nur behaupten, wer Weltklasse sei, so sein Fazit. Anschließend überträgt Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, das Thema "Lernen von den Besten" auf Deutschland im internationalen Wettbewerb um Standorte.

Der Nachmittag beginnt mit einem Vortrag von Prof. Horst Wildemann von der TU München, der sich damit beschäftigt, wie Vergleichsuntersuchungen der Industrie auf die Sprünge helfen können. Anschließend erläutert Dr. Fred Grunert von der Firma MAZet in Jena, wie mittelständische Unternehmen ihre Mitarbeiter motivieren und so deren Leistungsbereitschaft erhöhen können. MAZet ist eine erfolgreiche Ausgründung aus den Firmen Carl Zeiss und Mikroelektronik Erfurt, die anwenderspezifische integrierte Schaltkreise, so genannte ASICs, und andere maßgeschneiderte Elektronikbauteile entwickelt und herstellt. Danach beschreibt Dagmar Alberti von der Werbeagentur Alberti und Partner, wie eine gekonnte Außendarstellung das Ansehen und damit auch den Gewinn einer Firma beeinflussen können. Im Schlussvortrag fasst Dr. Dietmar Kubis, Leiter der Vermögensverwaltung der Jenoptik AG und gleichzeitig Chef der Jenoptik-Tochter Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft (DEWB), die Ergebnisse der Gespräche zusammen. Die DEWB ist eine Wagniskapitalfirma und hat in den vergangenen Jahren bei der Gründung zahlreicher Hochtechnologiefirmen geholfen. Folgerichtig trägt der Vortrag von Dr. Kubis den Titel "Innovation - Qualitätspotential - Weltmarktpräsenz".

Natürlich bietet die Tagung auch eine ausgezeichnete Gelegenheit, die Referenten und anderen Teilnehmer kennenzulernen, mit ihnen zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen. 

Weitere Informationen: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Jenaer Gespräche Hochschule Wirtschaft, Dr. Beate Eckart, Carl-Zeiss-Straße 3, 07743 Jena, Tel.: 03641 / 94 33 15, Fax: 03641 / 94 33 12, E-Mail: Jenaer.Gespraeche@wiwi.uni-jena.de. Unter dieser Adresse können Sie sich auch für die Tagung anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt für den ersten Vertreter einer Firma 45 Euro, für jeden weiteren 25 Euro. Hochschulangehörige sind mit 25 Euro und Studierende mit 10 Euro dabei.

Hubert J. Gieß | idw
Weitere Informationen:
http://www.jenaer-gespraeche.uni-jena.de/

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