Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kunststofftechniker rüsten auf

21.01.2002


Hightech-Spritzgießmaschine arbeitet als Leihgabe im neuen Technikum der Uni

Kunststoffexperten der TU Chemnitz können sich freuen: Am 25. Januar 2002 wird mit dem nagelneuen Technikum Kunststofftechnik des Institutes für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik (IMK) der TU Chemnitz auch eine Hightech-Maschine offiziell in Betrieb genommen. Die Firma ARBURG aus Loßburg/Schwarzwald stellt der Professur Kunststoffverarbeitungstechnik eine Zwei-Komponenten-Spritzgießmaschine im Wert von rund 150.000 Euro zur Verfügung. Die neue Maschine ist mit zwei Einspritz-Einheiten ausgestattet, die gleichzeitig oder abwechselnd ein gemeinsames Spritzgießwerkzeug mit geschmolzenen Kunststoffen füllen können. ARBURG gehört zu den weltweit größten Herstellern solcher Spritzgießtechnik. Die moderne Spritzgießmaschine wird anlässlich einer Zusammenkunft der Fördergemeinschaft für den Lehrstuhl Kunststofftechnik an der TU Chemnitz e. V. vorgestellt, die am 25. Januar 2002 ihre Jahresmitgliederversammlung auf dem Uni-Campus abhält.

Mit dieser Spritzgießmaschine lassen sich verschiedene Materialien zu einem Produkt verarbeiten: Harte Stoffe werden mit weichen verbunden, ebenso können zweifarbige Kunststoffteile produziert werden. Zudem ist es möglich, gegeneinander bewegliche Teile unteilbar zu verbinden. Mit Hilfe solcher Spritzgießmaschinen können in einem Arbeitsgang mehrfarbige Heckleuchten und Lüfterklappen für den Automobilbau ebenso hergestellt werden wie Bauteile mit angespritzter Dichtung oder weichen Bedienelementen sowie zum Beispiel zweiteilige bewegliche Kurbelelemente für elektrische Zahnbürsten.

Damit die wertvolle Leihgabe voll zum Einsatz kommen kann, hat das Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik der TU Chemnitz bereits ein Spritzgießwerkzeug entwickelt, das die Ausgangsstoffe zu einem Produkt formen kann. Nun sollen Studien angestellt werden, die besonders die Übergänge der durch den Schmelzvorgang verbundenen Materialien unter die Lupe nehmen. Darüber hinaus wird die Spritzgießmaschine in zwei Forschungs- und Entwicklungsprojekte einbezogen - eines beschäftigt sich mit der elektromagnetischen Abschirmung von Kunststoffgehäusen, das andere untersucht die Bindenähte als ausgemachte Schwachstellen von Spritzgussteilen.

Aber nicht nur die ARBURG-Maschine kann sich im neuen Technikum Kunststofftechnik sehen lassen. In der Halle F, Reichenhainer Str. 70, wurde ein Rückkühlkreislauf eingebaut, sodass die Maschinen und Werkzeuge nun nicht mehr mit kostbarem Trinkwasser gekühlt werden müssen. Gerüche, die bei der Kunststoffverarbeitung entstehen können, werden fortan unmittelbar dort abgesaugt, wo sie frei werden. Mit Unterstützung durch die Fördergemeinschaft war es außerdem möglich, eine Reihe neuer Peripheriegeräte und Ausrüstungselemente für das Technikum anzuschaffen.

Hinweis für die Medien: Die offizielle Eröffnung des Technikums Kunststofftechnik mit Vorstellung der Spritzgießmaschine findet am 25. Januar 2002 um 15 Uhr in der Halle F der TU Chemnitz, Reichenhainer Str. 70 (hinter Weinhold-Bau) statt. Es besteht die Möglichkeit zu Film- und Fotoaufnahmen.

Weitere Informationen geben Prof. Dr. Günter Mennig, Professur Kunststoffverarbeitungstechnik der TU Chemnitz, unter Telefon (03 71) 531 2383 oder Prof. Dr. Frank Meyer, Telefon (03 71) 531 2434.

Dipl.-Ing. Mario Steinebach | idw

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT

nachricht Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle
28.03.2017 | Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE