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Bevölkerungswachstum und Wirtschaft bedrohen die Artenvielfalt der Tropen

14.02.2002


Die bessere Erforschung der tropischen Ökosysteme und ihrer Artenvielfalt ist Anliegen der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö), die ihre 15. Jahrestagung vom 20. bis 23. Februar 2002 an der Universität Göttingen veranstaltet. Rund 300 Tropenforscher werden im Rahmen dieser Veranstaltung aktuelle Forschungsfragen insbesondere auf den Gebieten Tropische Bergregenwälder, Stoffumsätze in tropischen Ökosystemen und Tier-Pflanzen-Interaktionen diskutieren. Gastgeber der international besetzten Tagung, die zum ersten Mal an der Georg-August-Universität stattfindet, sind die Abteilung Systematische Botanik des Albrecht-von-Haller-Instituts für Pflanzenwissenschaften und das Göttinger Zentrum für Biodiversitätsforschung und Ökologie (GZBÖ).

Gesellschaft für Tropenökologie tagt vom 20. bis 23. Februar 2002 an der Universität Göttingen

70 Prozent der Erdbevölkerung leben in den Tropen; tropische Landschaften machen annähernd die Hälfte der Erdoberfläche aus. Bevölkerungswachstum und eine expandierende Wirtschaft bedrohen diesen Lebensraum mit erheblichen negativen Konsequenzen für den gesamten Planeten Erde, warnen Wissenschaftler. Die bessere Erforschung der tropischen Ökosysteme und ihrer Artenvielfalt ist Anliegen der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö), die ihre 15. Jahrestagung vom 20. bis 23. Februar 2002 an der Universität Göttingen veranstaltet. Rund 300 Tropenforscher werden im Rahmen dieser Veranstaltung aktuelle Forschungsfragen insbesondere auf den Gebieten Tropische Bergregenwälder, Stoffumsätze in tropischen Ökosystemen und Tier-Pflanzen-Interaktionen diskutieren. Gastgeber der international besetzten Tagung, die zum ersten Mal an der Georg-August-Universität stattfindet, sind die Abteilung Systematische Botanik des Albrecht-von-Haller-Instituts für Pflanzenwissenschaften und das Göttinger Zentrum für Biodiversitätsforschung und Ökologie (GZBÖ).

Nach einem informellen Treffen der Wissenschaftler am Mittwoch, 20. Februar 2002, werden der Vizepräsident der Universität Göttingen, Prof. Dr. Gerd Lüer, der gtö-Vorsitzende Prof. Dr. Karl Eduard Linsenmair (Universität Würzburg) und der Göttinger Biologe Prof. Dr. Robbert Gradstein, Leiter der Abteilung Systematische Botanik am Albrecht-von-Haller-Institut, die Tagung am Donnerstag eröffnen. Auf dem Tagungsprogramm stehen insgesamt rund 50 Referate und Plenarvorträge, in denen es unter anderem um die Geschichte der tropischen Gebirgsregionen Südostbrasiliens, die Bedrohung der Nebelwälder in Venezuela, die Bodenfruchtbarkeit im Bergregenwald in Ecuador und die Störung der Wasser- und Stoff-Flüsse am Kilimanjaro in Tanzania gehen wird. Im Rahmen der Tagung findet außerdem die Mitgliederversammlung der 1987 gegründeten Gesellschaft für Tropenökologie statt.

Zu einem Dia-Vortrag über das Ökosystem der Bergregenwälder Costa Ricas ist auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen. Referentin ist Dr. Nalini M. Nadkarni aus Washington (USA). Die Veranstaltung in englischer Sprache findet am Freitag, 22. Februar 2002, in der Aula der Universität, Wilhelmsplatz 1, statt und beginnt um 20 Uhr. Die Tagung wird außerdem von der Fotoausstellung "Tropische Vielfalt - Tiere und Pflanzen aus Costa Rica und Ecuardor" begleitet, die vom 15. Februar bis 8. März 2002 im "Holbornschen" Haus (Rote Straße 34) zu sehen ist. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Stephan Robbert Gradstein
Tagungsassistenz: Thorsten Krömer
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften
Abteilung Systematische Botanik
Tel. (0551) 39-5732 oder 39-5716, Fax (0551) 39-2329
E-Mail: gtoe2002@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwdg.de/~gtoe2002

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