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Winzige Linsen mit großen Eigenschaften

20.02.2002


Internationale Heidelberger Tagung zur Behandlung des Grauen Stars und der Fehlsichtigkeit

Der Graue Star (Katarakt) ist die Volkskrankheit der Augenheilkunde - mit erfolgreicher Behandlung. Getrübte Augenlinsen werden entfernt und durch Kunststofflinsen ersetzt. In Deutschland geschieht dies jedes Jahr ca. 450.000 mal. Zur Verfügung stehen eine Vielzahl künstlicher Linsentypen, zum Beispiel gefaltete Linsen, die sich erst nach ihrer Implantation im Auge entfalten. Schon ein winziger Schnitt genügt, um sie im Auge zu platzieren. Eine weitere Neuentwicklung sind Linsen, die sich wie natürliche Augenlinsen der Entfernung anpassen und dadurch ein scharfes Sehen in Ferne und Nähe ermöglichen.

Mit den neuesten Entwicklungen in der Kataraktchirurgie befasst sich am 22. und 23. Februar 2002 in Heidelberg die Tagung der Deutschen Gesellschaft für Intraokularlinsen-Implantation und Refraktive Chirurgie unter der Leitung von Prof. Hans-Eberhard Völcker und Privatdozent Dr. Gerd Auffarth, Universitäts-Augenklinik Heidelberg. Experten aus Deutschland, den europäischen Nachbarländern, Asien und den USA diskutieren, welche Vorteile bestimmte Linsentypen haben und wie neue Operationstechniken mit speziellen Ultraschall- und Lasergeräten erfolgreich angewandt werden können. Die Universitäts-Augenklinik Heidelberg ist eines der Zentren in Deutschland, die sich intensiv mit der Weiterentwicklung der Kataraktchirurgie beschäftigen.

Ein weiteres Thema der Tagung ist die sogenannte Refraktive Hornhautchirurgie, die Behandlung der Fehlsichtigkeit. Durch Veränderung der Hornhautkrümmung kann die Fehlsichtigkeit ausgeglichen werden. Experten diskutieren in Heidelberg: Welche Ergebnisse können bei der Behandlung von Kurz- oder Weitsichtigkeit mit dem Laser oder operativen Verfahren erzielt werden? Und welche Grenzen sind diesen Verfahren gesetzt?

Die Tagung findet im Hörsaalgebäude der Chemischen Institute, Im Neuenheimer Feld 252, 69120 Heidelberg statt.

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgii.org/

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