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Seilforschung an der Uni Stuttgart europaweit einzigartig - Einladung zum Pressegespräch

07.02.2002


75 Jahre Institut für Fördertechnik und Logistik - Internationaler Seiltag - Traditionund Innovation in der Seiltechnik

Die Herstellung von Seilen einschließlich der Gewinnung der Rohstoffe ist eine uralte Kulturtechnik. Seinen industriellen Siegeszug begann das Drahtseil in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts, als erstmalig Drahtseile im Bergbau verwendet wurden. Knapp hundert Jahre später, 1927, wurde an der damaligen Technischen Hochschule Stuttgart das Institut für Hebezeuge, Transportanlagen und Baumaschinen gegründet und damit die Grundlage für die Stuttgarter Seilforschung gelegt. Das heutige Institut für Fördertechnik und Logistik der Universität Stuttgart ist das einzige Institut in Europa, das sich mit Seilforschung in der gesamten Bandbreite der Frage- und Problemstellungen befasst. Die Stuttgarter Wissenschaftler führen - neben ihren Aufgaben in Lehre und Forschung - weltweit Untersuchungen für Seilhersteller, Seilkonfektionäre und Anwender durch. Dies deckt das gesamte Spektrum der Einsatzgebiete ab: von Seilen in Kranen, Seilbahnen, Aufzügen bis zu Seilen für Architekturbauwerke wie etwa in Stuttgart beim Daimler Stadion, zahlreichen Brücken oder beim Killesbergturm von Jörg Schlaich sowie Seilen für Bergsteiger oder für den Arbeitsschutz. Auch im allgemeinen Sprachgebrauch ist übrigens das Seil gut vertreten: man denke nur an den Gordischen Knoten, Seilschaften, die in letzter Zeit weit verbreiteten "Netzwerke" oder an das sprichwörtliche "An einem Strang ziehen" und "es klappt wie am Schnürchen.

Sein 75-jähriges Bestehen feiert das Institut am 20. Februar mit einem Festakt und am 21. Februar mit dem "Internationalen Stuttgarter Seiltag" mit rund hundert Teilnehmern aus allen Sparten der Seiltechnik und Seilanwendung. Am Rande dieser Veranstaltungen treffen sich das Management Commitee der Weltdrahtseilvereinigung und der deutsche Bergbahnausschuss zu ihren Jahrestagungen. Aus diesem Anlass laden wir am Mittwoch, den 20. Februar zu einem Pressegespräch ein.

Zeit: 20. Februar, 14.00 Uhr
Ort: Stadtmitte, Halle des Instituts für Fördertechnik und Logistik, Holzgartenstraße 15 B

Gesprächspartner sind Institutschef Prof. Dr.-Ing. Karl-Heinz Wehking und der Leiter der Abteilung Seiltechnik und Seilanwendung, Dr.-Ing. Wolfram Vogel.

Im Anschluss an das Pressegespräch wird eine - auch für Fotografen lohnende - Führung durch das Prüflaboratorium Seil angeboten, in dem auf 860 Quadratmetern modernste Prüfmaschinen und -einrichtungen untergebracht sind. Dort laufen unter anderem Lebensdauerversuche von Seilen, Zugversuche an Drahtseilen, Untersuchungen zum sicheren Betrieb von Seilaufzügen, die Prüfung von Drahtseilen als Bauprodukte, Untersuchungen an Schutzeinrichtungen für Arbeit und Sport bis zur - auch als Dienstleistung angebotenen - magnetinduktiven Seilprüfung. Das Institut ist als Prüfeinrichtung für diese und weitere Produkte international akkreditiert; Mitarbeiter sind als Sachverständige für Bergbahnen, Schleppaufzüge und Seilbahnen zugelassen.

Jubiläumsfestakt zum 75-jährigen Bestehen
Bei der Festveranstaltung zum 75-jährigen Bestehen des Instituts für Förder-Technik und Logistik (IFT) wird nach Grußworten von Staatssekretär Dr. Horst Mehrländer für das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und Prof. Hartmut Beiche für die Landeshauptstadt Stuttgart die Stellung des Instituts an der Universität Stuttgart und die Rolle von Fördertechnik und Logistik im Maschinenbau diskutiert und ein Rückblick auf die Entwicklung des IFT gegeben. Das Institut aus Sicht der Industriepartner skizziert Dr.-Ing. Bartke (DaimlerChrysler AG), bevor abschließend Institutschef Prof. Wehking einen Ausblick auf die künftige Entwicklung geben wird. Vertreter/innen der Medien sind zu der Festveranstaltung herzlich willkommen.
Zeit: 15.30 Uhr
Ort: Vortragssaal der Universitätsbibliothek, Holzgartenstraße 16

Um die Organisation zu erleichtern, bitten wir die Medienkolleginnen und -kohle-Gen um Anmeldung (per Fax 0711/121-2188 oder E-Mail: presse@uni-stuttgart.de ).

Ursula Zitzler | idw

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