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RuBio-Ethik-Forum zur Stammzellforschung

05.02.2002


  • Kompromiss gefunden ...
  • ... und kein Ende der Diskussion in Sicht
  • RuBio-Ethik-Forum zur Stammzellforschung

Auch in Deutschland dürfen Wissenschaftler zukünftig an menschlichen embryonalen Stammzellen forschen. Die Entscheidung ist gefallen - und die ethischen Probleme bleiben. Die einen sehen den Kompromiss als ersten Schritt hin zu einer verbrauchenden Embryonenforschung, die anderen fürchten, dass die beantragten Projekte im Dickicht der Regularien stecken bleiben könnten. Und die nächsten Themen stehen an: therapeutisches Klonen und Präimplantationsdiagnostik. Mit dem FORUM "NACH DER ENTSCHEIDUNG: STAMMZELLEN - THERAPEUTISCHE MÖGLICHKEITEN UND ETHISCHE BEDENKEN" lädt die RuBio-Ethik am 14. Februar 2002, 14.00 - 20.00 Uhr (Audi max, Seminarraum 6) eine breite Öffentlichkeit ein, sich zu informieren und selbst mit den Experten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung wird gefördert durch die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Speziell für die Medien

Die Medien sind herzlich eingeladen. In der Vortragspause (15.30 - 16.00 Uhr) und vor der Podiumsdiskussion (17.30 - 18.00 Uhr) besteht die Möglichkeit zum Interview mit den Experten.

Programm: Vorträge, Podium und öffentliche Diskussion

14.00 Uhr: Prof. Dr. J. Hescheler: Einführung in die Stammzellforschung
14.40 Uhr: Prof. Dr. I. Nippert: Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen: Das Für und Wider im internationalen Vergleich
15.20 Uhr: Pause
16.00 Uhr: Prof. Dr. Chr. Frey: Anmerkungen zur ethischen Diskussion über die Forschung mit Stammzellen
16.40 Uhr: Prof. Dr. R. Merkel: Der normative Status früher Embryonen: Lebensgrundrecht - Würdeschutz - Forschungsverbot?
18.00 bis 20 Uhr: Podium und öffentliche Diskussion (Moderation Dr. B. Kruse, Pressestelle der RUB)

Experten: Interdisziplinär betrachtet

Frau Prof. Dr. Irmgard Nippert (Medizinische Fakultät der Universität Münster) ist Humangenetikerin und arbeitet im Rahmen der Frauengesundheitsforschung. Sie ist Mitglied der Ethikkommission der Bundesärztekammer, Arbeitsgruppe Stammzellforschung. Prof. Dr. Jürgen Hescheler (Medizinische Fakultät Köln) ist Neurophysiologe und Herzspezialist. Er arbeitet an tierischen embryonalen und adulten Stammzellen und hat die Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen beantragt. Prof. Dr. Christopher Frey gehört der Evangelisch-Theologischen Fakultät an und ist seit langem aktiv im Zentrum für Medizinische Ethik der RUB. Prof. Dr. Reinhard Merkel lehrt Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg und hat sich immer wieder zum Status früher Embryonen auch öffentlich zu Wort gemeldet.

RuBio-Ethik: Weitblick gefragt

Die modernen Biowissenschaften entwickeln völlig neue Möglichkeiten in Lebensprozesse dauerhaft einzugreifen. Die Anwendung gentechnologischer Methoden ist in ihren Folgen oft nicht abschätzbar. Das interdisziplinäre Forum "RuBio-Ethik" wurde 1998 von Prof. Dr. Rolf Heumann (Molekulare Neurobiochemie) und Dr. Klemens Störtkuhl (Molekulare Zellbiochemie) mit dem Ziel gegründet, Entwicklungen der Biowissenschaften vorherzusagen und vorausschauend zu diskutieren. RuBio-Ethik bringt stets Kritiker und Befürworter an einen Tisch. Nachdem elf Foren bislang vor allem die verschiedenen Gruppen der Universität (Studierende, wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Angestellte) ins Gespräch gebracht haben, wendet sich RuBio-Ethik nun verstärkt auch an eine breite Öffentlichkeit. Das aktuelle Forum wird gemeinsam von RuBio-Ethik und dem Zentrum für Medizinische Ethik der RUB organisiert.

Weitere Informationen

RuBio-Ethik: Dr. Klemens Störtkuhl, Tel.: 0234/32-26246, Fax: 0234/32-06246, E-Mail:  Klemens.Stoertkuhl@ruhr-uni-bochum.de

Dr. Josef König | idw

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